New Testaments Books
JCB Mohr (Paul Siebeck) Hellenisten in der Apostelgeschichte:
Book SynopsisDie Apostelgeschichte bezeichnet drei Gruppen als "Hellenisten": eine Gruppe der Urgemeinde (6,1), jüdische Gegner des Paulus (9,29) und heidnische Adressaten der frühchristlichen Missionspredigt (11,20). Gemeinsam ist diesen Gruppen die gemeinsame griechische Sprache: Die Analyse des Verbs hellenizein zeigt, dass hellenistes griechischsprachige Nichtgriechen kennzeichnete. Diese waren in der Antike ein verbreitetes Kulturphänomen, wie Beispiele aus Rom, Syrien und Ägypten zeigen, die das hinter Apg 11,20 liegende Milieu illustrieren. Auch unter den Juden der Diaspora und Palästinas gab es viele Griechischsprachige; Michael Zugmann bietet dafür zahlreiche epigraphische und literarische Belege und bespricht sie ausführlich.Unter den jüdischen "Hellenisten" Jerusalems (9,29) spielten Rückwanderer aus der Diaspora eine besondere Rolle, die wegen ihrer Affinität zu Tempel und Tora hierher gekommen waren. Einige wurden durch die Missionspredigt der Urgemeinde zu Jesusanhängern. Am Konflikt um Stephanus lässt sich das theologische Profil dieser judenchristlichen "Hellenisten" (6,1-15) nachzeichnen. Ihre implizite Tempelkritik (6,11.13f) bestand darin, dass sie den Heilstod Jesu in den Mittelpunkt rückten. Röm 3,25f stellt Jesu Tod mit der kultischen Metapher hilasterion als endzeitlichen Versöhnungstag dar, und die von den judenchristlichen "Hellenisten" überlieferte Form des Tempelwortes Jesu (Mk 14,58) deutet mit dem Gegensatzpaar des handgemachten und nicht handgemachten Tempels an, dass der Jerusalemer Tempel(kult) durch Jesu Kreuzestod endzeitlich überboten wurde.
£123.85
JCB Mohr (Paul Siebeck) Theologie und Ethos im frühen Christentum:
Book SynopsisMichael Wolter legt Untersuchungen zu zentralen Themen der Verkündigung Jesu, zur Theologie des Apostels Paulus sowie zur Geschichtstheologie des lukanischen Doppelwerks vor. Dabei arbeitet er heraus, dass es eine deutlich identifizierbare theologische Kontinuität von Jesus über Paulus zu Lukas gibt. Gleichzeitig machen die Studien aber auch sichtbar, wie erst Paulus und dann Lukas neue theologische Akzente setzen, um die Eigenart der christlichen Botschaft für die Gemeinden ihrer Zeit jeweils neu zur Sprache zu bringen. Als Mitte der Verkündigung Jesu von Nazareth gilt Jesu Anspruch, authentischer Repräsentant von Gottes heilvoller Zuwendung zu Israel zu sein. Paulus entwickelt das theologische Konzept einer christlichen Identität und eines ihr entsprechenden christlichen Ethos, die allein auf dem Glauben an Jesus Christus basieren. Im Mittelpunkt des Paulusteils steht eine längere Untersuchung, in der es darum geht, den engen Zusammenhang von Theologie und Ethos bei Paulus herauszuarbeiten. Dabei wird die Ethik als "angewandte Ekklesiologie" verstanden. Bei Lukas schließlich steht das Bemühen im Vordergrund, die Geschichte Jesu und die Geschichte der Trennung von Christentum und Judentum als integralen Bestandteil der Geschichte Israels verständlich zu machen. Sein von Lk 1 bis Apg 28 reichendes Geschichtswerk ist als "Epochengeschichte" konzipiert, die eine in sich abgeschlossene Epoche der Geschichte Israels behandelt. Übergreifende Studien zur Apokalyptik, zur Geschichte des Gesetzesbegriffs im frühen Christentum und zum Sündenverständnis vervollständigen das Buch.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Belial und Katechon: Eine Untersuchung zu 2Thess
Book SynopsisZwei Fragen bilden den Kern der vorliegenden traditionsgeschichtlichen Untersuchung über die eschatologischen Vorstellungen in den beiden Thessalonicherbriefen (1Thess 4,13-5,11 und 2Thess 2,1-12): die traditionsgeschichtliche Herkunft der Bezeichnung 'der Mensch der Gesetzlosigkeit' (2Thess 2,3) / ''der Gesetzlose' (2Thess 2,8) und die Frage nach urchristlichen Überlieferungen, die den eschatologischen Vorstellungen aus beiden Thessalonicherbriefen nahe stehen könnten.In Bezug auf die traditionsgeschichtliche Herkunft des 'Menschen der Gesetzlosigkeit' zeigt Fritz W. Röcker, dass der Begriff 'Belial' mit 'Gesetzlosigkeit''/ 'Gesetzloser' wiedergegeben wurde. Belial bezeichnet im Alten Testament, in 'Qumran', den atl. Pseudepigraphen und im Neuen Testament stets Sachverhalte oder Personen, die gegen Gottes Gesetz oder gegen Gott gerichtet sind. Zudem ist der Begriff nahezu überall mythisch konnotiert. Als nächstliegende urchristliche Überlieferung, die den eschatologischen Vorstellungen aus den Thessalonicherbriefen zugrunde liegen könnte, hat sich die Überlieferung, die in Mt 24 aufgenommen ist, herauskristallisieren lassen. Aufgrund der Nähe, die diese Texte zueinander aufweisen, ist es wahrscheinlich, dass der 2Thess den 1Thess mit seinen Ausführungen auf dem Hintergrund einer Überlieferung, wie sie auch Mt 24 vorgelegen hatte, ergänzen bzw. fortsetzen will. Die Naherwartung der Parusie im 1Thess und die Vorstellung von der Verzögerung derselben im 2Thess werden jeweils als Reaktionen verstanden, die auf unterschiedliche Fragen in der Gemeinde von Thessaloniki zurückzuführen sind. Der/das Katechon dürfte am ehesten mit dem Verkündiger des Evangeliums / dem Evangelium zu identifizieren sein.
£134.38
JCB Mohr (Paul Siebeck) Biographie und Persönlichkeit des Paulus
Book SynopsisDer Band versammelt Beiträge aus unterschiedlichen Fachrichtungen zur Biographie und Person des 'Heiden-Apostels' Paulus.Die Beiträge spiegeln den Stand und die Differenziertheit der gegenwärtigen Paulus-Forschung wider. Die Vielfalt der Ansätze liefert einen wichtigen Beitrag zum Problem der 'New Perspectives on Paul' und macht die Frage nach der 'Biographie und Person des Paulus' zu einem Paradigma der neutestamentlichen Wissenschaft."In jedem Falle wird die weitere Paulusforschung von diesem Buch und seinen vielfältigen Impulsen profitieren."Tobias Nicklas in Bibel und Liturgie 79 (2006), S. 194-195"Fresh perspectives are evident throughout this fascinating collection. … A storehouse of learning." International Review of Biblical Studies vol. 52 (2005/2006). p. 1662"die Beiträge [bieten] gleichwohl gute Einblicke in die aktuelle internationale Paulusforschung und Anregungen für ihre die Disziplinen übergreifende Fortführung."Karl-Wilhelm Niebuhr in Theologische Literaturzeitung 132 (2007), S. 48"The volume provides a good overview of aspects of Pauline studies discussed in German scholarship and elsewhere … This publication is a valuable contribution to a specific issue in Pauline studies …"Kathy Ehrensperger in Journal for the Study of the New Testament 29 (2007), p. 80-81
£69.36
JCB Mohr (Paul Siebeck) Sturmfahrt und Schiffbruch: Zur lukanischen
Book SynopsisVor dem Hintergrund eines ausführlichen Vergleichs mit ausgewählten antiken Sturm- und Schiffbruchserzählungen untersucht Jens Börstinghaus die große lukanische Erzählung Apg 27,1-28,6, in der Paulus bis nach Malta gelangt. Besondere Bedeutung kommt dieser Erzählung deswegen zu, weil sie den Abschluß des gesamten lukanischen Doppelwerks fulminant vorbereitet. Lukas erweist sich dabei nicht gerade als begnadeter Literat, aber sehr wohl als engagierter und selbständiger frühchristlicher Schriftsteller, der seinen Adressaten mit dem durch alle Gefahren und Bedrängnisse hindurch nach Rom gelangenden Paulus eine attraktive Identifikationsfigur anbietet. Die vorrangig an der literarischen Motivik orientierte Studie leistet aber nicht nur einen Beitrag zum lukanischen Paulusbild, sondern darüber hinaus sowohl zur Frage nach der Gattung der Apostelgeschichte als auch zu dem noch immer umstrittenen Problem der sog. "Wir" - Stücke.
