New Testaments Books
JCB Mohr (Paul Siebeck) Heil und Geschichte: Die Geschichtsbezogenheit
Book SynopsisDer Band vereint Beiträge eines Symposiums, das im Frühjahr 2007 zu Ehren von Martin Hengel stattfand. Die über 30 Beiträge reflektieren die Frage der "Heilsgeschichte" in ihren exegetischen und theologischen Bezügen. Der Kreis der Beiträge reicht vom Alten Testament über Josephus, Philo, Qumran und die Rabbinica, die wesentlichen neutestamentlichen Autoren und Schriftenkreise, griechische und römische Autoren, die Gnosis und Irenäus, Augustinus und Luther bis hin zur neuzeitlichen Interpretation bei Kant und Hamann, von Hofmann, Bultmann, Löwith, Rosenstock Huessy und Pannenberg. Der Band regt somit zu einer erneuten theologischen Reflexion über das Problem der fundamentalen Geschichtsbezogenheit des Heils und die Möglichkeit einer theologischen Rede von der "Heilsgeschichte" an.
£223.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Kolosserbrief im Kontext des paulinischen
Book SynopsisDer Kolosserbrief als ältestes paulinisches Pseudepigraphon ist ein biblisches Textzeugnis, das ganz wesenhaft intertextuell strukturiert ist. Zum einen bildet der Rückgriff auf Inhalte, Sprachlichkeit und Motivik der Protopaulinen die Voraussetzung für die Verfasserfiktion des Schreibens und damit für seine Rezeption als authentischer Bestandteil der Paulusüberlieferung. Zum anderen wird jene Paulusüberlieferung zugleich auch einer Re-Interpretation unterworfen: Dadurch, dass der Autor des Briefes in der Form fiktiver Selbstreferenz auf die authentischen Paulusbriefe zurückgreift, präsentiert sich der Kolosserbrief als Selbstauslegung Pauli, als Interpretationsanweisung zum Verständnis des paulinischen Erbes.Nicole Frank untersucht die dabei wirksamen intertextuellen Strategien und Mechanismen in ihrer text- und referenztextorientierten Funktion, d.h. unter der doppelten Fragestellung, mit welchen literarischen Mitteln sich der Kolosserbrief als paulinisch präsentiert und welches Verständnis paulinischer Theologie durch diese fiktive Selbstreferenz Pauli nahegelegt werden soll.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in apokryphen Evangelienüberlieferungen:
Book SynopsisDie apokryphen Jesusüberlieferungen bilden einen Bereich vielfältiger Deutungen des Wirkens Jesu, die oft in nur wenig bekannten Sprachen und schwer zugänglichen Manuskripten erhalten sind. Der hier vorliegende Band stellt eine umfassende Bestandsaufnahme maßgeblicher Texte dieses Überlieferungsbereichs aus der Perspektive ausgewiesener Kenner dieser Texte dar.Er versammelt eine Vielzahl von Studien zu außerneutestamentlichen Jesusüberlieferungen aus diversen Sprach- und Kulturtraditionen. Dabei kommen häufig diskutierte apokryphe Texte, wie etwa das Thomas-, das Petrus- oder das Mariaevangelium in den Blick, es werden aber auch bislang weniger bekannte Überlieferungsbereiche wie der syrische, der äthiopische und der slawische berücksichtigt. Auf diese Weise entsteht ein faszinierendes Spektrum antiker und mittelalterlicher Rezeptionen der Lehre Jesu, die diese in verschiedener Weise fortschreiben und in neue Kontexte stellen.
£180.28
JCB Mohr (Paul Siebeck) Neues Testament und hellenistisch-jüdische
Book SynopsisDie Erforschung der lebensweltlichen Rahmenbedingungen der Entstehung neutestamentlicher Schriften erfährt in den letzten Jahren stärkere Beachtung. Die Beschäftigung mit den Zeugnissen der antiken Alltagskultur wirft aber methodische Fragen auf, die bisher in ihrer Tragweite kaum bedacht wurden. Das III. Internationale Symposium zum Corpus Judaeo-Hellenisticum Novi Testamenti hat sich dieser Thematik speziell unter dem Aspekt der jüdisch-hellenistischen Alltagskultur gewidmet. Dabei ging es erneut um "wechselseitige Wahrnehmungen", d.h. um die Frage, welchen Beitrag die Erforschung der hellenistisch-jüdischen Alltagskultur für das Verständnis des Neuen Testaments leisten kann und umgekehrt, welche Perspektiven sich aus neutestamentlicher Sicht für die Erforschung der jüdisch-hellenistischen Alltagskultur ergeben. Die Erträge des interdisziplinären Dialogs zwischen neutestamentlicher Forschung und Beiträgen aus den Bereichen Epigraphik, Numismatik, Archäologie, Papyrologie, Ikonographie, Geographie und Kulturgeschichte sind in diesem Band dokumentiert.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Geschichte des Gottesvolkes und christliche
Book SynopsisFür die Entstehung christlicher Identität bildet die Bibel aus Altem und Neuem Testament ein wichtiges Fundament. Das zeigt etwa die Rezeption einzelner Texte, wie z.B. auch die der Stephanusperikope Apg 6,1-8,3. Aus ihr wird zum einen die Verehrung der Gestalt des Stephanus als erster christlicher Märtyrer abgeleitet, zum anderen wird sie als Paradigma für die Überlegenheit des Christentums über das Judentum verstanden. Inwiefern sind diese Rezeptionsschwerpunkte vom Text der Stephanusepisode abgedeckt?Um dieser Frage nachzugehen, wird hier auf der Basis von Überlegungen zur Gesamtstruktur des biblischen Kanons im Dialog mit geschichtstheoretischen Ansätzen zur identitätsstiftenden Funktion von Geschichte der Text der Stephanusepisode in seinen biblischen Kontexten betrachtet. Dementsprechend wird die leitende Frage "Wie funktioniert der Text Apg 6,1-8,3 als Erzählung innerhalb der christlichen Bibel aus Altem und Neuem Testament?" gestellt und mit Teilfragen nach Darstellung und Funktion der Gestalt des Stephanus sowie nach dem durch den Text vermittelten Bild der Geschichte Israels verbunden.So erfolgt vor dem Hintergrund einer kanonisch-intertextuellen Exegese der Stephanusepisode eine Auseinandersetzung mit der durchaus ambivalenten Rezeption dieses Textes. Dabei werden außerdem Überlegungen über einen Zusammenhang von Reflexionen der Geschichte Israels, die in biblischen Texten enthalten sind, und christlicher Identität angestellt.
