New Testaments Books
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Macht der Sünde im Römerbrief: Eine
Book SynopsisMit welchem Ziel schreibt Paulus den römischen Christen von der Sünde? Vor dem Hintergrund griechisch-römischer Argumentationstheorie und jüdisch-hellenistischer Argumentationspraxis untersucht Patrick Bahl in seiner exegetisch-theologiegeschichtlichen Studie die argumentative Funktion des Sündenbegriffs im Römerbrief. Indem er Schritt für Schritt Aufmerksamkeitslenkung, Begründungsstruktur und Logik der Argumentation von Röm 1-8 analysiert, rückt er Paulus als argumentierenden Briefschreiber ins Licht, dessen Argumentation, gemessen an antiken Maßstäben, zielorientiert, strukturiert und durchaus vernünftig ist. Dabei zeigt sich, dass Paulus nicht etwa systematisch-lehrhaft von der Sünde redet, sondern ihr semantisches Potential strategisch dafür nutzt, den römischen Heidenchristen sein Grundanliegen vor Augen zu führen: Da Christus alle, Juden wie Heiden, von der Sünde befreit hat, hat das Gesetz jegliche Bedeutung für sie verloren.
£152.89
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Rezeption der Sinaitradition im Evangelium
Book SynopsisInwiefern und wozu wird im Johannes-Evangelium die Erzählung von der Offenbarung Gottes am Sinai mit der Übermittlung des Gesetzes durch Mose rezipiert? Eduard Käfer zeigt, dass das vierte Evangelium die Sinaitradition an bedeutsamen Stellen (1,14-18; 5,37f.; 6,31f.45f. und 10,34-36) in deutlich markierter Weise, oftmalig vermittelt durch andere biblische Texte und durch außerbiblisch-exegetische Traditionen, rezipiert. Dabei wird ein eigenständiges Profil deutlich: Die Sinaioffenbarung wird hochgeschätzt, aber aufgrund einer "figuralen Leseweise" (R. Hays) als Zeugnis von Jesus Christus, dem Sohn Gottes aufgefasst. Es eröffnet so die Möglichkeit, mittels verschiedener Bezüge die Identität Jesu Christus darzustellen, seinen Hoheitsanspruch als plausibel zu erweisen und Missverständnisse seiner Gesprächspartner aufzuzeigen.
£134.07
JCB Mohr (Paul Siebeck) Evangelienexegese als Partiturlesen: Eine
Book SynopsisAntike griechischsprachige Literatur war in der Regel Klangkunst - die Werke wurden vor Publikum vorgelesen. Solche Texte führten ein Doppelleben: Sie waren schriftlich fixiert und wurden immer wieder neu akustisch realisiert. Darin sind sie musikalischen Kompositionen vergleichbar, mit denen sie sich auch ihre formalen Hauptmerkmale Wiederholung und Variation teilen. Christine Oefele macht sich das Konzept des Partiturlesens zunutze, um im Anschluss an Hans Robert Jauß eine Hermeneutik zu präsentieren, die bei der Interpretation der Evangelien von deren akustischer Gestalt ausgeht. Im Rückgriff auf musikwissenschaftliche Methoden entwickelt sie die Repetitionsanalyse, mit der sie die Komposition des Markusevangeliums untersucht und beschreibt. Auf dieser Basis kommentiert sie dessen erste Hälfte, wobei die schrittweise Entwicklung und die Interdependenz der markinischen Hauptthemen Christologie und Nachfolge deutlich werden.
£136.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Restricted Generosity in the New Testament
Book SynopsisThe importance of material generosity in early Christianity has been firmly established in New Testament research. Given this consensus, Timothy J. Murray examines the New Testament texts for evidence of when, how and why the early Christians restricted their generosity. Having also examined the restricted generosity of comparable social structures (Jewish groups, Greco-Roman associations and the Hellenistic oikos), the author argues that the self-conception of the early Christians as members of a fictive-family was the most significant influence on their practices of material generosity and its restrictions, in which they drew heavily from existing cultural ideals regarding family reciprocity and support. Additionally, the author argues (against the majority view) that evidence for organised poor-care in Jewish groups is meagre and non-existent with regard to Greco-Roman associations.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Bild und Kontext: Jüdische und christliche
Book SynopsisCatherine Hezser zeigt, dass sich die jüdische und christliche Kunst der Spätantike in kontinuierlichem Austausch mit und Bezugnahme auf die künstlerischen Ausdrucksweisen und theologischen Ansichten der jeweils anderen religiösen Gemeinschaft befand. In römisch-byzantinischer Zeit entwickelte sich im Judentum und Christentum eine Kunst, die im Gegensatz zum biblischen Bilderverbot figürliche Darstellungen verwendete und bestimmte, in der griechisch-römischen Umwelt geläufige, mythologische Motive aufnahm. Diese neue jüdische und christliche Ikonographie wird vergleichend im Kontext der griechisch-römischen und früh-byzantinischen Geschichte und Kultur untersucht. Dabei sind den exegetischen, mythologischen und identitätsstiftenden Darstellungen jeweils eigene Kapitel gewidmet. Der Vergleich weist auf interessante Zusammenhänge und Unterschiede in der bildlichen Ausgestaltung, Symbolik und theologischen Bedeutung hin. In beiden Religionen diente die Kunst der Stärkung von Gruppenidentität in Auseinandersetzung mit dem gemeinsamen biblischen Erbe im Kontext hellenistischer und römischer Traditionen.
£31.11
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jeremia 25-52
Book SynopsisDer vorliegende Kommentar baut auf den neueren Erkenntnissen zur Textgeschichte des Jeremiabuches auf, die sich aus den Manuskriptfunden in Qumran und der davon angeregten Neubewertung der antiken Übersetzung des Buches ins Griechische (Jeremia-Septuaginta) ergeben. Hermann-Josef Stipp rekonstruiert auf dieser Grundlage die Entstehung der zweiten Hälfte des Buches und legt die Einzeltexte vor dem Hintergrund der turbulenten und tief traumatisierenden Geschichte Judas rund um das babylonische Exil im 6. Jahrhundert v. Chr. aus. Dabei ergeben sich zwei Wachstumskerne der Kapitel 25-52: die Fremdvölkersprüche Kap. *46-49,33, die ursprünglich in der Buchmitte angeordnet waren, und das "babylonische Jeremiabuch" Kap. *26-44, komponiert von einem deuteronomistischen Redaktor im babylonischen Exil. Von diesen Wurzeln wuchs das Buch in mehreren Schüben bis wohl ins 3. Jahrhundert v. Chr. zu seiner kanonischen hebräischen Textgestalt heran. Die Einzeltexte des Buchteils spiegeln vor allem die leidenschaftlichen theologischen Kontroversen wider, die die Krisen des 6. Jahrhunderts unter den Judäern auslösten: die von dem Propheten Jeremia als gottgewollt propagierte Übermacht des babylonischen Reiches unter dessen König Nebukadnezzar II.; dann die totale militärische Niederlage mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels sowie dem Verlust des Königtums und der Eigenstaatlichkeit im Jahr 587; die Deportationen von Menschen und Tempelgeräten ins Exil; schließlich die Versuche zur politischen und religiösen Neukonsolidierung unter wenig ermutigenden Umständen ab dem Beginn der Perserherrschaft 539.