£134.48
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jenseits von Indikativ und Imperativ: Kontexte
Book SynopsisDie weit verbreitete Beschreibung der Ethik in neutestamentlichen Schriften mit den Kategorien "Indikativ und Imperativ" hält einer kritischen Prüfung am Text nicht stand. Die Beiträge dieses Sammelbandes versuchen deshalb Begründungsmuster jenseits von Indikativ und Imperativ zu erfassen.Hierbei werden Verflechtungen mit ethischem Denken im Vor- und Umfeld des Neuen Testaments (z.B. hellenistisches Judentum; Stoa) wahrgenommen; ferner wird die Anwendbarkeit von Leitbegriffen im Diskurs zur antiken Ethik wie z.B. "Lebenskunst" oder "Güterabwägung" in Glücksethiken geprüft.Im Zentrum stehen die ethischen Begründungsformen in einzelnen neutestamentlichen Schriften, sei es bei Paulus, in den Evangelien oder in der Briefliteratur (Jak, 1Petr). Ein Beitrag zur Begründung der Ethik bei den frühchristlichen Apologeten und ihren Gegnern rundet den Band ab.Das Ensemble der Beiträge macht deutlich, dass das rechte Tun bzw. das Gute in neutestamentlichen Texten auf ganz unterschiedliche Weise begründet wird und ein komplexer methodischer Zugang erforderlich ist, um diese Argumentationen und Hintergründe deskriptiv darzustellen.
£128.93
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die kognitive Dimension des Kreuzes: Zur Deutung
Book SynopsisEinige Exegeten behaupten, dass der Tod Jesu im Johannesevangelium bedeutungslos ist. Andere meinen, dass das Johannesevangelium eine Kreuzestheologie vertritt.Angesichts dieser Forschungssituation unternimmt Jesper Tang Nielsen den Versuch, die Funktion des Todes in den narrativen Strukturen des Vierten Evangeliums zu bestimmen. Aufgrund einer semiotischen Interpretation von Aristoteles' Poetik trennt er dabei die kognitive von der pragmatischen Dimension der Erzählung.Es zeigt sich, dass der Tod Jesu vor allem in der kognitiven Dimension von vorrangiger Bedeutung ist. Er ist die unerlässliche Voraussetzung für die endgültige Anerkennung des Gottessohnes. Vor diesem Hintergrund kann er als Ursache der Sammlung der glaubenden Gemeinde und als Ursprung ihres Kultes dargestellt werden. So ist der Tod Jesu im Johannesevangelium weder bedeutungslos, noch passt er in die traditionellen theologischen Kategorien.
£101.62
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der sprechende Gott: Gesammelte Studien zum
Book SynopsisIn methodologischer Vielfalt spiegeln die dreizehn Beiträge dieses Sammelbandes facettenreich und in engem Kontakt zur aktuellen Forschung den Gang der Hebräerbrief-Exegese der beiden letzten Jahrzehnte wider. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Gottesbild, der Christologie, der intertextuellen Gewinnung und symbolsprachlichen Entwicklung biblischer Aussageweisen, dem Verhältnis zwischen Israel und der Kirche, der Hoffnungs- und Angstgeschichte des Urchristentums und der ethischen Grundlegung kirchlicher Sozialität. Was diese unterschiedlichen Felder verbindet, sagt der Hebräerbrief in seinem ersten Satz: Gottes Selbstmitteilung in der Verheißungsgeschichte Israels und im Christus-Drama, das diese Geschichte verbürgt und vollendet und die Glaubens- und Lebensgeschichte der Getauften sehr konkret verwandelt. Der hinführende Beitrag wirbt dafür, die hermeneutischen Chancen dieses ungewöhnlichen Schreibens wahrzunehmen, das in Wissenschaft und Kirche Vielen noch immer wie ein Fremdkörper im Neuen Testament erscheint. Biblisch orientiert, denkerisch anspruchsvoll, rhetorisch gezielt und (gegen manches Vorurteil) lebenspraktisch kompetent, legt der Hebräerbrief den 'sprechenden Gott' aus, um christliche Identität in der Krise einer Schwellenzeit zu begründen und zu vertiefen. Er ist weder 'weltfremd' noch 'schwierig'. Er ist der erste Versuch einer offenen christlichen Redekultur und, gerade mit seiner aufschreckenden Leidenschaft, ein Pionierstück der theologischen Vernunft.
£129.09
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Evangelien und die Apostelgeschichte: Studien
Book SynopsisAndreas Lindemann versammelt 16 exegetisch-theologische Aufsätze zu den Evangelien und zur Apostelgeschichte, die während seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Kirchlichen Hochschule Bethel entstanden.Im ersten Kapitel legt er wichtige Texte des Markusevangeliums aus. Im zweiten Kapitel geht es um Grundfragen der Auslegung der Logienquelle Q, um parallele Reden und Erzählungen im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte, um das Bild der Anfänge des christlichen Lebens in Jerusalem und der Anfänge der "Heidenmission". Die Studien zum Johannesevangelium im dritten Kapitel fragen nach dem Verhältnis der Gemeinde zur "Welt" und nach dem Verständnis des Gesetzes. Im vierten Kapitel werden übergreifende Themen der Theologie und Hermeneutik erörtert, so zur Frage einer "Theologie der synoptischen Evangelien" zu neueren Tendenzen in der Auslegung neutestamentlicher Wundererzählungen und zum Jesusbild der Evangelien, insbesondere im Blick auf Jesu Verhältnis zu Menschen aus der Völkerwelt. Jedes Kapitel wird mit einem Überblick über Aspekte der neueren Forschung eingeleitet.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Pseudepigraphie und Verfasserfiktion in
Book SynopsisVersuche der Beurteilung von Pseudepigraphie in der Antike und im Neuen Testament sind zuletzt in den 1960er und 1970er Jahren unternommen worden. In der neutestamentlichen Forschung wurden die aus der Altertumswissenschaft stammenden Anregungen oft einseitig zur generellen Legitimation neutestamentlicher Pseudepigraphie rezipiert, ohne nach einer differenzierten Beurteilung der jeweiligen pseudepigraphischen Fiktion und ihrer Legitimität zu fragen.Angesichts dieser Situation sollen mit dem vorliegenden Band Problematik und Vielfalt der Pseudepigraphie neutestamentlicher Briefe dokumentiert, die neueren Ansätze zusammengefasst und so die Diskussion weiter vorangebracht werden. Es wird dabei eine repräsentative Breite angestrebt, die nicht nur alle im Neuen Testament als pseudepigraphisch beurteilten Briefe (einschließlich des Hebräerbriefes) behandelt, sondern den Kontext antiker und frühjüdischer Pseudepigraphie berücksichtigt. So werden auch die für die Entstehung neutestamentlicher Briefe traditionsgeschichtlich relevanten Bereiche einbezogen, u.a. apokalyptische Literatur, Weisheits- und Testamentenliteratur, apokryphe Schriften sowie der antike Briefroman.