£134.23
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Corpus Iohanneum
Book SynopsisDas Corpus Iohanneum ist in den letzten Jahren zum Brennpunkt der Forschung geworden. Die alte Kirche sah im Evangelium den Kronzeugen ihres trinitarischen Bekenntnisses. Seine durchgängige Polemik gegen "die Juden" empfinden wir heute allerdings als problematisch. Beides - seine "hohe" Christologie, die in Jesus nicht nur den Messias Israels, sondern vielmehr den vom Himmel stammenden, präexistenten Sohn Gottes erkennt, und sein Ringen um die Identität der Gemeinde in Abgrenzung gegen ihre jüdische Herkunft - scheint indes untrennbar miteinander verquickt zu sein. Ist der christliche "Antijudaismus" also auch ein Erbe des johanneischen Jesus-Bildes, das ihn als Fremden in Israel zeichnet?In seinen Studien verortet Michael Theobald das Evangelium geschichtlich im Trennungsprozess von Kirche und Synagoge und zeigt, wie es die "hohe" Christologie der hinter ihm stehenden Gemeinden als kompatibel mit dem biblischen Monotheismus zu erweisen sucht. Dabei erklärt er das Buch gegen den gegenwärtigen Trend, es als genialen Wurf eines einzigen Autors zu deuten, als "Gemeindebuch", das die Spuren seiner Geschichte wie die seines ersten Gebrauchs nicht verheimlicht. Die Relecture, die es in den Gemeinden erfahren und die sich in Form von Nachträgen in ihm selbst niedergeschlagen hat, schließt es mit den drei Briefen zusammen, dessen erster so etwas wie ein "Kommentar" zum "Gemeindebuch" sein will.Im Einzelnen behandeln die Studien den Prolog (seine Auslegung in den letzten 20 Jahren), verschiedene Wortüberlieferungen, die narrative und theologische Konzeption des Evangeliums, Grundzüge seiner Redaktion sowie die Christologie des 1. Johannesbriefs. Hermeneutische Perspektiven samt einer Studie zur Johannesauslegung des Augustinus runden das Werk ab.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Freude im Lukasevangelium: Ein Beitrag zur
Book SynopsisDas Lukasevangelium verheißt eine "große Freude". Dieser Affekt wird zum Leitmotiv wie in keinem anderen frühchristlichen Zeugnis. Viele intratextuelle Bezüge zeigen, dass der Verfasser ein reflektiertes Konzept verfolgt. Anke Inselmann untersucht, wie das Verständnis der Freude im Verlauf der Erzählung entfaltet und definiert wird. Auf der Grundlage einer historisch-kritischen und literaturwissenschaftlichen Analyse werden antike Affektpsychologie und moderne Emotionstheorien in die Exegese einbezogen. So wird deutlich, dass das Lukasevangelium mit verschiedenen Modellen zur Affektkontrolle anleiten will. Der Verfasser zielt dabei auf eine Freude, die beständig, kognitiv kontrolliert und mit unmittelbaren Handlungskonsequenzen verbunden ist. Sie ist nicht dem philosophisch Weisen vorbehalten, sondern wird auch einfachen Menschen der christlichen Gemeinschaft zugeschrieben. Damit wirbt Lukas in seinem Umfeld für ein attraktives Christentum, das durch Freude charakterisiert ist.
£129.09
JCB Mohr (Paul Siebeck) Aposteldekret und antikes Vereinswesen:
Book SynopsisMit dem Aposteldekret präsentiert der Verfasser der Apostelgeschichte am Höhepunkt seiner Darstellung Bestimmungen zur Ordnung in der Gemeinde, deren historische und theologische Einordnung Rätsel aufgibt. Zu ihrer Lösung soll im vorliegenden Band ein Zusammenwirken über die Disziplinengrenzen beitragen. Die frühchristlichen Gemeinden, für die das Aposteldekret gedacht war, gehörten wie jüdische Synagogen zu dem weiten Bereich antiker Vereinigungen. Daher führt eine Verknüpfung der beiden Themenbereiche Aposteldekret und Vereinswesen, wie sie hier vorgenommen wird, zu neuen Einblicken und Erkenntnissen. Neben primär exegetischen Beiträgen und Untersuchungen zur Wirkungsgeschichte des Dekrets finden sich althistorische Einblicke in das antike Vereinswesen sowie Versuche, das Aposteldekret auf diesem Hintergrund deutlicher zu profilieren.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Narratologie und biblische Exegese: Eine
Book SynopsisZur Auslegung von biblischen Erzähltexten greift die Exegese zunehmend auf literaturwissenschaftliche Methoden zurück, insbesondere auf die Narratologie. Aufgrund der verschiedenen Ansätze und Terminologien ist die Forschungslage jedoch nur schwer zu überblicken.Sönke Finnern gibt daher eine systematische Einführung in den interdisziplinären Forschungsstand zur Narratologie und entwickelt eine umfassende, detaillierte Methode zur Analyse von Erzählungen. Umwelt (Setting), Handlung, Figuren, Perspektive und Rezeption einer Erzählung behandelt er durchgängig aus der Sicht der "kognitiven Wende". Der kognitive Ansatz ("Wie soll der Rezipient die Erzählung wahrnehmen?") ermöglicht dabei die Einbindung historisch-kritischer Methodenschritte. Die erarbeiteten Beschreibungskategorien werden am Beispiel von Matthäus 28 diskutiert. Die Studie mündet in einen Vorschlag zur Neuordnung der exegetischen - und allgemein textwissenschaftlichen - Methoden.
£145.57
JCB Mohr (Paul Siebeck) Welcher Thomas?: Studien zur Text- und
Book SynopsisDas Thomasevangelium erzählt nicht das Leben Jesu, sondern präsentiert sich als lose Sammlung von Worten aus seinem Munde. Die einzelnen Sprüche begegnen darin als isolierte Texte ohne den nötigen Kontext, an dem sich die Deutung einzelner Logien kontrollieren ließe. Um den Text dennoch zu entschlüsseln, wurden in neuerer Zeit verstärkt Ansätze für eine Kompositions- und Redaktionsgeschichte des Thomasevangeliums entwickelt. Dabei wurde jedoch vernachlässigt, dass wir von einer ganzen Reihe von Thomaslogien zwei Fassungen besitzen, die sich zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. Wilfried Eisele untersucht diese Logien und nimmt dabei den koptischen Text aus Nag Hammadi und die griechischen Fragmente aus Oxyrhynchos als eigenständige Textformen ernst. Daraus ergeben sich interessante Einblicke in die Strukturen der Text- und Überlieferungsgeschichte des Thomasevangeliums.
£126.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Glaube in den Pastoralbriefen: Pistis als Mitte
Book SynopsisVom Glauben (Pistis) ist in den Pastoralbriefen in vielfachen Kontexten und mehr als in anderen frühchristlichen Schriften die Rede. Trotz des sehr engen Anschlusses an Paulus sind aber z.B. nicht die "Werke des Gesetzes" als Gegensatz im Blick. Eine Auslegung sämtlicher Belege zeigt, dass Pistis im Corpus Pastorale eine große Breite aufweist: Glaube bildet einerseits eine Art Rahmenbegriff und Grundwort für das Christliche überhaupt und bleibt andererseits christologisch bestimmt; er bildet die Grundrelation zwischen Gott und Mensch und stellt eine belastbare Basis der Gemeinschaft dar. Pistis hat integrierenden Charakter und bezeichnet die Mitte christlicher Existenz. Zu Beginn der bisher einzigen Monographie zum Thema untersucht Bernhard Mutschler die Begriffe Glaube/glauben, Pistis/pisteuein, fides/credere sowie Pastoralbriefe, Corpus Pastorale und "Tritopaulinen" ausführlich.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Inkulturation des Christentums: Aufsätze und
Book SynopsisIn den hier versammelten Aufsätzen und Studien beschäftigt sich Bernhard Heininger mit der Frage, wie sich das frühe Christentum in die es umgebende Umwelt "inkulturierte". Zentrale Themen des Bandes sind die Grundlagen dieser Inkulturation, unter anderem die Rückfrage nach dem historischen Jesus, und die Auseinandersetzung mit Paulus und seiner Umwelt. Dabei wird der Kaiserkult als eine der maßgeblichen Folien für die Interpretation neutestamentlicher Schriften ebenso thematisiert wie die allmähliche Ausbildung von Riten und Ritualen, deren Reinterpretation in der beginnenden Gnosis und die Debatte um Status und Rolle der Geschlechter im frühen Christentum. Zusammengenommen entsteht so ein Panorama religionsgeschichtlichen Arbeitens am Neuen Testament, wie es für den Autor und sein Verständnis von Exegese charakteristisch ist.