£144.40
JCB Mohr (Paul Siebeck) Basileia im Matthäusevangelium
Book SynopsisDas Herzstück der matthäischen Basileiakonzeption bildet die Gewissheit, dass die Gottesherrschaft genau dort verwirklicht ist, wo der in der Tora offenbarte göttliche Wille umgesetzt wird. Während dieser Zustand im Himmelsraum ewig besteht, schafft der matthäische Jesus mit seiner verbindlichen Auslegung der Tora auf Erden die notwendigen Voraussetzungen, dass ein solcher "himmlischer" Zustand auch auf Erden schrittweise erreicht werden kann. Christian Blumenthal zeigt, wie der matthäische Jesus als der verheißene Messias-König den Prozess der irdischen Gestaltwerdung der Gottesherrschaft initiiert und die Menschen in seiner Nachfolge grundlegend in die Verantwortung für diesen Realisierungsprozess einbindet.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Sexualität und Geschlecht bei Paulus: Die
Book SynopsisBei der inhaltlichen Gestalt der Ethik des Paulus geht die Forschungsdiskussion mehrheitlich davon aus, dass deren Spezifikum in ihrer theologischen, insbesondere christologischen Begründung liege, während sie inhaltlich nahezu deckungsgleich sei mit den Traditionen der jüdischen sowie paganen Umwelt; man spricht daher oft von materialethischer "Inklusivität". Johanna Körner geht der Frage, exemplarisch am Bereich der Sexual- und Geschlechterethik, nach, indem sie theologische mit soziokulturellen sowie traditions- und religionsgeschichtlichen Aspekten verbindet. Dabei zeigt sich, dass Paulus zwar grundlegend von seiner jüdischen Herkunftstradition geprägt bleibt. Gleichwohl kann nicht pauschal von materialethischer "Inklusivität" gesprochen werden, da er diese Überzeugungen in mehrheitlich "heidenchristlichen" Gemeinden zu etablieren sucht, wo sie sich von denjenigen der unmittelbaren Umwelt unterscheiden (sollen), also in ihrem konkreten Kontext funktional "exklusiv" sind. Vor dem Hintergrund der oft behaupteten Zentralstellung der Christologie bei Paulus ist festzuhalten, dass diese in diesem Teilbereich seiner Ethik eine eher untergeordnete Rolle spielt, während schöpfungstheologische Argumente im Vordergrund stehen.
£97.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Engelgemeinschaft im irdischen Gottesdienst:
Book SynopsisDas Motiv einer Gemeinschaft mit den Engeln im Gottesdienst lässt sich in frühjüdischen und neutestamentlichen Texten finden. Michael R. Jost untersucht erstmals alle Belege aus Qumran und dem Neuen Testament exegetisch und diskutiert sie im Kontext traditionsgeschichtlicher Entwicklungen ausgehend von alttestamentlichen Aspekten bis hin zu rabbinischen und frühchristlichen Perspektiven. Besondere Berücksichtigung erfahren die liturgischen Texte, deren Wirkung auch in performativer Perspektive untersucht wird, womit nach der im Gottesdienst erfahrenen Gemeinschaft gefragt wird. Damit bietet der Autor neue Einsichten sowohl für die Qumran Forschung in der Analyse der liturgischen Gemeinschaft des yaḥad, als auch für die neutestamentliche Forschung und das urchristliche Gottesdienstverständnis.
£159.64
JCB Mohr (Paul Siebeck) Zeit und Ethik im Johannesevangelium:
Book Synopsis"Meine Stunde ist noch nicht gekommen." - Für die Suche nach dem Kairos einer Handlung ist die Orientierung an Zeitnormen bestimmend. Ebenso vielschichtig der Begriff "Zeit" ist, so viele Zeitnormen können parallel zueinander existieren und Konflikte zwischen oder innerhalb von Handlungssubjekten hervorrufen. Das Johannesevangelium inszeniert zahlreiche solcher Zeitkonflikte.Im theoretischen Teil ihrer Studie geht Olivia L. Rahmsdorf deshalb zunächst den vielfältigen Bezügen der Trias Zeit, Ethik und Narration nach. Im methodischen Teil legt sie die Möglichkeiten, Zeit im Text wahrzunehmen und diese nach ihrer ethischen Relevanz zu beurteilen, offen. Im exegetischen Teil analysiert sie schließlich das Verhalten der johanneischen Figuren in der Zeit, deren leitende Zeitnormen und daraus resultierende Zeitkonflikte, die narrativen Inszenierungsstrategien und leserlenkende Bewertungstendenzen. Die Konflikte der Figuren auf der Ebene der erzählten Welt verweisen auf die grundsätzliche Relevanz der Zeit für die Ethik, für menschliches Verhalten und dessen gesellschaftliche Bezüge.Diese Arbeit wurde mit dem mit dem Ernst-Wolf-Preis der Gesellschaft für evangelische Theologie ausgezeichnet.
£129.03
JCB Mohr (Paul Siebeck) Autorschaft und Sklavenperspektive im Ersten
Book SynopsisDie zentrale christologische Passage des Ersten Petrusbriefs steht im Kontext der Mahnungen an die Sklaven. Jisk Steetskamp setzt in dieser Untersuchung das Leid der Sklaven mit der Passion Christi in ein paradigmatisches Verhältnis, in das er die ganze Gemeinschaft der Adressaten miteinbezieht. Während der Erste Petrusbrief zunächst wie eine Anleitung zur Unterwürfigkeit wirkt, fallen bei genauerem Hinsehen gegenläufige Textsignale auf. Mit Bezug auf die Exoduserzählung lädt der Autor zu einer Lektüre unter der Textoberfläche ein. Obwohl der Verfasser des Ersten Petrusbriefs mit dem wiederkehrenden Verb 'unterordnen' zur Eingliederung in bestehende Verhältnisse aufzufordern scheint, positioniert eben dieses Verb, kraft der sklavenperspektivischen Schlussmahnung, die Adressaten jenseits der hierarchischen Strukturen des Römischen Imperiums.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Gottesbild im Johannesevangelium
Book Synopsis"Gottes-Rede", das heißt Theo-Logie im strikten Wortsinn, kam in der neutestamentlichen Wissenschaft bisher - verglichen mit Christologie, Pneumatologie, Ekklesiologie, Soteriologie und Eschatologie - kaum eigens in den Blick. In einen neuerdings erkennbaren Aufbruch hin zur Thematik "Gott" in der neutestamentlichen Forschung reiht sich dieser Band zum Gottesbild im Johannesevangelium ein. Den Beiträgen geht es um den Blick auf Gott selbst. Hier war es Ziel, sich auf die Konturen des Gottesbildes im Johannesevangelium zu konzentrieren und dieses aus unterschiedlichen Blickwinkeln - auch im Vergleich mit anderen johanneischen Schriften und paulinischem Denken - zu beleuchten. Es wurde deutlich, dass Gott-Vater keinesfalls eine zu vernachlässigende Größe ist, auch wenn angesichts der "hohen Christologie" des Johannesevangeliums selbstverständlich immer christologische Verbindungslinien gezogen werden mussten.