£214.53
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus Handbuch
Book SynopsisPaulus ist, um ein berühmtes Votum Rudolf Bultmanns aufzunehmen, zum Begründer einer christlichen Theologie geworden. In diesem Buch stehen die Person des Paulus und sein Werk im Mittelpunkt. Wir blicken heute auf eine rege, mit Ferdinand Christian Baur in der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Forschungsgeschichte zurück und befinden uns gegenwärtig in einer recht offenen und von höchst divergenten Ansätzen bestimmten Forschungssituation. Die großen Epochen des vergangenen Jahrhunderts - die Religionsgeschichtliche Schule, die Kerygmatheologie Rudolf Bultmanns und seiner Schüler und die 'New Perspective on Paul' - sind keineswegs überholt. Ihren Fragen und Ergebnissen gegenüber ist die Forschung bleibend verpflichtet. Zum Ansatz gegenwärtiger Paulus-Exegese gehört seit einigen Jahrzehnten, dass in einem Dreischritt das Leben des Apostels, seine Briefe und seine Theologie gleichwertig bedacht werden und dass sich aus der Zusammenschau dieser Aspekte erst ein Gesamtbild ergibt. Die jüngere Forschung hat hinsichtlich des Lebens des Apostels auf den bleibenden jüdischen Untergrund aufmerksam gemacht, der vor allem im Schriftgebrauch Ausdruck findet. Paulus entfaltet sein theologisches Denken im Gespräch und in der Auseinandersetzung mit seiner Tradition, mit seinen Mitarbeitern, seinen Gemeinden und den ihn bedrängenden Gegnern, aber auch in möglichst präziser Wahrnehmung der Religiosität und Kultur der Städte seiner Gemeinden. Es ist die konstruktive Aufgabe der Exegese, auf der Grundlage aller vermutlich authentischen Briefe und unter Berücksichtigung des Lebens des Apostels eine Theologie des Paulus zu entwerfen. Gegenwärtig scheint hierfür der Gedanke einer partizipatorischen Christologie leitend zu sein. Das Paulus Handbuch stellt Leben, Briefe und Theologie des Paulus dar und rahmt diesen Schwerpunkt mit der Forschungsgeschichte und mit einem Ausblick auf Wirkung und Rezeption des Apostels. Mehr als vierzig Autorinnen und Autoren beschreiben den Weg des Pharisäers Paulus zum Heidenapostel, analysieren seine Briefe und rekonstruieren das Werden seiner christlichen Theologie. Eine durchgehende Lektüre des Handbuchs wird die Leserschaft mitnehmen in eine breite, vielleicht für manche in ihren althistorischen, epistolographischen, kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen neue und ungewohnte Forschungslandschaft.
£63.80
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Gebet im Neuen Testament: Vierte europäische
Book SynopsisDer Band gibt in seinem ersten Teil die Vorträge der Vierten europäischen orthodox-westlichen Exegetenkonferenz vom 4. - 8. August 2007 im Brancoveanu-Kloster Sambata de Sus (Rumänien) wieder. Thema der Konferenz war das Gebet im Neuen Testament als Grundlage und Bezugspunkt für die unterschiedlichen Gebetstraditionen der Kirchen in Ost und West.Der zweite Teil des Bandes vereinigt weitere Studien zum Themenkreis des Gebets im Alten und Neuen Testament, im antiken Judentum und in der Alten Kirche.Die Symposien von orthodoxen und "westlichen" (evangelischen und katholischen) Neutestamentlern widmen sich methodischen und hermeneutischen Grundfragen der biblischen Exegese. Mit Beiträgen von: Urs von Arx, Christfried Böttrich, Dimitrij F. Bumazhnov, James D.G. Dunn, Christos Karakolis, Hans Klein, Konstantinos Kornarakis, Thomas J. Kraus, Hermut Löhr, Vasile Mihoc, Tobias Nicklas, Karl-Heinrich Ostmeyer, Barbara Schmitz, Franz Tóth, Konstantinos Zarras
£136.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Heil und Geschichte: Die Geschichtsbezogenheit
Book SynopsisDer Band vereint Beiträge eines Symposiums, das im Frühjahr 2007 zu Ehren von Martin Hengel stattfand. Die über 30 Beiträge reflektieren die Frage der "Heilsgeschichte" in ihren exegetischen und theologischen Bezügen. Der Kreis der Beiträge reicht vom Alten Testament über Josephus, Philo, Qumran und die Rabbinica, die wesentlichen neutestamentlichen Autoren und Schriftenkreise, griechische und römische Autoren, die Gnosis und Irenäus, Augustinus und Luther bis hin zur neuzeitlichen Interpretation bei Kant und Hamann, von Hofmann, Bultmann, Löwith, Rosenstock Huessy und Pannenberg. Der Band regt somit zu einer erneuten theologischen Reflexion über das Problem der fundamentalen Geschichtsbezogenheit des Heils und die Möglichkeit einer theologischen Rede von der "Heilsgeschichte" an.
£223.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Kolosserbrief im Kontext des paulinischen
Book SynopsisDer Kolosserbrief als ältestes paulinisches Pseudepigraphon ist ein biblisches Textzeugnis, das ganz wesenhaft intertextuell strukturiert ist. Zum einen bildet der Rückgriff auf Inhalte, Sprachlichkeit und Motivik der Protopaulinen die Voraussetzung für die Verfasserfiktion des Schreibens und damit für seine Rezeption als authentischer Bestandteil der Paulusüberlieferung. Zum anderen wird jene Paulusüberlieferung zugleich auch einer Re-Interpretation unterworfen: Dadurch, dass der Autor des Briefes in der Form fiktiver Selbstreferenz auf die authentischen Paulusbriefe zurückgreift, präsentiert sich der Kolosserbrief als Selbstauslegung Pauli, als Interpretationsanweisung zum Verständnis des paulinischen Erbes.Nicole Frank untersucht die dabei wirksamen intertextuellen Strategien und Mechanismen in ihrer text- und referenztextorientierten Funktion, d.h. unter der doppelten Fragestellung, mit welchen literarischen Mitteln sich der Kolosserbrief als paulinisch präsentiert und welches Verständnis paulinischer Theologie durch diese fiktive Selbstreferenz Pauli nahegelegt werden soll.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in apokryphen Evangelienüberlieferungen:
Book SynopsisDie apokryphen Jesusüberlieferungen bilden einen Bereich vielfältiger Deutungen des Wirkens Jesu, die oft in nur wenig bekannten Sprachen und schwer zugänglichen Manuskripten erhalten sind. Der hier vorliegende Band stellt eine umfassende Bestandsaufnahme maßgeblicher Texte dieses Überlieferungsbereichs aus der Perspektive ausgewiesener Kenner dieser Texte dar.Er versammelt eine Vielzahl von Studien zu außerneutestamentlichen Jesusüberlieferungen aus diversen Sprach- und Kulturtraditionen. Dabei kommen häufig diskutierte apokryphe Texte, wie etwa das Thomas-, das Petrus- oder das Mariaevangelium in den Blick, es werden aber auch bislang weniger bekannte Überlieferungsbereiche wie der syrische, der äthiopische und der slawische berücksichtigt. Auf diese Weise entsteht ein faszinierendes Spektrum antiker und mittelalterlicher Rezeptionen der Lehre Jesu, die diese in verschiedener Weise fortschreiben und in neue Kontexte stellen.
£180.28
JCB Mohr (Paul Siebeck) Neues Testament und hellenistisch-jüdische
Book SynopsisDie Erforschung der lebensweltlichen Rahmenbedingungen der Entstehung neutestamentlicher Schriften erfährt in den letzten Jahren stärkere Beachtung. Die Beschäftigung mit den Zeugnissen der antiken Alltagskultur wirft aber methodische Fragen auf, die bisher in ihrer Tragweite kaum bedacht wurden. Das III. Internationale Symposium zum Corpus Judaeo-Hellenisticum Novi Testamenti hat sich dieser Thematik speziell unter dem Aspekt der jüdisch-hellenistischen Alltagskultur gewidmet. Dabei ging es erneut um "wechselseitige Wahrnehmungen", d.h. um die Frage, welchen Beitrag die Erforschung der hellenistisch-jüdischen Alltagskultur für das Verständnis des Neuen Testaments leisten kann und umgekehrt, welche Perspektiven sich aus neutestamentlicher Sicht für die Erforschung der jüdisch-hellenistischen Alltagskultur ergeben. Die Erträge des interdisziplinären Dialogs zwischen neutestamentlicher Forschung und Beiträgen aus den Bereichen Epigraphik, Numismatik, Archäologie, Papyrologie, Ikonographie, Geographie und Kulturgeschichte sind in diesem Band dokumentiert.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Geschichte des Gottesvolkes und christliche
Book SynopsisFür die Entstehung christlicher Identität bildet die Bibel aus Altem und Neuem Testament ein wichtiges Fundament. Das zeigt etwa die Rezeption einzelner Texte, wie z.B. auch die der Stephanusperikope Apg 6,1-8,3. Aus ihr wird zum einen die Verehrung der Gestalt des Stephanus als erster christlicher Märtyrer abgeleitet, zum anderen wird sie als Paradigma für die Überlegenheit des Christentums über das Judentum verstanden. Inwiefern sind diese Rezeptionsschwerpunkte vom Text der Stephanusepisode abgedeckt?Um dieser Frage nachzugehen, wird hier auf der Basis von Überlegungen zur Gesamtstruktur des biblischen Kanons im Dialog mit geschichtstheoretischen Ansätzen zur identitätsstiftenden Funktion von Geschichte der Text der Stephanusepisode in seinen biblischen Kontexten betrachtet. Dementsprechend wird die leitende Frage "Wie funktioniert der Text Apg 6,1-8,3 als Erzählung innerhalb der christlichen Bibel aus Altem und Neuem Testament?" gestellt und mit Teilfragen nach Darstellung und Funktion der Gestalt des Stephanus sowie nach dem durch den Text vermittelten Bild der Geschichte Israels verbunden.So erfolgt vor dem Hintergrund einer kanonisch-intertextuellen Exegese der Stephanusepisode eine Auseinandersetzung mit der durchaus ambivalenten Rezeption dieses Textes. Dabei werden außerdem Überlegungen über einen Zusammenhang von Reflexionen der Geschichte Israels, die in biblischen Texten enthalten sind, und christlicher Identität angestellt.