£126.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Septuaginta und das frühe Christentum - The
Book SynopsisDie Septuaginta stellt die älteste Übersetzung der Hebräischen Bibel ins Griechische dar. In den Beiträgen dieses Bandes wird die Übersetzung der Septuaginta in den Rahmen der Übersetzung anderer religiöser Texte der Antike gestellt und die spezifische Weise der Übersetzung in den einzelnen Schriften und zu zentralen Begriffen erfaßt. Von grundlegender Bedeutung wurde die Septuaginta für das entstehende Christentum und seine Literatur. In welcher Weise im Neuen Testament die Septuaginta aufgenommen wurde, wird differenziert in einer ganzen Reihe von Untersuchungen entfaltet. Schließlich wird der Blick über die neutestamentliche Literatur in die Patristik hinein ausgeweitet. Mit Beiträgen von:Eberhard Bons, Thomas Scott Caulley, Athanasios Despotis, Reinhard Feldmeier, Ron Heine, Carl Holladay, Gudrun Holtz, Wolfgang Kraus, Stefan Krauter, Armin Lange, Hermann Lichtenberger, Ulrike Mittmann, David Moessner, Heinz-Dieter Neef, Anna Maria Schwemer, Folker Siegert, Hermann Spieckermann, Loren Stuckenbruck, Emanuel Tov, J. Cornelis de Vos
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die heiligen Propheten, eure Apostel und ich:
Book SynopsisDie Zeit, in der Exegeten über das angeblich unbeholfene, literaturferne Griechisch des zweiten Petrusbriefes die Nase rümpften, ist vorbei. Die jüngere Forschung hat dessen Orientierung an literarischen Vorbildern offen gelegt. Eine besondere Gruppe innerhalb des textuellen Universums des zweiten Petrusbriefes stellen dabei die für ihn autoritativen jüdischen und frühchristlichen Schriften dar, auf die er in unterschiedlicher Weise Bezug nimmt. Eine Untersuchung auf der Basis der intertextualitätstheoretischen Erkenntnis, dass Anspielungen, Zitate und andere Formen der Kontaktaufnahme zwischen Texten von der Selbsteinschätzung des verweisenden Textes zeugen, führt zu der Erkenntnis, dass der zweite Petrusbrief seine eigene Position bestimmt zwischen der Funktion von Auxiliarliteratur, die auf die autoritativen Schriften verweist, und dem Anspruch auf Eingliederung in diese Schriftengruppe.
£147.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die jüdischen Feste im Bellum Judaicum des
Book SynopsisFlavius Josephus gilt als einer der wichtigsten Zeugen für Praxis und Deutung der jüdischen Feste in der Zeit vor 70 n.Chr. Jedoch stand bisher eine Untersuchung aus, die die entsprechenden Belegstellen in ihrem literarischen Kontext wahrnimmt. Birke Siggelkow-Berner greift den Befund auf, dass die jüdischen Feste im Bellum Judaicum eigens als Thema genannt werden sowie sprachlich und sachlich als ein klar abgegrenzter Komplex erscheinen. Sie analysiert alle Festbezüge in dieser Schrift auf ihre Kontexteinbindung hin und kommt zum Ergebnis, dass diese Textpassagen gezielt für den Geschichtsbericht im Kontext gestaltet sind. Josephus nutzt das Deutungspotential der Feste in ihrem Bezug auf das ganze Volk, auf Jerusalem und auf den Tempel und nimmt auf diese Weise eine Verhältnisbestimmung zwischen dem Judentum und Rom sowie zwischen den jeweiligen Protagonisten vor, die auch heilsgeschichtliche Implikationen hat. Damit unterstützen und vertiefen die Festbezüge die Aussageintention des Bellum Judaicum insgesamt.
£128.77
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Johannesapokalypse: Kontexte - Konzepte -
Book SynopsisDie Johannesapokalypse ist zu einem Schwerpunkt der gegenwärtigen neutestamentlichen Forschung avanciert. Ihre historische Einordnung und Datierung sowie ihre traditions- und religionsgeschichtlichen Hintergründe werden ebenso intensiv diskutiert wie ihre literarische Rhetorik und ihre theologische Konzeption. Der Band vereint Vorträge eines Münchener Symposiums mit zusätzlich angefragten Beiträgen. Im ersten Teil "Kontexte" werden Fragen der Textgestalt und der Traditionsbezüge, der historischen Einordnung und der Datierung erörtert. Ein zweiter Teil thematisiert "Konzepte" der Apokalypse; darin wird u.a. Fragen nach der Christologie und Eschatologie nachgegangen, ferner stehen die Rede vom Martyrium und Untersuchungen zur Redaktion und theologischen Intention des Werkes im Mittelpunkt. Der abschließende dritte Teil "Wirkungen" fokussiert Schwerpunkte der Rezeption vom Montanismus und der Thomasapokalypse über Laktanz und Andreas von Caesarea bis zur orthodoxen Liturgie und zur Kunst William Blakes. Die Beiträge bieten einen repräsentativen Einblick in die wesentlichen Diskurse zur gegenwärtigen Apokalypseforschung.
£199.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Schriftgelehrte Prophetie: Der eschatologische
Book SynopsisApc Joh 12 ist ein Schlüsseltext der Johannesapokalypse. Jan Dochhorn erklärt diese Perikope aus der Textwelt der Johannesapokalypse und bestimmt ihre Bedeutung für das Buch als Ganzes. Auf Apc Joh 12 wendet er dementsprechend eine Lektürestrategie an, die auch für die gesamte Apokalypse gilt: Die Bedeutung des Textes wird entschlüsselt, indem die Kontextreferenzen offengelegt, Schriftreferenzen ermittelt und vorausgesetztes Traditionskenntnisse benannt werden. Diese Methode steht im Gegensatz zu einer Auslegungstradition, die Apc Joh primär aufgrund paganer Mythologeme erklärt.Gleichwohl verfolgt Jan Dochhorn ein religionshistorisches Anliegen: Er bestimmt Apc Joh 12 als wichtigen Belegtext für die im frühen Judentum und Christentum außerordentlich produktive Vorstellung vom endzeitlichen Teufelsfall, die von Überlieferungen über einen Teufelsfall in der Urzeit scharf abzugrenzen ist. Damit wird ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der jüdischen und christlichen Satanologie geleistet.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in Continuum
Book SynopsisOne of the central characteristics of the latest historical Jesus research has been the attempt to locate Jesus plausibly within first-century Judaism. Less emphasis has been placed on the question as to whether or how, if at all, the image of Jesus within the Jewish context also suits and accounts for the history of the influence and reception of Jesus in early Christianity. Tom Holmén urges that the Christian reception history of Jesus be given a proper role in research. He argues that the scrutiny of the reception should not be a mere appendage to the more careful study of Jesus within Judaism. Instead, the reception should be given equally serious attention and form an integral part of scholarly pursuits. As a result, one no longer studies Jesus "within Judaism" but "in continuum," namely in the continuum from early Judaism to early Christianity. The articles of this volume outline a continuum approach to the historical Jesus. They are divided into three areas exhibiting different aspects of the continuum approach: theoretical aspects, Jesus meets Christianity, and Jesus from Judaism to Christianity.