£106.58
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus Caesar: A Roman Reading of the Johannine
Book SynopsisIn this work, Laura J. Hunt looks at Latin use in Ephesus, Antioch, and Alexandria. The evidence of intersections between Roman and Greek languages in those cities suggests that the Roman cultural encyclopaedia could shed light on the Gospel of John, particularly the trial narrative. Words that intersect with important Roman concepts include πραιτώριον, βασιλεύς, υἱὸς θεοῦ and ἐξουσία. The phrase Ἰδοὺ ὁ ἄνθρωπος in John 19:5 approximates hic vir, hic est from Vergil's Aeneid (6.791), marking it as a literary allusion. A semiotic analysis of John 18:28-19:22 reveals a Jesus depicted with the words and images of a Caesar. The Roman Pilate tests the loyalty of both Jesus and 'the Jews' to Caesar, emerging as weak only in relation to Caesar. Although other scholars have looked at empire in the Gospel of John, this study offers a sustained Roman reading of the Johannine trial narrative.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Early Christian Teachers: The 'Didaskaloi' from
Book SynopsisThe teachers of early Christianity were one of its most intriguing groups and appear to have been the equivalent of the Jewish rabbis or pagan philosophers. By examining all the earliest sources mentioning the 'didaskaloi', Alessandro Falcetta sheds light on the first hundred years of their history, tackling questions such as why their fate was so different from that of the rabbis, and whether they were tradents of the Jesus material and therefore guarantors of the Gospels' historic reliability. By relating teachers to apostles, prophets and bishops, the author enriches our knowledge of the structure of early Christian communities and how they developed into hierarchical churches.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Antike Fluchtafeln und das Neue Testament:
Book SynopsisFluchen ist in der antiken Welt ein Alltagsphänomen. Dabei setzten antike Menschen für Flüche, die besonders wirksam sein sollten, auf das geschriebene Wort. Vielhundertfach haben sich entsprechende Fluchtafeln ( defixiones) auf Blei und anderen Schriftträgern erhalten. Die Texte erlauben einen faszinierenden Einblick in eine dunkle Welt des antiken Alltags, in den Umgang mit Konkurrenzsituationen aller Art und in erlittene Unrechtserfahrungen. In diesen Texten lassen antike Menschen der Befriedigung ihrer Bedürfnisse und dem Wunsch nach Rache unter Rückgriff auf übermenschliche Mächte freien Lauf. Nicht selten wünschen sie ihrem Gegenüber dabei den Tod an den Hals. Die Beiträge in diesem Band nehmen die antiken defixiones erstmals großflächig aus exegetischer Sicht in den Blick und ziehen sie in produktiver Weise zur Interpretation neutestamentlicher Texte heran.
£184.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Apocalypticism in the Synoptic Sayings Source: A
Book SynopsisRecently reconstructed by scholars, Q is one of the New Testament's earliest source documents. Arguing that Q's participation in the apocalyptic worldview of late Second Temple Judaism has greater consequences for its compositional history than previously recognized, Olegs Andrejevs performs a new literary-critical, narrative, and philological analysis of a number of Q passages, supplementing it with recent advances made in the study of Jewish apocalyptic literature, particularly the Enochic book of Parables and Qumran wisdom documents 4QInstruction and 1Q/4QMysteries. The end result is an updated stratigraphic model which synthesizes the insights of several scholars, most notably John S. Kloppenborg and Dale C. Allison, Jr., and highlights the feasibility of Q's diachronic study.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Septuaginta - Themen, Manuskripte, Wirkungen:
Book SynopsisDie Septuaginta ist ein thematisch weit gefächertes Corpus einer Vielfalt an Übersetzungen und eigenständiger Schriften. In den Beiträgen des vorliegenden Bandes werden zentrale Themen der Septuaginta-Schriften ebenso behandelt wie einzelne Manuskripte und Grundfragen der Septuagintaforschung. Darüber hinaus werden Linien der Rezeptionsgeschichte ausgezogen.
£248.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die frühchristliche Eucharistie
Book SynopsisDie Eucharistiefeier zählt neben der Taufe zu den ältesten liturgischen Vollzügen des Christentums und kann bis in die neutestamentliche Zeit zurückverfolgt werden. Schon der früheste Beleg im 1. Korintherbrief setzt die Praxis des Herrenmahls voraus und beruft sich auf eine vorgegebene Tradition. Ab dem 4. Jahrhundert wird die zuvor vorherrschende Pluralität der eucharistischen Feierformen im Rahmen der großkirchlichen Standardisierung zugunsten einer ökumeneweit einheitlichen Gattung, dem Hochgebet, aufgegeben. In diesen Prozeß gehen viele Vorstufen aus vorkonstantinischer Zeit ein, andere Feiergestalten werden hingegen abgestoßen. Durch die jüngeren Entwicklungen in der Forschung wurde bereits anhand bestimmter Textcorpora die lange Zeit gültige Theorie vom unilinearen Wachstum der Feiergestalt revidiert; Predrag Bukovec unternimmt in Weiterführung dieser Erkenntnisse den Versuch einer frühchristlichen Eucharistiegeschichte. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf den aktuellen Paradigmenwechsel, der die Pluralität der Feierformen im Kontext der Oralität akzentuiert. Zudem zieht er sämtliche relevante eucharistische und eucharistietheologische Passagen im Neuen Testament, in den Apostolischen Vätern, antiken Kirchenordnungen, Kirchenschriftstellern, Apostelakten u. a. heran. Darüber hinaus werden die Zeugnisse der sog. Gnosis erstmalig als gleichwertige christliche Quellen für die Liturgiegeschichte stark gemacht: Sie können die Basis des bisher bekannten Materials entscheidend vergrößern und wichtige Einblicke in die Vielfalt frühchristlicher Liturgie geben.
