New Testaments Books
JCB Mohr (Paul Siebeck) Kontexte des Johannesevangeliums: Das vierte
Book SynopsisEine der strittigsten Fragen der Forschung ist die religionsgeschichtliche Einordnung des Johannesevangeliums. Während dieses lange primär im Kontext des Hellenismus gesehen wurde, beherrschte im 20. Jahrhundert zunächst das Verhältnis zur Gnosis die Diskussion. Seit den Qumranfunden finden jüdische Hintergründe wieder stärkere Beachtung, doch lassen sich die Bezüge zur hellenistisch-römischen Welt nicht vernachlässigen. Ebenso kontrovers diskutiert wird das Verhältnis der johanneischen Tradition zu den anderen frühchristlichen Traditionsströmen, den Synoptikern, zur paulinisch-deuteropaulinischen Tradition oder zu der im Thomasevangelium erkennbaren Gnostisierung der Jesusüberlieferung.Die Autoren in diesem Band erörtern die religions- und traditionsgeschichtlichen Bezugsfelder des Johannesevangeliums. Damit bietet der Band in nuce ein Kompendium der wichtigsten Kontexte, die für die Interpretation des Johannesevangeliums zu berücksichtigen sind.
£179.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Neutestamentler Ernst Lohmeyer: Studien zu
Book SynopsisErnst Lohmeyer ist ein Opfer beider totalitärer Regime auf deutschem Boden. Durch die Teilnahme an beiden Weltkriegen war die Zeit seiner wissenschaftlichen Arbeit mehrfach unterbrochen, in der Zeit des Nationalsozialismus wurde sein Wirken durch die Zustände an den Universitäten und nicht zuletzt durch seine Strafversetzung von Breslau nach Greifswald stark beeinträchtigt, und schließlich hat seine politisch motivierte Ermordung durch die sowjetische Geheimpolizei am 19. September 1946, die in der DDR tabuisiert war, eine breitere Wirkung seiner Ansätze in der Nachkriegszeit verhindert.Andreas Köhn arbeitet erstmals umfassend die tragische Biographie Ernst Lohmeyers auf. Sein Buch liefert zugleich einen wertvollen Beitrag zur Erschließung des philosophischen Hintergrundes und zum Verständnis einzelner Aspekte der exegetischen Lebensarbeit Lohmeyers. Der Band regt weiter dazu an, das Werk dieses großen "vergessenen" Theologen des 20. Jahrhunderts - mehr als fünfzig Jahre nach seiner Ermordung - erneut zu studieren und die Anstöße aus seinem facettenreichen Denken für die Debatten der Gegenwart fruchtbar zu machen.
£101.81
JCB Mohr (Paul Siebeck) Verkündigtes Heil: Studien zu den synoptischen
Book SynopsisDer vorliegende Band enthält eine größere Anzahl Studien und Aufsätze von Heinrich Baarlink zu Fragen, die in der Synoptikerforschung nach wie vor aktuell und in vielen Fällen umstritten sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem lukanischen Doppelwerk. Jeder der Evangelisten verkündet das Heil Gottes; einer der Schwerpunkte des Matthäus ist das Erkennen des Willens Gottes. Bei Markus ist das Heil verborgen und zugleich offenbar im Kreuz Jesu. Dort entsteht das Bekenntnis in seinem ganzen Umfang, und Jesu Tod als Lösegeld für viele ist der Schlüssel zum Verstehen der Christusbotschaft als Evangelium.Das Doppelwerk des Lukas stellt die Forschung auch nach fünfzig Jahren redaktionskritischer Arbeit noch immer vor ungelöste Rätsel; das Ergebnis sind eine große Anzahl von Verlegenheitsauskünften in den Kommentaren. Heinrich Baarlink geht davon aus, daß redaktionskritische Arbeit nur dann zu weiteren Ergebnissen führen kann, wenn sich die Aufmerksamkeit des Forschers nicht nur auf die formale Redaktion überkommener - mündlicher wie schriftlicher - Tradition, sondern mit Nachdruck auch auf die verborgenen theologischen Strukturen richtet, die die redaktionelle Kompositionstechnik bestimmen. Es zeigt sich, daß Lukas sich immer wieder durch das Schriftwort vom 'Gnadenjahr des Herrn' (Js 61,1 f. in Lk 4,18 f.) hat leiten lassen. So spannt er auf literarischer Ebene wiederholt den Bogen über eine heilsgeschichtlich relevante Periode, die sowohl die Zeit des irdischen Jesu als die der Kirche umfaßt.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Philo und das Neue Testament: Wechselseitige