£167.31
JCB Mohr (Paul Siebeck) Eschatologie - Eschatology: The Sixth
Book SynopsisDie Autoren des vorliegenden Bandes interpretieren in historischen, exegetischen und hermeneutischen Untersuchungen Aussagen des Neuen Testaments über das Endgültige gegenüber allem Vorläufigen. Die verschiedenen eschatologischen Vorstellungen erhellen zugleich theologische Grundentscheidungen. In allen diesen Texten ist das Verhältnis eschatologischer Vorstellungen zum Christusgeschehen entscheidend. Das Verständnis der Zeit und der Geschichte mit Blick auf ihr Ende, die Frage nach der Auferstehung und nach dem Gericht, nach der endgültigen Versöhnung und der Gottesgemeinschaft sowie nach der spannungsreichen gegenwärtigen eschatologischen Existenz sind damit verbundene Themen. Die individuellen, die universalen und die kosmischen Dimensionen der Eschatologie werden vor ihrem traditions- und religionsgeschichtlichen Hintergrund so entfaltet, dass ihre theologische Bedeutung erhellt wird. Mit Beiträgen von:Jens Adam, John M.G. Barclay, Martin Bauspieß, Stephen C. Barton, Lutz Doering, Hans-Joachim Eckstein, Simon Gathercole, Bernd Janowski, Christof Landmesser, Hermann Lichtenberger, Friederike Portenhauser, Anna Maria Schwemer, Francis Watson, Benjamin G.Wold, Philip G. Ziegler
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Exegetische Studien
Book SynopsisDie Aufsatzsammlung enthält Studien zu zentralen Texten der Evangelien, der Paulusbriefe und der Septuaginta sowie zu grundlegenden Themen neutestamentlicher Theologie und Hermeneutik. Gegenstand der Untersuchung sind unter anderem das christologisch-soteriologische Zeugnis der großen Wundererzählungen Mk 9,14-29 und Joh 11,1-44, die paulinische Sicht des Gesetzes, der Rechtfertigung, der Versöhnung, der Gemeinschaft beim Herrenmahl und der Totenauferstehung, die biblische Auffassung von Wesen und Bedeutung der Apostel Jesu Christi und die Aussagen des Neuen Testaments über Gemeindeleitung und Kirchenleitung. Die einzelnen Aufsätze suchen philologische Texterschließung und theologische Interpretation in angemessener Weise miteinander zu verbinden und dokumentieren damit jenes Verständnis der neutestamentlichen Wissenschaft, das in zwei Beiträgen des Bandes eigens thematisiert wird.
£64.32
JCB Mohr (Paul Siebeck) Ferdinand Christian Baur und die Geschichte des
Book SynopsisFerdinand Christian Baur (1792-1860) kann als einer der entscheidenden Impulsgeber für die Ausbildung der historisch-kritischen Forschung im 19. Jahrhundert gelten. Sein immenses Werk erstreckt sich über viele Bereiche des Neuen Testaments, der Kirchen- und Dogmengeschichte. Für die heutige Diskussion, in der viele ganz grundsätzliche Fragen im Blick auf die historisch-kritische Methode gestellt werden, lassen sich zahlreiche Anregungen im Werk Baurs finden, dem die Autoren dieses Bandes in Einzeluntersuchungen nachgehen. Der Band bietet sowohl Rekonstruktionen der Einsichten Baurs zu verschiedenen Themen (Synoptiker, Johannes, Paulus, Gnosis, Wunder, Auseinandersetzung mit dem Katholizismus, Geschichtsschreibung, Einleitungsfragen, Theologie des Neuen Testaments, Judentum und Hellenismus) als auch Studien zum Verhältnis Baurs zu David Friedrich Strauß oder zur Philosophie Hegels. Auch der Rezeption Baurs in Deutschland und in England wird nachgegangen. Das Bild des Theologen Baur wird durch eine Studie zu Baurs Bedeutung für die Praktische Theologie abgerundet. Auf diese Weise entsteht ein Bild der theologischen und historischen Konzeption Baurs, das der heutigen Diskussion Vertiefungen bieten kann. Es zeigt sich, dass Baur mit seinem systematisch reflektierten Zugang zur Geschichte des Christentums auch heute noch Anregungen zu geben vermag, selbst wenn viele seiner materialen Ergebnisse als überholt gelten können. Die Rekonstruktion der Konzeption Baurs geschieht deshalb ganz bewusst vor dem Hintergrund gegenwärtiger Problemkonstellationen.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Qumran und die Archäologie: Texte und Kontexte
Book SynopsisIn der Diskussion um die Funde von Qumran ist in den letzten Jahren verstärkt die Archäologie in den Blick getreten. Verbreitete Ansichten zum Charakter der Siedlung von Khirbet Qumran und zur Funktion der Gebäude wurden in Frage gestellt, und teilweise wurde der Bezug zwischen den Schriftrollen und der Siedlung selbst in Zweifel gezogen. Dieser Band, der im Kern auf eine Fachtagung im Frühjahr 2008 zurückgeht, will das Gespräch zwischen Textwissenschaft und archäologischer Kontextforschung beleben. Erörtert werden wissenschaftstheoretische Fragen der Verbindung von Archäologie und Textforschung, neuere Erkenntnisse zur Archäologie von Khirbet Qumran und seiner Umgebung, der Charakter und die Zusammengehörigkeit der "Bibliothek" von Qumran, aber auch in Qumran gefundene Artefakte sowie in einzelnen Qumran-Texten vorliegende architektonische Vorstellungen, um zu einer präziseren Bestimmung des Verhältnisses zwischen den textlichen Welten und der "Außenwelt" zu kommen.
£179.16
JCB Mohr (Paul Siebeck) Hermeneutik der Gleichnisse Jesu: Methodische
Book SynopsisGleichnisse sind Rätseltexte. Sie sind nicht klar und eindeutig, sondern setzen einen Prozess der Deutung in Gang, der je nach Perspektive unterschiedlich ausfallen kann. So gibt es nicht nur eine richtige Interpretation eines Gleichnisses, sondern vielmehr unterschiedliche Verstehensmöglichkeiten, die je und je neu gefunden werden müssen.In ihrer bewusst kalkulierten Deutungsoffenheit machen die Gleichnisse die Reflexion der Verstehensvoraussetzungen und -methoden unerlässlich, sie erfordern Hermeneutik.Der vorliegende Sammelband stellt sich dieser Herausforderung und dokumentiert dabei zugleich hermeneutische Weichenstellungen, die innerhalb des Kompendiums der Gleichnisse Jesu (hg. v. R. Zimmermann, 2007, Gütersloher Verlagshaus) leitend wurden.Im Einzelnen werden historische (z.B. sozialgeschichtliche), sprachwissenschaftliche (z.B. gattungstheoretische) sowie rezeptionsästhetische (z.B. semiotische) Ansätze der Gleichnisdeutung vorgestellt und diskutiert. Dabei wird immer wieder der Dialog mit der amerikanischen Gleichnisforschung gesucht.Neben der Divergenz der Verstehenswege sollen aber auch Schnittstellen und mögliche Verknüpfungen unterschiedlicher Perspektiven im Horizont einer 'integrativen Gleichnishermeneutik' sichtbar werden.