£184.31
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Richter und seine Ankläger: Eine
Book SynopsisDas Johannesevangelium ist durch die häufige Erwähnung von Zeugen, Anklagen, verhörartigen Befragungen und anderen Bestandteilen eines Gerichtsprozesses stark von forensischen Termini und Motiven des Rechtsstreites geprägt. Doch weshalb fehlt gerade in diesem Evangelium ein formeller Prozess vor dem jüdischen Synedrium? Durch eine detaillierte narrative Untersuchung zeigt Benjamin Lange, dass bereits die erste Hälfte des Evangeliums einen metaphorischen Prozess entfaltet. Dieser enthält nicht nur alle Bestandteile eines Gerichtsprozesses, sondern findet auch auf einer doppelten Ebene statt, bei der einerseits Jesus, andererseits die Welt vor Gericht stehen. Die damit verbundenen konfliktären Rollenbelegungen spitzen sich auf das Paradoxon des angeklagten Richters zu und sind fest in der christologischen Zielsetzung des Evangeliums verankert, indem sie den Lesenden zum Glauben an Jesus als Christus und Sohn Gottes führen.
£128.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Scheidungslogion Q 16,18 und frühjüdische
Book SynopsisIm Kontext der Untersuchungen zur Logienquelle (Q) verortet sich Lothar Junkers Studie in den Forschungszusammenhang des parting of the ways. Die Frage, inwieweit Q noch im frühjüdischen Denken verwurzelt ist, gilt dabei als zentrale quaestio disputata moderner Q-Forschung. Diese Studie geht davon aus, dass Q eine judenchristliche Jesuserinnerung repräsentiert. Als solche ist sie ein Bindeglied zwischen der frühen palästinischen Jesusüberlieferung und der späteren Evangelientradition und besitzt damit einen wichtigen christentumsgeschichtlichen Quellenwert. Der Nachweis, dass sich das Scheidungslogion Q 16,18 in diesem Kontext interpretieren lässt, könnte ein wichtiges Indiz dafür sein, dass noch die Bewegung hinter Q die Ritual- und Reinheitsgebote beachtet hat.
£106.96
JCB Mohr (Paul Siebeck) Personale Identität in der Theologie des Paulus
Book SynopsisDie Frage nach Identität ist eine Grundfrage moderner Anthropologie. Friederike Portenhauser entwirft eine systematische Konzeption personaler Identität in philosophischer, psychologischer und soziologischer Perspektive. Die daraus gewonnenen Kategorien strukturieren eine umfassende exegetische Relektüre zentraler paulinischer Texte. Die Identitätsvorstellung des Paulus erweist sich dabei im Vergleich mit klassischen substanz- oder subjektontologischen Varianten als überaus modern in ihrer relationalen Verfasstheit. Ihre Integrationskraft vermag es, scheinbar gegensätzliche Momente zu vereinen: Abgrenzung und Transzendierung, Individualismus und Kollektivismus, Einheit und Vielfalt. Als Grundzug des paulinischen Identitätskonzepts zeigt sich die externe Konstitution durch Gott im Christusgeschehen. Weder die Leiblichkeit noch die Kontinuität der eigenen Lebensgeschichte verbürgen Identität, sondern einzig und allein die Beziehung des Schöpfers zu seinem Geschöpf.
£169.50
JCB Mohr (Paul Siebeck) Textwelt und Theologie des Johannesevangeliums:
Book SynopsisDie Auslegung und das Verständnis des Johannesevangeliums haben in den letzten drei Jahrzehnten einen erheblichen Wandel durchlaufen. Das vierte Evangelium im Kanon des Neuen Testaments hat entsprechend die Aufmerksamkeit der Forschung weltweit in seinen Bann gezogen. Ein Beispiel hierfür ist die Anwendung und erhebliche Verfeinerung der narrativen Johannesexegese.Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Beiträge des Autors, die sich an dieser Neujustierung und Neuinterpretation des Johannesevangeliums beteiligen. Methodische, literarische und theologische Schlüsselthemen des Johannesevangeliums werden in achtzehn Beiträgen reflektiert und exegetisch neu erschlossen. Dem Band ist ein umfangreiches neuverfasstes Kompendium vorangestellt, das die aktuelle Johannesforschung und diejenigen Forschungsansätze mit dem aussichtsreichsten Potential für die weitere wissenschaftliche Arbeit vorstellt, diskutiert und vorantreibt.
£189.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Galiläa der Heiden: Untersuchungen zur
Book SynopsisDer Ausdruck "Galiläa der Heiden" (Mt 4,15 bzw. Jes 8,23) wurde lange als zutreffende Beschreibung der religiösen Situation Galiläas zur Zeit des Neuen Testaments angesehen. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind weitreichend, besonders dann, wenn ein deutlicher Gegensatz zwischen Judäa und Galiläa angenommen wird. Michael Schröder unterzieht die Quellen einer eingehenden Untersuchung und zeigt, dass eine Heranziehung archäologischer Ergebnisse ein anderes Bild zeigt. Von einem heidnischen Galiläa kann nicht gesprochen werden.Wenn Matthäus vor allem in seinen ersten und letzten Kapiteln viele geographische Angaben macht und Galiläa dabei besonders herausstellt, so verfolgt er damit eine theologische Absicht. Er will aufzeigen, dass Jesus als der versprochene Sohn Davids zunächst dort das ganze Gottesvolk wieder sammelt. Am Ende wird dann Galiläa zum Hoffnungszeichen für die Völker, wenn auch sie in Christus am Heil teilhaben können.