£134.23
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Freude im Lukasevangelium: Ein Beitrag zur
Book SynopsisDas Lukasevangelium verheißt eine "große Freude". Dieser Affekt wird zum Leitmotiv wie in keinem anderen frühchristlichen Zeugnis. Viele intratextuelle Bezüge zeigen, dass der Verfasser ein reflektiertes Konzept verfolgt. Anke Inselmann untersucht, wie das Verständnis der Freude im Verlauf der Erzählung entfaltet und definiert wird. Auf der Grundlage einer historisch-kritischen und literaturwissenschaftlichen Analyse werden antike Affektpsychologie und moderne Emotionstheorien in die Exegese einbezogen. So wird deutlich, dass das Lukasevangelium mit verschiedenen Modellen zur Affektkontrolle anleiten will. Der Verfasser zielt dabei auf eine Freude, die beständig, kognitiv kontrolliert und mit unmittelbaren Handlungskonsequenzen verbunden ist. Sie ist nicht dem philosophisch Weisen vorbehalten, sondern wird auch einfachen Menschen der christlichen Gemeinschaft zugeschrieben. Damit wirbt Lukas in seinem Umfeld für ein attraktives Christentum, das durch Freude charakterisiert ist.
£129.09
JCB Mohr (Paul Siebeck) Aposteldekret und antikes Vereinswesen:
Book SynopsisMit dem Aposteldekret präsentiert der Verfasser der Apostelgeschichte am Höhepunkt seiner Darstellung Bestimmungen zur Ordnung in der Gemeinde, deren historische und theologische Einordnung Rätsel aufgibt. Zu ihrer Lösung soll im vorliegenden Band ein Zusammenwirken über die Disziplinengrenzen beitragen. Die frühchristlichen Gemeinden, für die das Aposteldekret gedacht war, gehörten wie jüdische Synagogen zu dem weiten Bereich antiker Vereinigungen. Daher führt eine Verknüpfung der beiden Themenbereiche Aposteldekret und Vereinswesen, wie sie hier vorgenommen wird, zu neuen Einblicken und Erkenntnissen. Neben primär exegetischen Beiträgen und Untersuchungen zur Wirkungsgeschichte des Dekrets finden sich althistorische Einblicke in das antike Vereinswesen sowie Versuche, das Aposteldekret auf diesem Hintergrund deutlicher zu profilieren.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Narratologie und biblische Exegese: Eine
Book SynopsisZur Auslegung von biblischen Erzähltexten greift die Exegese zunehmend auf literaturwissenschaftliche Methoden zurück, insbesondere auf die Narratologie. Aufgrund der verschiedenen Ansätze und Terminologien ist die Forschungslage jedoch nur schwer zu überblicken.Sönke Finnern gibt daher eine systematische Einführung in den interdisziplinären Forschungsstand zur Narratologie und entwickelt eine umfassende, detaillierte Methode zur Analyse von Erzählungen. Umwelt (Setting), Handlung, Figuren, Perspektive und Rezeption einer Erzählung behandelt er durchgängig aus der Sicht der "kognitiven Wende". Der kognitive Ansatz ("Wie soll der Rezipient die Erzählung wahrnehmen?") ermöglicht dabei die Einbindung historisch-kritischer Methodenschritte. Die erarbeiteten Beschreibungskategorien werden am Beispiel von Matthäus 28 diskutiert. Die Studie mündet in einen Vorschlag zur Neuordnung der exegetischen - und allgemein textwissenschaftlichen - Methoden.
£145.57
JCB Mohr (Paul Siebeck) Welcher Thomas?: Studien zur Text- und
Book SynopsisDas Thomasevangelium erzählt nicht das Leben Jesu, sondern präsentiert sich als lose Sammlung von Worten aus seinem Munde. Die einzelnen Sprüche begegnen darin als isolierte Texte ohne den nötigen Kontext, an dem sich die Deutung einzelner Logien kontrollieren ließe. Um den Text dennoch zu entschlüsseln, wurden in neuerer Zeit verstärkt Ansätze für eine Kompositions- und Redaktionsgeschichte des Thomasevangeliums entwickelt. Dabei wurde jedoch vernachlässigt, dass wir von einer ganzen Reihe von Thomaslogien zwei Fassungen besitzen, die sich zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. Wilfried Eisele untersucht diese Logien und nimmt dabei den koptischen Text aus Nag Hammadi und die griechischen Fragmente aus Oxyrhynchos als eigenständige Textformen ernst. Daraus ergeben sich interessante Einblicke in die Strukturen der Text- und Überlieferungsgeschichte des Thomasevangeliums.
£126.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Glaube in den Pastoralbriefen: Pistis als Mitte
Book SynopsisVom Glauben (Pistis) ist in den Pastoralbriefen in vielfachen Kontexten und mehr als in anderen frühchristlichen Schriften die Rede. Trotz des sehr engen Anschlusses an Paulus sind aber z.B. nicht die "Werke des Gesetzes" als Gegensatz im Blick. Eine Auslegung sämtlicher Belege zeigt, dass Pistis im Corpus Pastorale eine große Breite aufweist: Glaube bildet einerseits eine Art Rahmenbegriff und Grundwort für das Christliche überhaupt und bleibt andererseits christologisch bestimmt; er bildet die Grundrelation zwischen Gott und Mensch und stellt eine belastbare Basis der Gemeinschaft dar. Pistis hat integrierenden Charakter und bezeichnet die Mitte christlicher Existenz. Zu Beginn der bisher einzigen Monographie zum Thema untersucht Bernhard Mutschler die Begriffe Glaube/glauben, Pistis/pisteuein, fides/credere sowie Pastoralbriefe, Corpus Pastorale und "Tritopaulinen" ausführlich.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Inkulturation des Christentums: Aufsätze und
Book SynopsisIn den hier versammelten Aufsätzen und Studien beschäftigt sich Bernhard Heininger mit der Frage, wie sich das frühe Christentum in die es umgebende Umwelt "inkulturierte". Zentrale Themen des Bandes sind die Grundlagen dieser Inkulturation, unter anderem die Rückfrage nach dem historischen Jesus, und die Auseinandersetzung mit Paulus und seiner Umwelt. Dabei wird der Kaiserkult als eine der maßgeblichen Folien für die Interpretation neutestamentlicher Schriften ebenso thematisiert wie die allmähliche Ausbildung von Riten und Ritualen, deren Reinterpretation in der beginnenden Gnosis und die Debatte um Status und Rolle der Geschlechter im frühen Christentum. Zusammengenommen entsteht so ein Panorama religionsgeschichtlichen Arbeitens am Neuen Testament, wie es für den Autor und sein Verständnis von Exegese charakteristisch ist.