£108.16
JCB Mohr (Paul Siebeck) Spirits and the Proclamation of Christ: 1 Peter
Book Synopsis1 Peter 3:18-22 records Christ's proclamation to "imprisoned spirits." Scholars from the beginning of the twentieth century through the present have read these verses through the lens of the fall of the watchers tradition first recorded in the Book of Watchers, thus reckoning these spirits as imprisoned angels. Yet contemporary scholarship has failed to acknowledge the conflation and multiplicity of the fallen angel sin and punishment myths that are found throughout early Jewish and Christian literature. Chad Pierce traces the major developments concerning the fallen angel, giant, evil spirit, and human sin and punishment traditions throughout 1 Enoch and other relevant works and attempts to ascertain the identity of imprisoned spirits, what Jesus' message would have entailed, the relevance of these questions to the original readers of 1 Peter, and the relationship between baptism and the warding off of evil spirits.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Feste im Johannesevangelium: Jüdische
Book SynopsisDas Johannesevangelium gehört zu den Schriften des Neuen Testaments, die besonders stark von Traditionen jüdischen Denkens und jüdischer Frömmigkeit durchdrungen sind. Das zeigt sich auch darin, dass sein chronologischer und geographischer Rahmen davon geprägt ist, dass Jesus sich wiederholt zur Feier jüdischer Feste in den Jerusalemer Tempel begibt und sich ein Großteil des Wirkens und Lehrens des johanneischen Jesus im Kontext und vor dem Hintergrund verschiedener jüdischer Feste abspielt. Dorit Felsch untersucht detailliert die von Johannes aufgenommenen Festtagstraditionen des antiken Judentums und macht diese auf ihre vom Evangelisten intendierte christologische Bedeutung hin transparent.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Bibelkritik und Auslegung der Heiligen Schrift:
Book SynopsisUm die Mitte des 18. Jahrhunderts kam es in der Geschichte der biblischen Exegese zu einem Traditionsbruch, der einschneidender war als alle früheren Zäsuren. Daraus ging die sogenannte historisch-kritische Methode hervor. Marius Reiser geht der Frage nach, wie und warum es zu diesem Traditionsbruch kam und ob er wirklich irreparabel ist.Schwerpunkt der Beiträge ist die Geschichte der Bibelwissenschaft in Frankreich, Deutschland und England vom 16.−19. Jahrhundert. Aber auch die Väterzeit und das Mittelalter werden berücksichtigt. Einzelne Studien (z.B. zu Gen 22; Jes 7,14; Jes 53; Mk 11,12−14) erfassen die gesamte Auslegungsgeschichte. Alle wichtigen Fragen der Hermeneutik kommen zur Sprache. Dabei soll auch das gemeinsame katholisch-protestantische Erbe deutlich werden. Die mit der Aufklärung in Verruf geratene Methode der Allegorese wird gründlich behandelt und als symbolische Auslegungsweise verstanden, die von bleibendem Wert und erneuerbar ist. Bibelkritik und theologisch-symbolische Auslegung der Heiligen Schrift müssen keine Kontrahenten sein.Unter den Exegeten, die eingehender behandelt werden, sind der Jesuit Benito Perera (1535−1610), Richard Simon (1638−1712), J.L. Isenbiehl (1744−1818) und F. von Hummelauer (1842−1914). Marius Reiser zeigt, daß die historisch-kritische Exegese keine Frucht der Hermeneutik und Exegese der Reformatoren ist, sondern vielmehr aus der Verbindung von humanistischer "Kritik" mit Prämissen der Aufklärung hervorgeht.
£69.45
JCB Mohr (Paul Siebeck) Textkritik und Textgeschichte: Studien zur
Book SynopsisGegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. bemerkte schon der anonyme Übersetzer des deuterokanonischen Buches Jesus Sirach die beträchtlichen Unterschiede zwischen den hebräischen Texten von Gesetz, Propheten und anderen Büchern sowie ihrer griechischen Übersetzung, die sich in der sogenannten Septuaginta erhalten hat. Eine derartige non parva differentia stellte er auch beim Vergleich seiner griechischen Version und ihrem hebräischen Ausgangstext fest. Die Unterschiede zwischen hebräischem und griechischem Bibeltext waren den Auslegern und Übersetzern über Jahrhunderte bekannt. Viele von ihnen, so etwa Hieronymus, verbanden mit dieser Feststellung abwertende Urteile über die Zuverlässigkeit der Septuaginta. Spätestens seit der Zeit des Humanismus griffen christliche Ausleger aber immer wieder auf den griechischen Bibeltext zurück, wenn der hebräische sich als schwierig oder gar rätselhaft erwies, und suchten diesen wenigstens punktuell mit Hilfe der griechischen Textvarianten zu verbessern. In den letzten ca. 30 Jahren ist die textkritische Forschung am Bibeltext mehr und mehr von diesem Verfahren abgerückt. Der Text der Septuaginta wird vielmehr in seiner ganzen Vielfalt und Entwicklung als ein Zeuge der Textgeschichte des Alten Testaments angesehen, der eine eigene Betrachtung verdient. Die im vorliegenden Band gesammelten Artikel greifen diese Fragestellung auf. Anhand ausgewählter Beispiele vor allem aus den Psalmen sowie den Prophetenbüchern wird herausgearbeitet, dass die Übersetzer den Sinn ihrer hebräischen Ausgangstexte einerseits zu bewahren versuchten, andererseits aber auch neue inhaltliche Akzente setzten. Dabei ist ein Einfluss zeitgenössischer Theologie oft unverkennbar. Und dennoch ist damit nicht ausgeschlossen, dass die Septuaginta stellenweise einen ursprünglicheren Bibeltext bewahrt als die Hebräische Bibel.
£116.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus und die kaiserzeitliche Epistolographie:
Book SynopsisIn den Papyrusbriefen kaum gebildeter Absender sozial niederer Herkunft meinte A. Deißmann zu Beginn des 20. Jh. eine Erklärung für die formalen und stilistischen Unterschiede der paulinischen Briefe gegenüber den literarischen Briefen gefunden zu haben. In diesen Unterschieden spiegle sich nicht der semitisch-jüdische Hintergrund der Paulusbriefe, sondern ihre Zugehörigkeit zur nichtliterarischen Gebrauchsprosa. Damit einher ging die Betonung des Gelegenheitscharakters der Paulusbriefe, der sie zum unmittelbaren und ungekünstelten Ausdruck der Person und des religiösen Empfindens ihres Verfassers mache. Gegenüber diesen Positionen, die bis heute in der neutestamentlichen Forschung präsent sind, stellt Thomas Johann Bauer ausgehend von den Briefen an Philemon und an die Galater die Frage, ob die Briefe des Paulus tatsächlich so unliterarisch und kunstlos sind, wie A. Deißmann meinte. Dazu entwickelt er auf der Grundlage der antiken Brieftheorie und im Blick auf die formalen Konventionen und Funktionen des Briefes in der Antike differenzierte Kriterien für die Analyse und Kontextualisierung der paulinischen Briefe. Zusätzlich werden kommunikationstheoretische Überlegungen einbezogen, die in den letzten Jahren in der Klassischen Philologie für die Analyse antiker Briefe nutzbar gemacht wurden und den Blick für die gezielte briefliche Selbstdarstellung des Absenders geschärft haben. Auf der Grundlage dieser methodischen Überlegung entsteht ein Programm, das auch eine nahtlose Integration rhetorischer Aspekte (Argumentation und Ethopoiie) in die Briefanalyse ermöglicht.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Sünde und Rechtfertigung bei Paulus: Eine
Book SynopsisEun-Geol Lyu stellt die christliche Deutung des paulinischen Sündenverständnisses in Frage und versucht, seine Rechtfertigungslehre von einem Sündenverständnis her neu zu deuten, dem zufolge die Rechtfertigungslehre aus 'Sühnungstheologie', 'Nichtanrechnungstheologie' und 'Befreiungstheologie' besteht. Somit steht das Sündenverständnis und nicht die Gesetzespolemik im Vordergrund der paulinischen Theologie. Diese Rekonstruktion der Rechfertigungslehre geht von der einzigartigen Sündenvorstellung des Apostels aus, wobei ἁμαρτία an manchen Stellen eine zu sühnende Sündentat darstellt, aber auch eine nicht anzurechnende Übertretung, und im Römerbrief sogar die Macht, von der wir zu befreien sind. Diese Aspekte der ἁμαρτία gehen auf das paulinische Bemühen zurück, seine anthropologische Voraussetzung für die Soteriologie unter allen Umständen in Schutz zu nehmen: 'Alle sind Sünder'.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Glauben, Handeln, Verstehen: Studien zur