£145.57
JCB Mohr (Paul Siebeck) Christologie zwischen Judentum und Christentum:
Book SynopsisSiebzig Jahre jüdisch-christlicher Dialog hat erstaunlich wenig Widerhall in der systematischen Theologie hinterlassen. Dieser Befund war 2019 Ausgangspunkt einer Tagung in Wien, in der Exegeten und Systematiker aus der römisch-katholischen, evangelischen und jüdischen Theologie erstmals in dieser Intensität der Frage nachgingen: wie kann christlich glaubwürdig von Jesus Christus gesprochen werden, ohne das Judentum herabzuwürdigen oder zu vereinnahmen? Der Band bietet auf der Basis moderner Erkenntnisse der Exegese eine Vielzahl von Christologieansätzen, die Jesus als Juden ernst nehmen und das Judentum auf Augenhöhe begreifen wollen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Basileia bei Origenes: Historisch-semantische
Book SynopsisAngelica Dinger beschäftigt sich mit der Frage, wie und mit welchem Ergebnis Origenes mit den biblischen Schriften umgeht - und welche Auswirkung das auf die Konstruktion von christlicher Identität hat. Am Beispiel des Βασιλεία-Begriffs analysiert sie, wie Origenes den Bibeltext im Matthäuskommentar deutet, welche Einflüsse sich auf seine Deutung rekonstruieren lassen und was diese Rekonstruktionen über die Vielfalt kultureller Identitätsmarker in der Kaiserzeit aussagen. Den Βασιλεία-Begriff deutet Origenes mehrdimensional. In ihm verdichten sich origenistische Gedanken zur Christologie, zur Erkenntnistheorie, zur Sünden- und Tugendlehre sowie zur Eschatologie. So bietet diese Studie auch einen Zugang zum theologischen System des großen Denkers aus Alexandria insgesamt.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Gott der Lebendigen: Eine biblische
Book SynopsisDie Bibel bezeugt den Schöpfer als den, der nicht bei sich sein will ohne sein Geschöpf und deshalb dieses in Anteilnahme und Selbsthingabe aus tödlicher Verblendung und Schuldverstrickung zu einem Leben in Gemeinschaft mit sich und dem Nächsten befreit. Unter intensiver Berücksichtigung der Religionsgeschichte werden Altes und Neues Testament darauf abgehört, welches Grund-Wissen über Gott als "den uns Liebenden" vermittelt wird. Im Dialog des Alt- und Neutestamentlers ist so eine biblische Theologie entstanden, welche die theologischen Topoi in ihrem geschichtlichen Werdegang nachzeichnet und zugleich nach sachlichem Gewicht sowie logischem Zusammenhang ordnet.
£72.34
JCB Mohr (Paul Siebeck) Briefwechsel 1928-1976: Mit einem Anhang anderer
Book SynopsisHans Jonas wurde 1903 in Mönchengladbach als Sohn eines Textilfabrikanten geboren. Er studierte in Freiburg bei Edmund Husserl und Martin Heidegger, in Berlin bei Eduard Spranger, Ernst Troeltsch und Eduard Meyer und in Marburg bei Heidegger und Rudolf Bultmann. 1928 wurde er dort mit der Arbeit "Der Begriff der Gnosis" promoviert.1933 wanderte er zunächst nach London aus, ein Jahr später nach Jerusalem. Im gleichen Jahr erschien "Gnosis und spätantiker Geist. Erster Teil: Die mythologische Gnosis" dank des Engagements des protestantischen Theologen Rudolf Bultmann.Das Denken von Hans Jonas ist ohne die besonderen intellektuellen und biographischen Prägungen im Marburg der 1920er Jahre nicht zu verstehen. Neben Martin Heidegger ist hier vor allem Rudolf Bultmann zu nennen. Für das persönliche und intellektuelle Verhältnis zwischen Jonas und Bultmann ist ihr Briefwechsel eine entscheidende Quelle. Er erstreckt sich mit Unterbrechungen über fast ein halbes Jahrhundert, von 1928 bis 1976, und ist ein überaus eindrückliches Dokument einer Gelehrtenfreundschaft und Zeugnis eines bedeutsamen philosophisch-theologischen Dialogs zugleich: über Fragen der Gnosis, über Mythos und "Entmythologisierung" und - nicht zuletzt - auch über Heidegger und die Theologie.Die Edition der Korrespondenz wird in einem Anhang von weiteren Dokumenten flankiert, darunter u.a. die erstmals publizierten Gutachten von Martin Heidegger und Rudolf Bultmann zu Jonas' Dissertation über den Begriff der Gnosis 1928.
£90.19
JCB Mohr (Paul Siebeck) Antike und Urchristentum: Studien zur
Book SynopsisSamuel Vollenweider bettet die urchristliche Literatur und ihre Theologien konsequent in ihre antike Umgebung ein. Die hier behandelte Landkarte umfasst theologische Zentralthemen wie die Auferstehung Jesu und der Toten, den christologischen Monotheismus, Christi Mittlerschaft, die Anthropologie und das Weltverständnis des Neuen Testamens. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Theologie des Paulus, zumal dem Philipperbrief, sowie dem Stellenwert der antiken Philosophie im frühen Christentum. Weitere Arbeiten kreisen um die exegetische Relevanz von Kulturwissenschaften und Religionspsychologie wie um die Rezeptionen biblischer Texte (Paulusbriefe, Johannesprolog) in der Spätantike (unter anderem im "Physiologus") und in der Reformationszeit.Der Band enthält Arbeiten des Autors, die zwischen 2002 und 2019 entstanden sind. Sein Titel nimmt Bezug auf einen gleichnamigen programmatischen Aufsatzband von Günther Bornkamm, der vor rund 60 Jahren publiziert wurde.
£213.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Isaiah's Servant in Paul: The Hermeneutics and
Book SynopsisSeveral early Christians identify Isaiah's Servant of the Lord as Jesus; yet Paul appears to connect the Servant with himself. In this study, Daniel Cole examines the hermeneutical warrants and ethical implications of Paul's use of texts within Isa. 49-54, arguing that this section constitutes a coherent prophetic narrative in which God saves a new people from sin by the Servant's death and subsequent work in his followers, the servants. While several Second Temple works interpret elements of this prophecy with differing conceptions of history, Paul sees Isaiah's Servant fulfilled in Jesus' death and subsequent spiritual union with the apostle. The author thus demonstrates that the coherent salvation history of the Servant prophecy provides both the interpretive framework for Paul's reading of Isaiah and the relational definitions for the imperatives that Paul places on himself and others.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der eine Gott, der durch alle ist: Epheser 4,6 im
Book SynopsisIn dieser Studie untersucht Mark Grundeken die Herkunft und den Sinn der eigenartigen Aussage in Epheser 4,6, dass Gott "alle(s) durchwaltet". Dabei analysiert er den Text im terminologischen und konzeptuellen Vergleich zu den pythagoreischen Goldenen Versen, den Werken des Mittelplatonikers Plutarch, Pseudo-Aristoteles' Über die Welt, dem Zeushymnus des Stoikers Kleanthes und den Schriften des hellenistisch-jüdischen Denkers Philon von Alexandrien. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Verfasser allgemein-philosophisches Bildungsgut aufruft, dies aber auf eigene Weise ekklesiologisch auf Gottes Durchwalten der Mitglieder der Kirche bezieht. Dies kann als Indiz dafür gewertet werden, dass die Schrift in einem Milieu zu situieren ist, in dem philosophische Begrifflichkeiten und Konzepte wahrgenommen, verstanden und verarbeitet wurden.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der erste Brief des Petrus