£126.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Septuaginta und das frühe Christentum - The
Book SynopsisDie Septuaginta stellt die älteste Übersetzung der Hebräischen Bibel ins Griechische dar. In den Beiträgen dieses Bandes wird die Übersetzung der Septuaginta in den Rahmen der Übersetzung anderer religiöser Texte der Antike gestellt und die spezifische Weise der Übersetzung in den einzelnen Schriften und zu zentralen Begriffen erfaßt. Von grundlegender Bedeutung wurde die Septuaginta für das entstehende Christentum und seine Literatur. In welcher Weise im Neuen Testament die Septuaginta aufgenommen wurde, wird differenziert in einer ganzen Reihe von Untersuchungen entfaltet. Schließlich wird der Blick über die neutestamentliche Literatur in die Patristik hinein ausgeweitet. Mit Beiträgen von:Eberhard Bons, Thomas Scott Caulley, Athanasios Despotis, Reinhard Feldmeier, Ron Heine, Carl Holladay, Gudrun Holtz, Wolfgang Kraus, Stefan Krauter, Armin Lange, Hermann Lichtenberger, Ulrike Mittmann, David Moessner, Heinz-Dieter Neef, Anna Maria Schwemer, Folker Siegert, Hermann Spieckermann, Loren Stuckenbruck, Emanuel Tov, J. Cornelis de Vos
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die heiligen Propheten, eure Apostel und ich:
Book SynopsisDie Zeit, in der Exegeten über das angeblich unbeholfene, literaturferne Griechisch des zweiten Petrusbriefes die Nase rümpften, ist vorbei. Die jüngere Forschung hat dessen Orientierung an literarischen Vorbildern offen gelegt. Eine besondere Gruppe innerhalb des textuellen Universums des zweiten Petrusbriefes stellen dabei die für ihn autoritativen jüdischen und frühchristlichen Schriften dar, auf die er in unterschiedlicher Weise Bezug nimmt. Eine Untersuchung auf der Basis der intertextualitätstheoretischen Erkenntnis, dass Anspielungen, Zitate und andere Formen der Kontaktaufnahme zwischen Texten von der Selbsteinschätzung des verweisenden Textes zeugen, führt zu der Erkenntnis, dass der zweite Petrusbrief seine eigene Position bestimmt zwischen der Funktion von Auxiliarliteratur, die auf die autoritativen Schriften verweist, und dem Anspruch auf Eingliederung in diese Schriftengruppe.
£147.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die jüdischen Feste im Bellum Judaicum des
Book SynopsisFlavius Josephus gilt als einer der wichtigsten Zeugen für Praxis und Deutung der jüdischen Feste in der Zeit vor 70 n.Chr. Jedoch stand bisher eine Untersuchung aus, die die entsprechenden Belegstellen in ihrem literarischen Kontext wahrnimmt. Birke Siggelkow-Berner greift den Befund auf, dass die jüdischen Feste im Bellum Judaicum eigens als Thema genannt werden sowie sprachlich und sachlich als ein klar abgegrenzter Komplex erscheinen. Sie analysiert alle Festbezüge in dieser Schrift auf ihre Kontexteinbindung hin und kommt zum Ergebnis, dass diese Textpassagen gezielt für den Geschichtsbericht im Kontext gestaltet sind. Josephus nutzt das Deutungspotential der Feste in ihrem Bezug auf das ganze Volk, auf Jerusalem und auf den Tempel und nimmt auf diese Weise eine Verhältnisbestimmung zwischen dem Judentum und Rom sowie zwischen den jeweiligen Protagonisten vor, die auch heilsgeschichtliche Implikationen hat. Damit unterstützen und vertiefen die Festbezüge die Aussageintention des Bellum Judaicum insgesamt.
£128.77
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Johannesapokalypse: Kontexte - Konzepte -
Book SynopsisDie Johannesapokalypse ist zu einem Schwerpunkt der gegenwärtigen neutestamentlichen Forschung avanciert. Ihre historische Einordnung und Datierung sowie ihre traditions- und religionsgeschichtlichen Hintergründe werden ebenso intensiv diskutiert wie ihre literarische Rhetorik und ihre theologische Konzeption. Der Band vereint Vorträge eines Münchener Symposiums mit zusätzlich angefragten Beiträgen. Im ersten Teil "Kontexte" werden Fragen der Textgestalt und der Traditionsbezüge, der historischen Einordnung und der Datierung erörtert. Ein zweiter Teil thematisiert "Konzepte" der Apokalypse; darin wird u.a. Fragen nach der Christologie und Eschatologie nachgegangen, ferner stehen die Rede vom Martyrium und Untersuchungen zur Redaktion und theologischen Intention des Werkes im Mittelpunkt. Der abschließende dritte Teil "Wirkungen" fokussiert Schwerpunkte der Rezeption vom Montanismus und der Thomasapokalypse über Laktanz und Andreas von Caesarea bis zur orthodoxen Liturgie und zur Kunst William Blakes. Die Beiträge bieten einen repräsentativen Einblick in die wesentlichen Diskurse zur gegenwärtigen Apokalypseforschung.
£199.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Schriftgelehrte Prophetie: Der eschatologische
Book SynopsisApc Joh 12 ist ein Schlüsseltext der Johannesapokalypse. Jan Dochhorn erklärt diese Perikope aus der Textwelt der Johannesapokalypse und bestimmt ihre Bedeutung für das Buch als Ganzes. Auf Apc Joh 12 wendet er dementsprechend eine Lektürestrategie an, die auch für die gesamte Apokalypse gilt: Die Bedeutung des Textes wird entschlüsselt, indem die Kontextreferenzen offengelegt, Schriftreferenzen ermittelt und vorausgesetztes Traditionskenntnisse benannt werden. Diese Methode steht im Gegensatz zu einer Auslegungstradition, die Apc Joh primär aufgrund paganer Mythologeme erklärt.Gleichwohl verfolgt Jan Dochhorn ein religionshistorisches Anliegen: Er bestimmt Apc Joh 12 als wichtigen Belegtext für die im frühen Judentum und Christentum außerordentlich produktive Vorstellung vom endzeitlichen Teufelsfall, die von Überlieferungen über einen Teufelsfall in der Urzeit scharf abzugrenzen ist. Damit wird ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der jüdischen und christlichen Satanologie geleistet.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in Continuum
Book SynopsisOne of the central characteristics of the latest historical Jesus research has been the attempt to locate Jesus plausibly within first-century Judaism. Less emphasis has been placed on the question as to whether or how, if at all, the image of Jesus within the Jewish context also suits and accounts for the history of the influence and reception of Jesus in early Christianity. Tom Holmén urges that the Christian reception history of Jesus be given a proper role in research. He argues that the scrutiny of the reception should not be a mere appendage to the more careful study of Jesus within Judaism. Instead, the reception should be given equally serious attention and form an integral part of scholarly pursuits. As a result, one no longer studies Jesus "within Judaism" but "in continuum," namely in the continuum from early Judaism to early Christianity. The articles of this volume outline a continuum approach to the historical Jesus. They are divided into three areas exhibiting different aspects of the continuum approach: theoretical aspects, Jesus meets Christianity, and Jesus from Judaism to Christianity.
£167.31
JCB Mohr (Paul Siebeck) Eschatologie - Eschatology: The Sixth
Book SynopsisDie Autoren des vorliegenden Bandes interpretieren in historischen, exegetischen und hermeneutischen Untersuchungen Aussagen des Neuen Testaments über das Endgültige gegenüber allem Vorläufigen. Die verschiedenen eschatologischen Vorstellungen erhellen zugleich theologische Grundentscheidungen. In allen diesen Texten ist das Verhältnis eschatologischer Vorstellungen zum Christusgeschehen entscheidend. Das Verständnis der Zeit und der Geschichte mit Blick auf ihr Ende, die Frage nach der Auferstehung und nach dem Gericht, nach der endgültigen Versöhnung und der Gottesgemeinschaft sowie nach der spannungsreichen gegenwärtigen eschatologischen Existenz sind damit verbundene Themen. Die individuellen, die universalen und die kosmischen Dimensionen der Eschatologie werden vor ihrem traditions- und religionsgeschichtlichen Hintergrund so entfaltet, dass ihre theologische Bedeutung erhellt wird. Mit Beiträgen von:Jens Adam, John M.G. Barclay, Martin Bauspieß, Stephen C. Barton, Lutz Doering, Hans-Joachim Eckstein, Simon Gathercole, Bernd Janowski, Christof Landmesser, Hermann Lichtenberger, Friederike Portenhauser, Anna Maria Schwemer, Francis Watson, Benjamin G.Wold, Philip G. Ziegler
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Exegetische Studien
Book SynopsisDie Aufsatzsammlung enthält Studien zu zentralen Texten der Evangelien, der Paulusbriefe und der Septuaginta sowie zu grundlegenden Themen neutestamentlicher Theologie und Hermeneutik. Gegenstand der Untersuchung sind unter anderem das christologisch-soteriologische Zeugnis der großen Wundererzählungen Mk 9,14-29 und Joh 11,1-44, die paulinische Sicht des Gesetzes, der Rechtfertigung, der Versöhnung, der Gemeinschaft beim Herrenmahl und der Totenauferstehung, die biblische Auffassung von Wesen und Bedeutung der Apostel Jesu Christi und die Aussagen des Neuen Testaments über Gemeindeleitung und Kirchenleitung. Die einzelnen Aufsätze suchen philologische Texterschließung und theologische Interpretation in angemessener Weise miteinander zu verbinden und dokumentieren damit jenes Verständnis der neutestamentlichen Wissenschaft, das in zwei Beiträgen des Bandes eigens thematisiert wird.