Book SynopsisIn den in diesem Band enthaltenen vierzehn Studien fragt Andreas Lindemann nach dem Verhältnis des Urchristentums zu Israel und erörtert einige konkrete Aspekte neutestamentlicher und frühchristlicher Ethik; es folgen Beobachtungen zur Auslegungs- und Theologiegeschichte von der Alten Kirche über die Reformationszeit bis zur Gegenwart.Zunächst untersucht Andreas Lindemann das komplizierte Verhältnis des entstehenden Christentums zu Israel vor allem im Blick auf die Stellung Jesu und am Beispiel der Rolle des Paulus sowie unter der Frage, welches Israel-Verständnis sich in den neutestamentlichen Schriften zeigt. Anschließend geht er Fragen der ethischen Praxis im Urchristentum nach, denen unverändert aktuelle Bedeutung zukommt - das Thema 'Gewalt', das Problem der kirchlichen Lebenswirklichkeit in einer nichtchristlichen Welt, die Praxis urchristlicher Diakonie am Beispiel der Jerusalem-Kollekte und das ethische Problem des Wertes des werdenden Lebens am Beispiel des Schwangerschaftsabbruchs. Der Bogen der weiteren Beiträge spannt sich dann von der neutestamentlichen Traditionsgeschichte der Erzählung vom "Reichen Jüngling" und ihrer Auslegung durch Klemens von Alexandria über die exegetische Arbeit des Genfer Reformators Johannes Calvin bis zu Aspekten der Geschichte der neutestamentlichen Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert, mit dem konkreten Beispiel der kirchlichen und wissenschaftlichen Arbeit Hans von Sodens und Rudolf Bultmanns in den Jahren 1933 bis 1945.Die Mehrzahl der Studien verdankt sich Anstößen und Anfragen, die unmittelbar aus dem Raum der Kirche kamen und auf die mit einem wissenschaftlich verantworteten exegetisch-theologischen Beitrag reagiert werden sollte. Für die vorliegende Veröffentlichung wurden alle Studien grundlegend bearbeitet und aktualisiert.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Wirken Jesu in Galiläa bei Johannes: Eine
Book SynopsisDas Verhältnis des Johannesevangeliums zu den Synoptikern gehört seit Origenes zu den größten Problemen der Evangelienexegese und nach der Auflösung des seit P. Gardner-Smith bestehenden Konsenses steht es heute vor einer Neubestimmung. Zu dieser will auch der Autor des vorliegenden Buchs beitragen. Zbyněk Garský analysiert mit neueren textlinguistischen Methoden die intertextuellen Bezüge des vierten Evangeliums zu den Synoptikern und zeigt am Beispiel des Wirkens Jesu in Galiläa bei Johannes, dass die Lösung des Origenes im Grunde der Intention des Johannes entspricht. Der vierte Evangelist ist ein aufmerksamer Exeget der Synoptiker und schreibt sein Evangelium in einem literarischen Gespräch mit den drei älteren Evangelien, die er dabei einer allegorischen Relektüre unterzieht. Diese intertextuelle Schreibweise lässt sich mit dem von U. Eco geprägten Begriff als "intertextuelle Ironie" bezeichnen und stellt ein seit der Antike bekanntes Phänomen dar, das die Allegorie und Allegorese kennzeichnet.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Portraits of Jesus: Studies in Christology
Book SynopsisThe authors of this collection of essays focus on understandings of Jesus in various early Christian writings. Notable are several texts that examine the presentation of Jesus in the Gospels of John and Mark, as well as in the Book of Hebrews and in the letters of Paul. Other early Christian literature is represented as well, from the Infancy Gospel of Thomas to various Apocryphal Acts of Apostles and liturgical or other prayer texts, while some essays address a range of ancient literature, Christian and non-Christian. The authors of these essays examine the ways in which ancient writers addressed the significance of Jesus, as well as the their sources, dialogue partners, and critics in a variety of perspectives and methods. Contributors:Stephen P. Ahearne-Kroll, Paul F. Bradshaw, Dylan M. Burns, Joshua Ezra Burns, Stephen J. Davis, Joshua D. Garroway, Judith M. Gundry, Daniel C. Harlow, Jeremy F. Hultin, Timothy Luckritz Marquis, Candida R. Moss, Susan E. Myers, George L. Parsenios, Michael Peppard, Richard I. Pervo, Bryan D. Spinks, Gregory E. Sterling, Thomas H. Tobin, S.J., Emma Wasserman
£117.77
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Petrusbild im Johannesevangelium
Book SynopsisPetrus erscheint im Johannesevangelium stellenweise mehr als Stein des Anstoßes denn als Fels. Vor allem neben dem Lieblingsjünger wirkt seine Figur ambivalent. Aus dieser Perspektive hat die Forschung häufig einen Gegensatz zwischen der johanneischen und der 'petrinisch'-großkirchlichen Tradition konstruiert, der erst in Joh 21 aufgelöst werde. Tanja Schultheiß kommt zu anderen Ergebnissen: Sie bietet erstmals eine synchrone Analyse aller johanneischen Petrus-Passagen (unter Einbeziehung narratologischer Aspekte) und analysiert das johanneische Petrusbild im Gegenüber zu den synoptischen Bildern. Es steht weder im Gegensatz zu diesen, noch lässt sich ein Graben zwischen Joh 1-20 und Joh 21 erkennen. Vielmehr kommt der durchgehend ambivalenten Darstellung des Petrus narrativ und theologisch eine wichtige Funktion zu: In der Zuordnung zum Lieblingsjünger wie in der Rolle als Sprecher der Jüngergemeinde verkörpert die Petrus-Figur exemplarisch die Angewiesenheit aller Glaubenden auf die spezifisch nachösterliche "Sehweise" des Johannesevangeliums.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Hermeneutische Theologie - heute?
Book SynopsisHermeneutische Theologie ist die Kurzformel eines theologischen Programms, das eng mit den Namen Rudolf Bultmann, Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel verbunden ist. Die Autoren dieses Bandes analysieren die Herkünfte, Aufgabenstellungen, Gemeinsamkeiten und Differenzen innerhalb dieser theologischen Bewegung, prüfen ihre Argumente und fragen nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Dabei wird den Verbindungslinien zur Wort-Gottes-Theologie und existentialen Hermeneutik des 20. Jahrhunderts ebenso nachgegangen wie denen zur Ereignishermeneutik der Gegenwart.
£90.19
JCB Mohr (Paul Siebeck) Apk 11 und der Bar Kokhba-Aufstand: Eine
Book SynopsisThomas Witulski überprüft die These der Datierung der Abfassung der Johannesapokalypse in die Zeit zwischen 132 und 135 n. Chr. an Apk 11,1-13 auf ihre Tragfähigkeit. Wird dieser Text auf dem Boden dieser neuen Datierung der Apk zeitgeschichtlich interpretiert, lassen sich viele bis dahin kaum befriedigend erklärte Probleme seiner Auslegung zwanglos lösen: Mit seinen Ausführungen in Apk 11 bezieht sich der Apokalyptiker auf den zwischen 132 und 135 n. Chr. zu datierenden Bar Kokhba-Aufstand. Die beiden in Apk 11 auftretenden "Zeugen" repräsentieren Bar Kokhba und den Priester El'azar, den politischen und den geistlichen Führer dieses zweiten jüdischen Krieges gegen Rom. Nach anfänglichen Erfolgen wird die von ihnen initiierte Rebellion von dem "Tier aus dem Abgrund", dem römischen Kaiser Hadrianus, niedergeschlagen; die Führer der Aufständischen verlieren ihr Leben, Jerusalem, die heilige Stadt, wird zerstört.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Performanzkritik der Paulusbriefe
Book SynopsisDie biblischen Texte stammen aus einer Kultur, in der die Schrift in der Regel dem gesprochenen Wort diente. Das Geschriebene wurde vor Zuhörern vorgetragen und entfaltete seine Wirkung in einem gemeinschaftlich erlebten Ereignis. Dabei waren über den semantischen Gehalt des Dargebotenen hinaus auch die Elemente mündlicher Kommunikation von Bedeutung, die in der Schrift nicht erfasst werden können und trotzdem ihre Spuren hinterlassen haben, zum Beispiel Tonfall, Blickrichtung, Gestik, die Körperlichkeit der Beteiligten und ihre Interaktion. Performanzkritik, ein neuer methodischer Zugang zu den biblischen Texten, nimmt diese Spuren auf und sucht das Ereignis zu erfassen, für das der Text gestaltet wurde und zu dem er beigetragen hat. Bernhard Oestreichs Werk ist die erste Monographie in deutscher Sprache über diese neue Methode der Bibelinterpretation und die erste zur Performanzkritik der Paulusbriefe überhaupt. Im ersten Kapitel behandelt er zunächst die Wurzeln der Performanzkritik. Sie ist aus der rhetorischen Exegese und der Mündlichkeitsforschung erwachsen und nimmt Anregungen aus Theaterwissenschaft und Performanzkunst auf. Danach definiert er Performanz und stellt darauf aufbauend die Methode vor. In den folgenden drei Kapiteln wendet er diese Methode auf die Paulusbriefe und andere frühchristliche Briefe an. Dabei wird erkennbar, dass diese Texte so gestaltet sind, dass der Vortragende durch sie an den Empfängern handelt und Interaktion im Publikum provoziert. Die Paulusbriefe werden als soziale Ereignisse lebendig, ihre Intentionen werden deutlicher erkennbar und das Verständnis schwieriger Passagen wird erleichtert.