Book SynopsisGerald Wagner und François Vouga bieten eine philologische, literaturwissenschaftliche, historisch-kritische und theologische Auslegung des 1. Petrusbriefes. Den Kommentar kennzeichnet ein besonderes Interesse an der systematisch klaren und im neutestamentlichen Kanon einzigartigen Erwählungstheologie, am rhetorischen Aufbau des Gedankengangs und an der sozialen und politischen Relevanz der dem Brief immanenten Argumentation. Deutlich wird dabei: Der Brief entwickelt eine durchdachte Offenbarungstheologie der Geschichte, die die hohe Verantwortung von Ehefrauen, Ehemännern, Sklaven und Staatsbürgern begründet, im Alltag verändernd auf Mitmenschen und Gesellschaft einzuwirken - gegründet im Vertrauen auf Gott, der Ausgegrenzte erwählt, und nach dem Vorbild des gewaltlosen Jesus. Die Adressaten unterstützen sich gegenseitig als Geschwisterschaft des Hauses Gottes: Sie teilen Konflikte und Sorgen und lernen voneinander für diese Verantwortung. Detaillierte Exegesen, die sich mit den einzelnen Fragen des Textes befassen und mit der neueren, internationalen Auslegungsgeschichte auseinandersetzen, führen zu folgender Hypothese: Der erste Petrusbrief entwickelt eine christologisch begründete reflektierte Strategie des Gewaltverzichts, mit welcher die Christinnen und Christen, die in ihrem Glauben eine Orientierung und einen Sinn ihrer Existenz gefunden haben, von ihrer Hoffnung in ihren Häusern und in der hellenistischen Gesellschaft Rechenschaft ablegen.Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) The New Day of Atonement: A Matthean Typology
Book SynopsisIn this work, Hans M. Moscicke investigates the influence of the Day of Atonement on Matthew's passion narrative. The author argues that the First Evangelist crafts a sustained Yom Kippur typology in the twenty-seventh chapter of his Gospel and then remodels the Barabbas episode (Matt 27:15-26) as a Yom Kippur lottery between two "goats". Pilate acts as high priest, designating Jesus as the immolated goat and Barabbas, along with the crowd, as a sin-bearing scapegoat. Matthew also casts Jesus as a scapegoat in the Roman-abuse scene (Matt 27:27-31), in which he depicts Jesus as physically receiving the sins of the world upon himself. Finally, the author suggests that Matthew, in his death-resurrection narrative (Matt 27:50-54), conceives Jesus as offering his life-force to God as the sacrificial goat for YHWH and descending to the realm of the dead as the goat for Azazel.
£112.45
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Korpus der johanneischen Schriften:
Book SynopsisDie in diesem Band versammelten Studien Hans-Josef Klaucks zum johanneischen Schrifttum im weiteren Sinn beginnen mit einem Originalbeitrag, der den Abschnitt "Von Kana nach Kana" in Joh 2-4 als erste Missionsreise Jesu interpretiert, metaphorisch gestaltet als Hochzeitsreise, mit der Gründung der Familie Gottes als Ziel. Überlegungen des Autors zur eschatologischen Bildersprache und zu alttestamentlichen Zitaten schließen sich an. Die antike Rhetorik und das Thema "Liebe" kommen bei den Johannesbriefen zum Zug, die kleinasiatische Archäologie und Dion von Prusa bei der Johannesoffenbarung. Die Johannesakten sind vertreten durch ihre bunten Wundergeschichten und die ihnen eigentümliche Vielgestaltigkeit der Erlöserfigur. Bei einigen Varia, die sich nahtlos einfügen, setzt Hans-Josef Klauck Schwerpunkte bei Methodenfragen des religionsgeschichtlichen Vergleichs, dem Evangelium als Begriff und Gattung und der Bibel als mitwanderndem Anfang von Theologie und Kirche.
£179.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Epicureanism and the Gospel of John: A Study of
Book SynopsisThe Gospel of John and Epicureanism share vocabulary and reject the conventions of Graeco-Roman theology. Would it then have been easy for an Epicurean to become a Christian or vice-versa? Fergus J. King suggests that such claims become unlikely when detailed analyses of the two traditions are set out and compared. The first step in his examination looks at evidence for potential engagement between the two traditions historically and geographically. Both traditions address concerns about the good life, death, and the divine. However, this correspondence soon unravels as their worldviews are far from identical. Shared terms (like Saviour), their respective rituals, and teaching about community life reveal substantial differences in ethos and behaviour.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der erste Brief des Petrus
Book SynopsisGerald Wagner und François Vouga bieten eine philologische, literaturwissenschaftliche, historisch-kritische und theologische Auslegung des 1. Petrusbriefes. Den Kommentar kennzeichnet ein besonderes Interesse an der systematisch klaren und im neutestamentlichen Kanon einzigartigen Erwählungstheologie, am rhetorischen Aufbau des Gedankengangs und an der sozialen und politischen Relevanz der dem Brief immanenten Argumentation. Deutlich wird dabei: Der Brief entwickelt eine durchdachte Offenbarungstheologie der Geschichte, die die hohe Verantwortung von Ehefrauen, Ehemännern, Sklaven und Staatsbürgern begründet, im Alltag verändernd auf Mitmenschen und Gesellschaft einzuwirken - gegründet im Vertrauen auf Gott, der Ausgegrenzte erwählt, und nach dem Vorbild des gewaltlosen Jesus. Die Adressaten unterstützen sich gegenseitig als Geschwisterschaft des Hauses Gottes: Sie teilen Konflikte und Sorgen und lernen voneinander für diese Verantwortung. Detaillierte Exegesen, die sich mit den einzelnen Fragen des Textes befassen und mit der neueren, internationalen Auslegungsgeschichte auseinandersetzen, führen zu folgender Hypothese: Der erste Petrusbrief entwickelt eine christologisch begründete reflektierte Strategie des Gewaltverzichts, mit welcher die Christinnen und Christen, die in ihrem Glauben eine Orientierung und einen Sinn ihrer Existenz gefunden haben, von ihrer Hoffnung in ihren Häusern und in der hellenistischen Gesellschaft Rechenschaft ablegen.Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb.
£61.42
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das glaubende Gottesvolk: Der Hebräerbrief in
Book SynopsisHäufig wird dem Hebräerbrief in wissenschaftlichen sowie kirchlichen Verlautbarungen ein negatives Verhältnis zum Judentum bescheinigt oder es wird ihm vorgeworfen, eine „judenfeindliche“ Wirkungsgeschichte durch seine Theologie begünstigt zu haben. Doch anders als häufig kritisiert, wird die alttestamentliche Tradition sowie die Bedeutung Israels im Hebräerbrief gerade nicht marginalisiert. Vielmehr zeigt Andreas-Christian Heidel exegetisch auf, dass sich durch eine israeltheologische Relektüre des theologischen Gesamtzeugnisses des Hebräerbriefs, ausgehend von Hebr 11,39–40, ein ekklesiologischer Heilsplan Gottes in Sachanalogie zu Röm 9–11 formulieren lässt. Dessen Ziel ist die eschatologische Vereinigung des einen glaubenden Gottesvolkes, welches sich durch alle Zeiten, Orte und menschliche Identitäten als ecclesia invisibilis hindurchzieht. Diese Einheit wird durch das Bekenntnis zu Jesus als Christus nicht infrage gestellt, sondern vielmehr darin verbürgt.