£64.32
JCB Mohr (Paul Siebeck) Ferdinand Christian Baur und die Geschichte des
Book SynopsisFerdinand Christian Baur (1792-1860) kann als einer der entscheidenden Impulsgeber für die Ausbildung der historisch-kritischen Forschung im 19. Jahrhundert gelten. Sein immenses Werk erstreckt sich über viele Bereiche des Neuen Testaments, der Kirchen- und Dogmengeschichte. Für die heutige Diskussion, in der viele ganz grundsätzliche Fragen im Blick auf die historisch-kritische Methode gestellt werden, lassen sich zahlreiche Anregungen im Werk Baurs finden, dem die Autoren dieses Bandes in Einzeluntersuchungen nachgehen. Der Band bietet sowohl Rekonstruktionen der Einsichten Baurs zu verschiedenen Themen (Synoptiker, Johannes, Paulus, Gnosis, Wunder, Auseinandersetzung mit dem Katholizismus, Geschichtsschreibung, Einleitungsfragen, Theologie des Neuen Testaments, Judentum und Hellenismus) als auch Studien zum Verhältnis Baurs zu David Friedrich Strauß oder zur Philosophie Hegels. Auch der Rezeption Baurs in Deutschland und in England wird nachgegangen. Das Bild des Theologen Baur wird durch eine Studie zu Baurs Bedeutung für die Praktische Theologie abgerundet. Auf diese Weise entsteht ein Bild der theologischen und historischen Konzeption Baurs, das der heutigen Diskussion Vertiefungen bieten kann. Es zeigt sich, dass Baur mit seinem systematisch reflektierten Zugang zur Geschichte des Christentums auch heute noch Anregungen zu geben vermag, selbst wenn viele seiner materialen Ergebnisse als überholt gelten können. Die Rekonstruktion der Konzeption Baurs geschieht deshalb ganz bewusst vor dem Hintergrund gegenwärtiger Problemkonstellationen.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Qumran und die Archäologie: Texte und Kontexte
Book SynopsisIn der Diskussion um die Funde von Qumran ist in den letzten Jahren verstärkt die Archäologie in den Blick getreten. Verbreitete Ansichten zum Charakter der Siedlung von Khirbet Qumran und zur Funktion der Gebäude wurden in Frage gestellt, und teilweise wurde der Bezug zwischen den Schriftrollen und der Siedlung selbst in Zweifel gezogen. Dieser Band, der im Kern auf eine Fachtagung im Frühjahr 2008 zurückgeht, will das Gespräch zwischen Textwissenschaft und archäologischer Kontextforschung beleben. Erörtert werden wissenschaftstheoretische Fragen der Verbindung von Archäologie und Textforschung, neuere Erkenntnisse zur Archäologie von Khirbet Qumran und seiner Umgebung, der Charakter und die Zusammengehörigkeit der "Bibliothek" von Qumran, aber auch in Qumran gefundene Artefakte sowie in einzelnen Qumran-Texten vorliegende architektonische Vorstellungen, um zu einer präziseren Bestimmung des Verhältnisses zwischen den textlichen Welten und der "Außenwelt" zu kommen.
£179.16
JCB Mohr (Paul Siebeck) Hermeneutik der Gleichnisse Jesu: Methodische
Book SynopsisGleichnisse sind Rätseltexte. Sie sind nicht klar und eindeutig, sondern setzen einen Prozess der Deutung in Gang, der je nach Perspektive unterschiedlich ausfallen kann. So gibt es nicht nur eine richtige Interpretation eines Gleichnisses, sondern vielmehr unterschiedliche Verstehensmöglichkeiten, die je und je neu gefunden werden müssen.In ihrer bewusst kalkulierten Deutungsoffenheit machen die Gleichnisse die Reflexion der Verstehensvoraussetzungen und -methoden unerlässlich, sie erfordern Hermeneutik.Der vorliegende Sammelband stellt sich dieser Herausforderung und dokumentiert dabei zugleich hermeneutische Weichenstellungen, die innerhalb des Kompendiums der Gleichnisse Jesu (hg. v. R. Zimmermann, 2007, Gütersloher Verlagshaus) leitend wurden.Im Einzelnen werden historische (z.B. sozialgeschichtliche), sprachwissenschaftliche (z.B. gattungstheoretische) sowie rezeptionsästhetische (z.B. semiotische) Ansätze der Gleichnisdeutung vorgestellt und diskutiert. Dabei wird immer wieder der Dialog mit der amerikanischen Gleichnisforschung gesucht.Neben der Divergenz der Verstehenswege sollen aber auch Schnittstellen und mögliche Verknüpfungen unterschiedlicher Perspektiven im Horizont einer 'integrativen Gleichnishermeneutik' sichtbar werden.
£108.16
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Feste im Johannesevangelium: Jüdische
Book SynopsisDas Johannesevangelium gehört zu den Schriften des Neuen Testaments, die besonders stark von Traditionen jüdischen Denkens und jüdischer Frömmigkeit durchdrungen sind. Das zeigt sich auch darin, dass sein chronologischer und geographischer Rahmen davon geprägt ist, dass Jesus sich wiederholt zur Feier jüdischer Feste in den Jerusalemer Tempel begibt und sich ein Großteil des Wirkens und Lehrens des johanneischen Jesus im Kontext und vor dem Hintergrund verschiedener jüdischer Feste abspielt. Dorit Felsch untersucht detailliert die von Johannes aufgenommenen Festtagstraditionen des antiken Judentums und macht diese auf ihre vom Evangelisten intendierte christologische Bedeutung hin transparent.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Bibelkritik und Auslegung der Heiligen Schrift:
Book SynopsisUm die Mitte des 18. Jahrhunderts kam es in der Geschichte der biblischen Exegese zu einem Traditionsbruch, der einschneidender war als alle früheren Zäsuren. Daraus ging die sogenannte historisch-kritische Methode hervor. Marius Reiser geht der Frage nach, wie und warum es zu diesem Traditionsbruch kam und ob er wirklich irreparabel ist.Schwerpunkt der Beiträge ist die Geschichte der Bibelwissenschaft in Frankreich, Deutschland und England vom 16.−19. Jahrhundert. Aber auch die Väterzeit und das Mittelalter werden berücksichtigt. Einzelne Studien (z.B. zu Gen 22; Jes 7,14; Jes 53; Mk 11,12−14) erfassen die gesamte Auslegungsgeschichte. Alle wichtigen Fragen der Hermeneutik kommen zur Sprache. Dabei soll auch das gemeinsame katholisch-protestantische Erbe deutlich werden. Die mit der Aufklärung in Verruf geratene Methode der Allegorese wird gründlich behandelt und als symbolische Auslegungsweise verstanden, die von bleibendem Wert und erneuerbar ist. Bibelkritik und theologisch-symbolische Auslegung der Heiligen Schrift müssen keine Kontrahenten sein.Unter den Exegeten, die eingehender behandelt werden, sind der Jesuit Benito Perera (1535−1610), Richard Simon (1638−1712), J.L. Isenbiehl (1744−1818) und F. von Hummelauer (1842−1914). Marius Reiser zeigt, daß die historisch-kritische Exegese keine Frucht der Hermeneutik und Exegese der Reformatoren ist, sondern vielmehr aus der Verbindung von humanistischer "Kritik" mit Prämissen der Aufklärung hervorgeht.