£128.59
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gott als Vater der Jünger im Johannesevangelium
Book SynopsisIn der johanneischen Theologie tritt die Rede von Gott als "dem Vater" im Gegenüber zu "dem Sohn" besonders hervor, ebenso die Rede von der Gotteskindschaft der Glaubenden (Joh 1,12). Doch fällt dabei auf, dass im Johannesevangelium erst in 20,17, im Rahmen der österlichen Erscheinungen, explizit von Gott als Vater der Jünger gesprochen wird. In einem exegetischen Durchgang durch die johanneischen Abschiedsreden, in denen das Verhältnis zwischen den Jüngern und Gott im Horizont des bevorstehenden Todes Jesu behandelt wird, und in der Analyse der einschlägigen Passagen der johanneischen Ostererzählungen bestimmt Frances Back die Bedeutung der Rede von Gott als Vater der Jünger für die Komposition und Theologie des Johannesevangeliums näher.
£101.13
JCB Mohr (Paul Siebeck) Approaching New Testament Texts and Contexts:
Book SynopsisIn this volume, Lars Hartman deals with several major topics. Some of the essays are devoted to exegetical and hermeneutical issues, beginning with the theoretical considerations concerning what it means to write a commentary. These are followed by detailed studies on various aspects of text analysis as a preparation for his commentary on the Gospel of Mark. Furthermore, Hartman has written groundbreaking articles on baptism, especially in regard to the name formula. The final essays deal with the Hellenistic context of various New Testament texts and topics, for instance the study of "Hellenistic Elements in Apocalyptic Texts". This volume is an appropriate complement to Lars Hartman's earlier collection on text-centered New Testament studies, which was published in 1997.
£176.95
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gender and Purity in the Protevangelium of James
Book SynopsisThe Protevangelium of James is arguably the earliest surviving source that exhibits profound interest in Mary, the mother of Jesus. Although frequently cited for later Christian reflections about Mary, gender, and virginity and its influence on popular Christian art, music, and literature, it is not well known outside academic circles and is rarely studied for its own sake. Lily C. Vuong offers a sustained analysis of the text's narrative and literary features in order to explore the portrayal and characterization of Mary through a focus on the theme of purity. By tracing the various ways purity is described and presented in the text, the author contributes to discussions on early Jewish and Christian ideas about purity, representations of women in the ancient world, the early history of Mariology, and the place of non-canonical writings in the history of biblical interpretation.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) The Sabbath and the Sanctuary: Access to God in
Book SynopsisWho can enter the sacred and heavenly presence of God? And how? Various ancient Jewish and emergent Christian groups disputed these questions in the first century CE. Jared C. Calaway states that the Letter to the Hebrews joined this debate by engaging and countering priestly frameworks of sacred access that aligned the Sabbath with the sanctuary. From the Hebrew Bible through late Second Temple Judaism, the sanctity of the sanctuary could be experienced through the Sabbath, sacred space through sacred time. In its sweeping vistas of Sabbath rest and the heavenly homeland, the heavenly sanctuary and the coming age, and the heavenly priesthood, Hebrews reworked this priestly framework, showing familiarity with its traditional and contemporary forms, such as the "Songs of the Sabbath Sacrifice". In a manner resembling postwar layers of the emergent Christian tradition, instead of entering God's sacred and heavenly Presence through the weekly Sabbath, one could only experience the heavenly realities of the Sabbath and the sanctuary through faithfulness and obedience to Jesus, the faithful and obedient heavenly high priest who purifies, sanctifies, and perfects.
£999.99
JCB Mohr (Paul Siebeck) John among the Other Gospels: The Reception of
Book SynopsisLorne R. Zelyck explores the influence of the Fourth Gospel on the extra-canonical gospels from the second and third centuries CE, and evaluates how these other gospels used the Gospel of John. First he provides a succinct demarcation of the extra-canonical gospel corpus and introduces a critical methodology for measuring the influence of the Fourth Gospel. Then he measures its influence on the narrative, sayings, and dialogue/discourse gospels. Lastly the author concludes that the majority of extra-canonical gospels indicate a probable or plausible measure of influence from the Gospel of John: they have lengthy and shorter parallels with the Fourth Gospel, quote and exegete this work, and provide traditional interpretations of the Fourth Gospel that are evident in other early Christian literature.
£101.63
JCB Mohr (Paul Siebeck) Peter - Apocalyptic Seer: The Influence of the
Book SynopsisIn this study, John R. Markley argues that the generic portrayal of apocalyptic seers, which he reconstructs through an analysis of fourteen Jewish and Christian apocalypses, shaped Matthew's portrayal of Peter. This influence of the apocalypse genre has come to bear on the Matthean Peter indirectly, through Matthew's appropriation of Markan and Q source material, and directly, through Matthew's redaction and special material. This suggests that Matthew has portrayed Peter, in part, as an apocalyptic seer who was an exclusive recipient of mysteries about Jesus and mysteries mediated by Jesus. In other words, Matthew primarily conceived of Peter as a recipient of revelation, analogously to the venerated seers portrayed in the apocalypses of the Second Temple period. Markley states that these conclusions require substantial revision to the predominant scholarly estimations of the Matthean Peter, which mainly hold him to be a typical or exemplary disciple.
£117.35
JCB Mohr (Paul Siebeck) Ethische Normen des frühen Christentums: Gut -
Book SynopsisGutes und Güter, Leben, Leib, Tugend - in diesem Band werden die Vorträge der ersten vier Symposien der Mainz Moral Meetings aus den Jahren 2009-2011 zu diesen Themen zusammengefasst. Ein interdisziplinärer Zugang durch Bibelwissenschaft, Judaistik, Altphilologie, Philosophie, Patristik, Systematische Theologie und weitere Disziplinen eröffnet einen Blick auf die ethischen Normen des frühen Christentums. Die Autoren der Beiträge fragen nach den Möglichkeiten von Norm und Normbegründung einer frühchristlichen Ethik in ausgewählten Bereichen sowohl im Kontext antiker Philosophie als auch in gegenwärtiger Verantwortung.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Martin Hengels Zeloten : Ihre Bedeutung im Licht
Book SynopsisMartin Hengels Die Zeloten von 1961 stellt auch nach über 50 Jahren die wichtigste Untersuchung zu den jüdischen Aufstandsbewegungen des 1. Jahrhunderts n.Chr. dar. Hengel betont darin den radikal-religiösen Hintergrund des jüdischen Widerstandes gegen Rom. Die Beiträge dieses Bandes gehen auf ein Symposion zurück, das anlässlich des 85. Geburtstags von Martin Hengel, der 2009 verstorben ist, und der Neuauflage der Zeloten an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen abgehalten wurde.In seinem Geleitwort gibt Roland Deines Einblick in die einzigartige Rolle, die Hengels Zeloten forschungsgeschichtlich gespielt haben und welche Bedeutung sie für den heutigen religiös-politischen Diskurs haben können. Die anhaltende Brisanz des Themas wird sogleich im Beitrag von Joachim Schaper deutlich, der die Verbindung zwischen Gottes Eifer und dem Eifern seiner Vorkämpfer in den Zusammenhang der Debatte über Monotheismus und Gewalt stellt. Anna Maria Schwemer widmet sich den biblischen und frühjüdischen Protagonisten des Eiferns: Elija und Pinhas. Sie findet im Liber antiquitatum biblicarum bisher nicht wahrgenommene Züge der beiden Eiferer. Christian Grappe zeigt Beziehungen und Unterschiede des historischen Jesus und des Jesus der Evangelien im Verhältnis zu den Zeloten auf. Niclas Förster erschließt eine neue patristische Quelle zur radikalen Ablehnung römischer Steuern und Münzen. Den Abschluss bildet der Hauptvortrag von Danny R. Schwartz, in dem Entwicklungen in Hengels Wahrnehmung von Juden und Judentum an seinem wissenschaftlichen Lebenswerk aufgezeigt werden.