£113.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in Geschichte, Erzählung und Idee:
Book SynopsisEckart David Schmidt untersucht die Jesusforschung von ca. 1770 bis 1840 unter den Einflüssen der zeitgenössischen Geschichtstheorie, Romantheorie und Philosophie. Dafür nimmt er drei der für diese Zeit maßgeblichen Kulturfaktoren in den Blick: die Aufklärung, die Romantik und den Idealismus. Zahlreiche Facetten der Jesusforschung dieser Epochen können so neu und vertieft verstanden werden: So stand z.B. hinter dem Prominentwerden der Frage nach dem "historischen Jesus" im späten 18. Jh. die fast gleichzeitige Entwicklung eines neuen, aufgeklärten Geschichtsbegriffs. Die Fortschritte der neutestamentlichen Text- und Quellenkritik führten erst einmal zu Jesusromanen, die wiederum die veränderte bürgerliche Lesekultur der Jahrhundertwende voraussetzten. Und die Spruchsammlung Q aus den 1830er Jahren sollte helfen, Jesus als spätidealistische Modellfigur des freien Menschengeistes zu verstehen.
£158.64
JCB Mohr (Paul Siebeck) Autorschaft in der Johannesoffenbarung: Eine
Book SynopsisClarissa Breu liefert mit der vorliegenden Studie einen Diskussionsbeitrag über die Kategorie des Autors in der neutestamentlichen Wissenschaft, indem sie Anwendungsmöglichkeiten postmoderner Autorschaftstheorien im Neuen Testament erforscht, vorwiegend in der Johannesoffenbarung. Die Autorin sucht nach Momenten der abwesenden Anwesenheit des Autors, in denen er scheinbar für die Interpretation greifbar wird, und die zeigen, inwiefern gerade dort seine Spur verwischt. Die Sprache, der Autorname und die Funktionen Sklave, Zeuge und Prophet werden einer Lektüre unter dem Blickwinkel der Theorien von Michel Foucault und Jacques Derrida unterzogen. Auch ein Ausblick auf weitere Anwendungsmöglichkeiten postmoderner Autorschaftstheorien auf neutestamentliche Texte leistet eine enge Verknüpfung von Theorie und Textarbeit sowie eine Brücke von der (allgemeinen) Theorie hin zum (konkreten) Einzeltext.
£134.04
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gottesbild und Barmherzigkeit: Lukanische Ethik
Book SynopsisDas ethische Denken des Evangelisten Lukas ist stark durch dessen Gottesbild geprägt, wobei die Barmherzigkeit als eine der zentralen Charakteristika Gottes zum Vorschein tritt. Eine dergestalt vom Motiv der Barmherzigkeit durchdrungene Ethik stellt im Miteinander und im Gegenüber zu anderen antik-hellenistischen Ethikkonzeptionen ein Novum dar. Dabei argumentiert Lukas nicht frei von den Denkstrukturen seiner Umwelt, sondern ist vielmehr selbst ein Teil der hellenistischen Kultur. Simon Wandel erläutert, wie sich im Vergleich mit frühjüdischen und hellenistisch-römischen Texten einerseits das Eingebettet-Sein des Evangelisten in die ethischen Denkmuster seiner Zeit zeigt und andererseits, wo die lukanische Ethik der Barmherzigkeit ihre provokative Kraft entfaltet.
£128.62
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Glück im antiken Judentum und im Neuen
Book SynopsisWas ist "Glück" für die Autoren des Neuen Testaments und für ihre jüdischen Zeitgenossen innerhalb und außerhalb Palästinas? Dieser wichtigen, aber dennoch selten gestellten Frage geht Daniel Maier mittels der Analyse verschiedener Glückstraditionen auf den Grund. Dabei untersucht er in einem ersten Schritt sowohl unterschiedliche Darstellungen der jüdischen Geschichte (z. B. Jubiläenbuch, Flavius Josephus) als auch philosophische Überlegungen (z. B. Philo von Alexandria) aus der Zeit des Zweiten Tempels auf deren Konzepte eines guten Lebens. Auf diesem Fundament aufbauend gelingt es dem Autor, verschiedene Formen des Glücks in den neutestamentlichen Texten zu identifizieren und diese in ihre jüdisch-literarische Umwelt einzuordnen. Durch diesen Kontext ergibt sich ein neuartiges Verständnis von dem, was das "Glück" für die neutestamentlichen Autoren und die frühen Christen war.Diese Arbeit wurde mit dem Manfred-Görg-Juniorpreis 2021 ausgezeichnet.
£131.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Im Gespräch mit C. F. Georg Heinrici: Beiträge
Book SynopsisC. F. Georg Heinrici, gestorben 1915 in Leipzig, war ein hervorragender Vertreter einer Theologie, die sich den Herausforderungen der Religionsgeschichtlichen Schule stellte, dabei aber eigene und divergierende Wege ging, so etwa in der Konzeption eines "Neuen Wettstein". Als Wegbereiter einer Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen Hellenismus und Christentum war er nicht zuletzt der eigentliche Initiator einer Untersuchung des antiken Vereinswesens in seiner Bedeutung für die Struktur antiker christlicher Gemeinden. Die Beiträge dieses Bandes würdigen die Facetten von Heinricis Werk, setzen seine Fragestellungen aber auch an vielen Beispielen angesichts der gegenwärtigen Forschung im Spannungsfeld zwischen Theologie und Religionswissenschaft fort.