£69.45
JCB Mohr (Paul Siebeck) Textkritik und Textgeschichte: Studien zur
Book SynopsisGegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. bemerkte schon der anonyme Übersetzer des deuterokanonischen Buches Jesus Sirach die beträchtlichen Unterschiede zwischen den hebräischen Texten von Gesetz, Propheten und anderen Büchern sowie ihrer griechischen Übersetzung, die sich in der sogenannten Septuaginta erhalten hat. Eine derartige non parva differentia stellte er auch beim Vergleich seiner griechischen Version und ihrem hebräischen Ausgangstext fest. Die Unterschiede zwischen hebräischem und griechischem Bibeltext waren den Auslegern und Übersetzern über Jahrhunderte bekannt. Viele von ihnen, so etwa Hieronymus, verbanden mit dieser Feststellung abwertende Urteile über die Zuverlässigkeit der Septuaginta. Spätestens seit der Zeit des Humanismus griffen christliche Ausleger aber immer wieder auf den griechischen Bibeltext zurück, wenn der hebräische sich als schwierig oder gar rätselhaft erwies, und suchten diesen wenigstens punktuell mit Hilfe der griechischen Textvarianten zu verbessern. In den letzten ca. 30 Jahren ist die textkritische Forschung am Bibeltext mehr und mehr von diesem Verfahren abgerückt. Der Text der Septuaginta wird vielmehr in seiner ganzen Vielfalt und Entwicklung als ein Zeuge der Textgeschichte des Alten Testaments angesehen, der eine eigene Betrachtung verdient. Die im vorliegenden Band gesammelten Artikel greifen diese Fragestellung auf. Anhand ausgewählter Beispiele vor allem aus den Psalmen sowie den Prophetenbüchern wird herausgearbeitet, dass die Übersetzer den Sinn ihrer hebräischen Ausgangstexte einerseits zu bewahren versuchten, andererseits aber auch neue inhaltliche Akzente setzten. Dabei ist ein Einfluss zeitgenössischer Theologie oft unverkennbar. Und dennoch ist damit nicht ausgeschlossen, dass die Septuaginta stellenweise einen ursprünglicheren Bibeltext bewahrt als die Hebräische Bibel.
£116.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus und die kaiserzeitliche Epistolographie:
Book SynopsisIn den Papyrusbriefen kaum gebildeter Absender sozial niederer Herkunft meinte A. Deißmann zu Beginn des 20. Jh. eine Erklärung für die formalen und stilistischen Unterschiede der paulinischen Briefe gegenüber den literarischen Briefen gefunden zu haben. In diesen Unterschieden spiegle sich nicht der semitisch-jüdische Hintergrund der Paulusbriefe, sondern ihre Zugehörigkeit zur nichtliterarischen Gebrauchsprosa. Damit einher ging die Betonung des Gelegenheitscharakters der Paulusbriefe, der sie zum unmittelbaren und ungekünstelten Ausdruck der Person und des religiösen Empfindens ihres Verfassers mache. Gegenüber diesen Positionen, die bis heute in der neutestamentlichen Forschung präsent sind, stellt Thomas Johann Bauer ausgehend von den Briefen an Philemon und an die Galater die Frage, ob die Briefe des Paulus tatsächlich so unliterarisch und kunstlos sind, wie A. Deißmann meinte. Dazu entwickelt er auf der Grundlage der antiken Brieftheorie und im Blick auf die formalen Konventionen und Funktionen des Briefes in der Antike differenzierte Kriterien für die Analyse und Kontextualisierung der paulinischen Briefe. Zusätzlich werden kommunikationstheoretische Überlegungen einbezogen, die in den letzten Jahren in der Klassischen Philologie für die Analyse antiker Briefe nutzbar gemacht wurden und den Blick für die gezielte briefliche Selbstdarstellung des Absenders geschärft haben. Auf der Grundlage dieser methodischen Überlegung entsteht ein Programm, das auch eine nahtlose Integration rhetorischer Aspekte (Argumentation und Ethopoiie) in die Briefanalyse ermöglicht.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Sünde und Rechtfertigung bei Paulus: Eine
Book SynopsisEun-Geol Lyu stellt die christliche Deutung des paulinischen Sündenverständnisses in Frage und versucht, seine Rechtfertigungslehre von einem Sündenverständnis her neu zu deuten, dem zufolge die Rechtfertigungslehre aus 'Sühnungstheologie', 'Nichtanrechnungstheologie' und 'Befreiungstheologie' besteht. Somit steht das Sündenverständnis und nicht die Gesetzespolemik im Vordergrund der paulinischen Theologie. Diese Rekonstruktion der Rechfertigungslehre geht von der einzigartigen Sündenvorstellung des Apostels aus, wobei ἁμαρτία an manchen Stellen eine zu sühnende Sündentat darstellt, aber auch eine nicht anzurechnende Übertretung, und im Römerbrief sogar die Macht, von der wir zu befreien sind. Diese Aspekte der ἁμαρτία gehen auf das paulinische Bemühen zurück, seine anthropologische Voraussetzung für die Soteriologie unter allen Umständen in Schutz zu nehmen: 'Alle sind Sünder'.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Glauben, Handeln, Verstehen: Studien zur
Book SynopsisIn den in diesem Band enthaltenen vierzehn Studien fragt Andreas Lindemann nach dem Verhältnis des Urchristentums zu Israel und erörtert einige konkrete Aspekte neutestamentlicher und frühchristlicher Ethik; es folgen Beobachtungen zur Auslegungs- und Theologiegeschichte von der Alten Kirche über die Reformationszeit bis zur Gegenwart.Zunächst untersucht Andreas Lindemann das komplizierte Verhältnis des entstehenden Christentums zu Israel vor allem im Blick auf die Stellung Jesu und am Beispiel der Rolle des Paulus sowie unter der Frage, welches Israel-Verständnis sich in den neutestamentlichen Schriften zeigt. Anschließend geht er Fragen der ethischen Praxis im Urchristentum nach, denen unverändert aktuelle Bedeutung zukommt - das Thema 'Gewalt', das Problem der kirchlichen Lebenswirklichkeit in einer nichtchristlichen Welt, die Praxis urchristlicher Diakonie am Beispiel der Jerusalem-Kollekte und das ethische Problem des Wertes des werdenden Lebens am Beispiel des Schwangerschaftsabbruchs. Der Bogen der weiteren Beiträge spannt sich dann von der neutestamentlichen Traditionsgeschichte der Erzählung vom "Reichen Jüngling" und ihrer Auslegung durch Klemens von Alexandria über die exegetische Arbeit des Genfer Reformators Johannes Calvin bis zu Aspekten der Geschichte der neutestamentlichen Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert, mit dem konkreten Beispiel der kirchlichen und wissenschaftlichen Arbeit Hans von Sodens und Rudolf Bultmanns in den Jahren 1933 bis 1945.Die Mehrzahl der Studien verdankt sich Anstößen und Anfragen, die unmittelbar aus dem Raum der Kirche kamen und auf die mit einem wissenschaftlich verantworteten exegetisch-theologischen Beitrag reagiert werden sollte. Für die vorliegende Veröffentlichung wurden alle Studien grundlegend bearbeitet und aktualisiert.