£31.83
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Verklärung Jesu nach dem Markusevangelium:
Book SynopsisDie Verklärungsperikope des Markusevangeliums (Mk 9,2-8) gilt als großes Rätsel der neutestamentlichen Wissenschaft. Tatsächlich stellt diese Erzählung den Ausleger in ihrer sonderbaren Mischung aus Faszination und Befremden vor große interpretatorische Herausforderungen. Welche Textgattung liegt hier vor und wie verhält es sich mit der historischen und der christologischen Wirklichkeit, die hinter dieser Narratio steht? Adrian Wypadlo bietet eine umfassende Interpretation der Transfigurationserzählung des Markusevangeliums mit der Grundthese, dass in Mk 9,2-8 zusammen mit der Taufperikope (Mk 1,9-11) die für den Makrotext zentrale christologische Legitimationserzählung vorliegt. Dabei unternimmt er den Versuch, eine alte These neu zu begründen: Der geistesgeschichtliche Nährboden, auf dem die Transfigurationserzählung wachsen konnte, ist die Exegese von Ex 24 und 34 im hellenistischen Judentum. Der Autor bietet nach einem umfassenden, der Vorverständigung dienenden Einleitungskapitel zunächst eine gründliche Einzelversanalyse des Textes, speziell unter narratologischen Aspekten. Dann vergleicht er diesen mit den Verwandlungsvorstellungen in der jüdisch-hellenistischen und paganen Umwelt des Neuen Testaments mit einem ständigen Seitenblick auf 2 Kor 3,18. Ein Schwerpunkt liegt auf Verwandlungsvorstellungen im Opus des jüdisch-hellenistischen Schriftauslegers Philo von Alexandrien. Besonderes Augenmerk legt der Verfasser hierbei auf dessen Exegese der entsprechenden Exodusstellen in VitMos und in Quaest in Ex II. Abschließend fragt Wypadlo nach der auffälligen, aus Jesus, Elija und Mose bestehenden Figurenkonstellation in Mk 9,4f. Die Studie versteht sich somit als umfassenden Beitrag zur markinischen Christologie.
£175.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus - Werk und Wirkung: Festschrift für
Book SynopsisDie Festschrift zum 70. Geburtstag des emeritierten Betheler Neutestamentlers Andreas Lindemann vereint 32 Aufsätze international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Werk und Wirkungsgeschichte des Apostels Paulus. Sie konzentriert sich damit auf einen Themenschwerpunkt, der in der Wissenschaftsbiographie des Jubilars von herausragender Bedeutung ist. Entstanden ist auf diese Weise ein Handbuch gegenwärtiger Paulusforschung, das Fragestellungen und Ergebnisse der historischen und theologischen Arbeit an den paulinischen Briefen sowie das Weiterwirken der durch Paulus gesetzten Impulse in der Geschichte des Christentums breit dokumentiert.Der erste Hauptteil unter dem Titel "Studien zu den Paulusbriefen" bietet thematische Beiträge zu einzelnen Briefen und Textstellen des Corpus Paulinum. Teil zwei entfaltet "Aspekte paulinischer Theologie", die in ihrer Gesamtheit wahrgenommen bereits den Rahmen einer Theologie des Paulus abstecken. Der dritte und vierte Teil präsentieren die Wirkungs- bzw. Rezeptionsgeschichte des paulinischen Werkes. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich in Teil drei auf das Weiterwirken und die Aufnahme des Paulus und seiner Theologie im zweiten bis vierten Jahrhundert. Im Schlussteil vier folgen pointierte Ausblicke auf die Aneignung des paulinischen Erbes in Reformation und Gegenwart.Abgerundet wird der Band durch Register, die einen schnellen Zugang und differenzierten Einblick in die Vielfalt der behandelten Themen ermöglichen, sowie durch ein chronologisch und thematisch gegliedertes Verzeichnis der Publikationen von Andreas Lindemann.
£213.03
JCB Mohr (Paul Siebeck) Neues Testament und frührabbinisches Judentum:
Book SynopsisDer Band versammelt wichtige veröffentlichte und bisher unveröffentlichte Aufsätze des im Oktober 2012 unerwartet verstorbenen Neutestamentlers und Judaisten Friedrich Avemarie. Vor dem Hintergrund exzellenter Kenntnis der rabbinischen Literatur und in dezidiert theologischem Interesse am Neuen Testament entwickeln die Beiträge neue Perspektiven auf Themen und Methoden frühjüdischen und frühchristlichen Denkens und Arbeitens. Mit seinen Arbeiten zur rabbinischen Schriftauslegung, zum frühjüdischen Selbstverständnis und zu jüdischer Theologie sowie mit Arbeiten zu Paulus, zur Apostelgeschichte und zur Jesusüberlieferung hat Friedrich Avemarie der neutestamentlichen und judaistischen Forschung wichtige Impulse gegeben. Themenschwerpunkte der hier versammelten Aufsätze sind die rabbinische Martyriumstheologie, rabbinische und neutestamentliche Soteriologie und Anthropologie, sozialgeschichtliche Studien zu Jesus und seinen Gleichnissen, Studien zum historischen Hintergrund der Apostelgeschichte, zur paulinischen Rechtfertigungslehre in Auseinandersetzung mit der sogenannten 'New Perspective on Paul', zur Israelfrage in der paulinischen Theologie, und zur Frage nach der Heilsgeschichte bei Paulus. Der Band enthält erstmals auch fünf bisher unveröffentlichte Aufsätze: Freier Wille und Gnadenwahl nach dem Römerbrief; Rabbinic Literature and the Study of Paul; Die Martyrien des antiken Judentums und der Kreuzestod Jesu; Wiedergeburt: Implikationen und Paradoxien eines biblischen Hoffnungsbildes; Erlösungshoffnung und Lebensgestaltung nach dem Neuen Testament.
£223.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Wie Geschichten Geschichte schreiben:
Book SynopsisNeuere sprachphilosophische und literaturwissenschaftliche Einflüsse auf die Geschichtswissenschaft fordern zu neuen Lektüren frühchristlicher Texte im Hinblick auf das Verhältnis von Faktualität und Fiktionalität. Die Beiträge dieses Bandes reflektieren diese Impulse aus wissenschaftstheoretischer Sicht und führen frühchristliche Texte in diesen Diskurs ein: Wie werden faktuale und fiktionale Weisen der literarischen Repräsentation für Erzählfiguren, Ereignisse, Themen und Motive umgesetzt? Welche Absichten werden dadurch verfolgt? Welche Effekte erzielt? Einblicke in den Metadiskurs und die Rezeptionsgeschichte zum Thema runden den Band ab.
£116.00