£128.59
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Niedrigkeit Jesu und seiner Jüngerschaft:
Book SynopsisBlickt man auf die Forschungsbeiträge zur Ethik des Matthäusevangeliums in den letzten Jahrzehnten, stellt man fest, dass die Bedeutung der Tora und die Frage der Toraobservanz für die Darstellung und das Verständnis der matthäischen Ethik eine zentrale Rolle einnimmt. Doch findet zugleich eine Restriktion statt, wenn der matthäische Jesus lediglich als vollmächtiger Toralehrer betrachtet wird. Dies gilt insbesondere für den Erzählabschnitt Mt 16,21-20,34, in dem Jesus sich auf dem Weg nach Jerusalem befindet und seine Jünger auf die Zeit nach seinem Tod vorbereitet.Basierend auf der grundlegenden Annahme, dass es sich bei der Entstehung frühchristlicher Ethik um ein komplexes Interaktionsgeschehen handelt, fragt Tina Jabbarian in ihrer Studie nach sichtbarwerdenden christologisch-mimetischen Bezügen, dem Verhältnis der ethischen Unterweisung in Mt 16,21-20,34 zur vorangehenden Unterweisung, nach der Transformation und Rezeption ethischer Traditionen sowie der sozialgeschichtlichen Verortung ethischer Überzeugungen und Grundhaltungen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Perspektiven zur Präexistenz im Frühjudentum und
Book SynopsisDie Rede von der Präexistenz Christi wurde lange als problematisches Mythologumenon wahrgenommen und in der Bibelwissenschaft eher vernachlässigt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes wollen zu einer neuen Wahrnehmung der Vielfalt der sprachlichen Formen, der Bedeutungshorizonte und Intentionen der relevanten Texte anleiten. Dabei wird das Phänomen dezidiert über den neutestamentlichen Kanon hinaus untersucht. Der Reigen der Texte reicht von frühjüdischen Texten über die Weisheit und den Messias, über Paulus, den Hebräer- und den Judasbrief, das Johannesevangelium und die Apokalypse bis hin zu griechischer Mythologie, zu gnostischen Texten und zur antiken Logostheologie. Systematisch-theologische Überlegungen zu Zeitlichkeit und Kosmologie runden den Band ab.
£237.08
JCB Mohr (Paul Siebeck) Szenen, Inszenierungen und Bühnen in der
Book SynopsisDie Apostelgeschichte ist die große Erzählung über den Anfang des Christentums. Sie erzählt von dessen Ausbreitung im Mittelmeerraum bis in die Metropole Rom. Die Hauptfiguren dieser Erzählung durchschreiten verschiedene Räume: das religiöse Jerusalem, das römische Philippi, ein mit Philosophen bevölkertes Athen und sogar einen Wintersturm auf dem Mittelmeer. Jan David Basczok nimmt diese Räume als Bühnen in den Blick, auf denen jeweils sehr unterschiedliche Inszenierungen geboten werden. Mit deren Hilfe führt der Lukas genannte Autor die Entstehung des Christentums seinen Lesern bildlich vor Augen. Die intensive Analyse der unterschiedlichen Inszenierungen ermöglicht es, die Gründe für die Abfassung des Textes und seine Wirkung auf zeitgenössische Leser in neuer Weise zu deuten. Der Autor zeigt damit, wie zentral die literaturwissenschaftliche Perspektive auf biblische Texte für die neutestamentliche Forschung ist.
£100.83
JCB Mohr (Paul Siebeck) John 14:6 in Light of Jewish-Christian Dialogue:
Book SynopsisIn John 14:6, the Johannine Jesus claims to be the way, the truth and the life, and the sole access point to the Father. This verse is often viewed as a stumbling block for the interreligious dialogues and the Jewish-Christian dialogue in particular. By presenting a detailed exegesis and a future-oriented hermeneutics of this metaphorical expression in the Fourth Gospel, Laura Tack opens new avenues of interpretation. She shows that truth, for John, is not relativistic but relational, because truth exists from the moment it is shared. Sharing truth is the dialogical process of revelation and the way that leads to life.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Briefliches Zitieren bei Paulus und Cicero: Eine
Book SynopsisAuf den ersten Blick verbindet die beiden antiken Briefautoren Cicero und Paulus wenig. Während Cicero als Redner politische Karriere in Rom macht, wirkt Paulus in Kleinasien als Apostel der Christusbotschaft. Was aber beide verbindet, ist, dass sie rege zitieren: Cicero aus griechischen und römischen Dichtern, Paulus wiederum aus den Schriften Israels. Die Auswahl der zitierten Schriften zeigt, dass die situativen Hintergründe der Autoren und ihrer Adressaten Einfluss auf den Zitateinsatz haben. Im vorliegenden Band untersucht Christina Bünger daher anhand der Korintherbriefe des Paulus und der Briefsammlungen Ciceros, inwiefern der Zitateinsatz in Briefen durch die Ausgangssituation von Autor und Leserschaft bestimmt wird. Dazu nimmt sie erstens die Zitiertechnik, zweitens die argumentative Funktion der Zitate in den Briefen und drittens den Bildungshintergrund von Autor und Leserschaft in den Blick. Neben Unterschieden zwischen Paulus und Cicero treten dabei auch Gemeinsamkeiten hervor.
£80.48
JCB Mohr (Paul Siebeck) Metaphernkombinationen in der neutestamentlichen
Book SynopsisDas Neue Testament spricht auf vielfältige Weise vom Tod Jesu, sowohl als schockierende Hinrichtung als auch als zentrales Heilsereignis. Die neutestamentlichen Autorinnen und Autoren gebrauchten in einem nicht unerheblichen Maße Metaphern, um das, was sich im Tod Jesu ereignete, auszudrücken. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sich hierbei nicht auf einzelne Metaphern beschränkten, sondern vielmehr unterschiedliche Bilder und Konzepte miteinander in Verbindung und Interaktion brachten. Ausgehend von einer ausführlichen metapherntheoretischen Basis und dem kulturwissenschaftlich bedeutsamen Begriff der Hybridität erarbeitet Sophia Niepert-Rumel ein differenziertes Konzept von Metaphernkombinationen. Dies bezieht sie im Anschluss auf die Rede vom Tod Jesu im Neuen Testament, wobei sie zugleich nach der jeweiligen Wirkung und theologischen Aussagekraft der einzelnen Kombinationen fragt.
£174.42
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Adammythos bei Paulus und im hellenistischen
Book SynopsisRöm 7,7-25 ist das Kernstück eines umfangreichen Adam-Sünde-Tod-Komplexes in den Protopaulinen. Es hat eine reichhaltige Auslegungstradition hervorgebracht, die Jan Dochhorn in diesem Band in Grundzügen nachzeichnet. Als Hintergrund des Textes identifiziert er die Apokalypse des Mose (Apc Mos). Damit ergibt sich die Möglichkeit, die Apc Mos genauer zu datieren und die Entstehungsgeschichte des jüdischen Adammythos zu beschreiben. Ferner lassen sich die Apc Mos und mehrere mit ihr verwandten Werke dem Milieu von Diasporarückwanderern in Jerusalem zuordnen, dem Paulus angehörte und von dem das frühe Christentum wesentliche Anregungen empfing. Theologisch ergeben sich mit dieser Arbeit Konsequenzen vor allem für die Anthropologie, Hamartiologie und Nomologie des Paulus, die systematisch dargestellt werden und mit denen sich für die Dogmatik, die kirchliche Verkündigung und das Gespräch zwischen den Konfessionen neue Impulse ergeben sollen.
£194.00