£155.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Wirken Jesu in Galiläa bei Johannes: Eine
Book SynopsisDas Verhältnis des Johannesevangeliums zu den Synoptikern gehört seit Origenes zu den größten Problemen der Evangelienexegese und nach der Auflösung des seit P. Gardner-Smith bestehenden Konsenses steht es heute vor einer Neubestimmung. Zu dieser will auch der Autor des vorliegenden Buchs beitragen. Zbyněk Garský analysiert mit neueren textlinguistischen Methoden die intertextuellen Bezüge des vierten Evangeliums zu den Synoptikern und zeigt am Beispiel des Wirkens Jesu in Galiläa bei Johannes, dass die Lösung des Origenes im Grunde der Intention des Johannes entspricht. Der vierte Evangelist ist ein aufmerksamer Exeget der Synoptiker und schreibt sein Evangelium in einem literarischen Gespräch mit den drei älteren Evangelien, die er dabei einer allegorischen Relektüre unterzieht. Diese intertextuelle Schreibweise lässt sich mit dem von U. Eco geprägten Begriff als "intertextuelle Ironie" bezeichnen und stellt ein seit der Antike bekanntes Phänomen dar, das die Allegorie und Allegorese kennzeichnet.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Portraits of Jesus: Studies in Christology
Book SynopsisThe authors of this collection of essays focus on understandings of Jesus in various early Christian writings. Notable are several texts that examine the presentation of Jesus in the Gospels of John and Mark, as well as in the Book of Hebrews and in the letters of Paul. Other early Christian literature is represented as well, from the Infancy Gospel of Thomas to various Apocryphal Acts of Apostles and liturgical or other prayer texts, while some essays address a range of ancient literature, Christian and non-Christian. The authors of these essays examine the ways in which ancient writers addressed the significance of Jesus, as well as the their sources, dialogue partners, and critics in a variety of perspectives and methods. Contributors:Stephen P. Ahearne-Kroll, Paul F. Bradshaw, Dylan M. Burns, Joshua Ezra Burns, Stephen J. Davis, Joshua D. Garroway, Judith M. Gundry, Daniel C. Harlow, Jeremy F. Hultin, Timothy Luckritz Marquis, Candida R. Moss, Susan E. Myers, George L. Parsenios, Michael Peppard, Richard I. Pervo, Bryan D. Spinks, Gregory E. Sterling, Thomas H. Tobin, S.J., Emma Wasserman
£117.77
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Petrusbild im Johannesevangelium
Book SynopsisPetrus erscheint im Johannesevangelium stellenweise mehr als Stein des Anstoßes denn als Fels. Vor allem neben dem Lieblingsjünger wirkt seine Figur ambivalent. Aus dieser Perspektive hat die Forschung häufig einen Gegensatz zwischen der johanneischen und der 'petrinisch'-großkirchlichen Tradition konstruiert, der erst in Joh 21 aufgelöst werde. Tanja Schultheiß kommt zu anderen Ergebnissen: Sie bietet erstmals eine synchrone Analyse aller johanneischen Petrus-Passagen (unter Einbeziehung narratologischer Aspekte) und analysiert das johanneische Petrusbild im Gegenüber zu den synoptischen Bildern. Es steht weder im Gegensatz zu diesen, noch lässt sich ein Graben zwischen Joh 1-20 und Joh 21 erkennen. Vielmehr kommt der durchgehend ambivalenten Darstellung des Petrus narrativ und theologisch eine wichtige Funktion zu: In der Zuordnung zum Lieblingsjünger wie in der Rolle als Sprecher der Jüngergemeinde verkörpert die Petrus-Figur exemplarisch die Angewiesenheit aller Glaubenden auf die spezifisch nachösterliche "Sehweise" des Johannesevangeliums.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Hermeneutische Theologie - heute?
Book SynopsisHermeneutische Theologie ist die Kurzformel eines theologischen Programms, das eng mit den Namen Rudolf Bultmann, Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel verbunden ist. Die Autoren dieses Bandes analysieren die Herkünfte, Aufgabenstellungen, Gemeinsamkeiten und Differenzen innerhalb dieser theologischen Bewegung, prüfen ihre Argumente und fragen nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Dabei wird den Verbindungslinien zur Wort-Gottes-Theologie und existentialen Hermeneutik des 20. Jahrhunderts ebenso nachgegangen wie denen zur Ereignishermeneutik der Gegenwart.
£90.19
JCB Mohr (Paul Siebeck) Apk 11 und der Bar Kokhba-Aufstand: Eine
Book SynopsisThomas Witulski überprüft die These der Datierung der Abfassung der Johannesapokalypse in die Zeit zwischen 132 und 135 n. Chr. an Apk 11,1-13 auf ihre Tragfähigkeit. Wird dieser Text auf dem Boden dieser neuen Datierung der Apk zeitgeschichtlich interpretiert, lassen sich viele bis dahin kaum befriedigend erklärte Probleme seiner Auslegung zwanglos lösen: Mit seinen Ausführungen in Apk 11 bezieht sich der Apokalyptiker auf den zwischen 132 und 135 n. Chr. zu datierenden Bar Kokhba-Aufstand. Die beiden in Apk 11 auftretenden "Zeugen" repräsentieren Bar Kokhba und den Priester El'azar, den politischen und den geistlichen Führer dieses zweiten jüdischen Krieges gegen Rom. Nach anfänglichen Erfolgen wird die von ihnen initiierte Rebellion von dem "Tier aus dem Abgrund", dem römischen Kaiser Hadrianus, niedergeschlagen; die Führer der Aufständischen verlieren ihr Leben, Jerusalem, die heilige Stadt, wird zerstört.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Performanzkritik der Paulusbriefe
Book SynopsisDie biblischen Texte stammen aus einer Kultur, in der die Schrift in der Regel dem gesprochenen Wort diente. Das Geschriebene wurde vor Zuhörern vorgetragen und entfaltete seine Wirkung in einem gemeinschaftlich erlebten Ereignis. Dabei waren über den semantischen Gehalt des Dargebotenen hinaus auch die Elemente mündlicher Kommunikation von Bedeutung, die in der Schrift nicht erfasst werden können und trotzdem ihre Spuren hinterlassen haben, zum Beispiel Tonfall, Blickrichtung, Gestik, die Körperlichkeit der Beteiligten und ihre Interaktion. Performanzkritik, ein neuer methodischer Zugang zu den biblischen Texten, nimmt diese Spuren auf und sucht das Ereignis zu erfassen, für das der Text gestaltet wurde und zu dem er beigetragen hat. Bernhard Oestreichs Werk ist die erste Monographie in deutscher Sprache über diese neue Methode der Bibelinterpretation und die erste zur Performanzkritik der Paulusbriefe überhaupt. Im ersten Kapitel behandelt er zunächst die Wurzeln der Performanzkritik. Sie ist aus der rhetorischen Exegese und der Mündlichkeitsforschung erwachsen und nimmt Anregungen aus Theaterwissenschaft und Performanzkunst auf. Danach definiert er Performanz und stellt darauf aufbauend die Methode vor. In den folgenden drei Kapiteln wendet er diese Methode auf die Paulusbriefe und andere frühchristliche Briefe an. Dabei wird erkennbar, dass diese Texte so gestaltet sind, dass der Vortragende durch sie an den Empfängern handelt und Interaktion im Publikum provoziert. Die Paulusbriefe werden als soziale Ereignisse lebendig, ihre Intentionen werden deutlicher erkennbar und das Verständnis schwieriger Passagen wird erleichtert.
£128.59
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gott als Vater der Jünger im Johannesevangelium
Book SynopsisIn der johanneischen Theologie tritt die Rede von Gott als "dem Vater" im Gegenüber zu "dem Sohn" besonders hervor, ebenso die Rede von der Gotteskindschaft der Glaubenden (Joh 1,12). Doch fällt dabei auf, dass im Johannesevangelium erst in 20,17, im Rahmen der österlichen Erscheinungen, explizit von Gott als Vater der Jünger gesprochen wird. In einem exegetischen Durchgang durch die johanneischen Abschiedsreden, in denen das Verhältnis zwischen den Jüngern und Gott im Horizont des bevorstehenden Todes Jesu behandelt wird, und in der Analyse der einschlägigen Passagen der johanneischen Ostererzählungen bestimmt Frances Back die Bedeutung der Rede von Gott als Vater der Jünger für die Komposition und Theologie des Johannesevangeliums näher.
£101.13
JCB Mohr (Paul Siebeck) Approaching New Testament Texts and Contexts:
Book SynopsisIn this volume, Lars Hartman deals with several major topics. Some of the essays are devoted to exegetical and hermeneutical issues, beginning with the theoretical considerations concerning what it means to write a commentary. These are followed by detailed studies on various aspects of text analysis as a preparation for his commentary on the Gospel of Mark. Furthermore, Hartman has written groundbreaking articles on baptism, especially in regard to the name formula. The final essays deal with the Hellenistic context of various New Testament texts and topics, for instance the study of "Hellenistic Elements in Apocalyptic Texts". This volume is an appropriate complement to Lars Hartman's earlier collection on text-centered New Testament studies, which was published in 1997.
£176.95