Book SynopsisDer Band gibt die Ergebnisse eines internationalen Symposiums wieder, das im Rahmen des Projekts "Corpus Judaeo-Hellenisticum Novi Testamenti" im Mai 2003 in Eisenach und Jena stattfand. In übergreifenden Standortbestimmungen (u.a. durch Greg L. Sterling u. L. Hurtado) wird grundlegend das Verhältnis von Philo und dem Neuen Testament reflektiert.In den Einzelbeiträgen, die mehrheitlich die Form von Paar-Vorträgen aufweisen, nehmen Philo-Spezialisten und Neutestamentler aus wechselseitiger Perspektive heraus u.a. zu Fragen der Inspiration, Mystik, Logos-Theologie und Anthropologie im Werk Philos bzw. einzelner neutestamentlicher Schriften Stellung. Ein Schwerpunkt der Aufsätze liegt auf den paulinischen Briefen, daneben stehen Beiträge zur Apostelgeschichte, dem 1. Petrusbrief und dem Brief an die Hebräer. Eine dritte Gruppe von Aufsätzen präsentiert das Ergebnis von gemeinsamen Philo-Lektüren während der Tagung unter altphilologischer Leitung. Damit kommt ein weiterer Rezeptionshorizont in den Blick, der sowohl für Philo wie das Neue Testament relevant ist.In Zeiten zunehmender Spezialisierung zeigt dieser Sammelband die Notwendigkeit der interdisziplinären Beschäftigung mit dem komplexen Phänomen des Frühjudentums.
£134.43
JCB Mohr (Paul Siebeck) Whose Acts of Peter?: Text and Historical Context
Book SynopsisThe Actus Vercellenses, a Latin text preserved in only one manuscript copy, is published widely in translation under the title Acts of Peter. The Acts of Peter is thought to be the title of an ancient work, originally in Greek, which is usually said to have been composed in the second-century in Asia Minor. Accordingly, the Vercelli Acts are often treated simply as evidence for second-century Christian discourse. However, many issues relating to the study of the Actus Vercellenses qua Acts of Peter have hitherto been inadequately established, especially: the character, extent, and original time of composition of the ancient Acts of Peter ; the antiquity of the manuscript copy and the Latin version; and the proximity of the Latin Actus Vercellenses to extant Greek parallels in the Martyrium Petri, the Vita Abercii, and the Oxyrhynchus fragment. Through a detailed examination of the external evidence for ancient Petrine acta writings, through a thorough paleographical and philological investigation of manuscript Vercelli Bib. Cap. CLVIII and the Latin text of the Actus, and through an extensive synoptic comparison of all the extant Greek parallels to the Actus Vercellenses, Matthew C. Baldwin investigates and settles all of these issues. Ultimately, the results show that the Actus Vercellenses is probably best understood as evidence for fourth century Christianity in the west. In its current form, this Acts of the Apostle Peter is effectively that of a later, Latin speaking scriptor from the west.
£101.66
JCB Mohr (Paul Siebeck) Von Ben Sira zu Paulus: Gesammelte Aufsätze zu
Book SynopsisDie vorliegende Aufsatz-Sammlung faßt die exegetischen, theologischen und hermeneutischen Arbeiten Oda Wischmeyers zu frühjüdischen und neutestamentlichen Texten zusammen.Ziel der Beiträge ist es, die frühjüdischen und neutestamentlichen Texte aus den exegetischen und religionsgeschichtlichen Spezialdiskursen herauszuholen und in einen weiteren literaturwissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Rahmen zu stellen. Das gilt besonders für die Spezialstudien zur literarischen Bedeutung und zur Religion des Paulus, zur Behandlung von Religion in der Apostelgeschichte und zur Valenz des Mythosbegriffs. Die neutestamentliche Hermeneutik wird im Kontext der gegenwärtigen Dekanonisierungsdiskurse entworfen.
£175.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Drachenkampf und Sonnenfrau: Zur Funktion des
Book SynopsisIn einzigartiger Weise kommt das Mythische in der Johannesapokalypse zur Darstellung. Alle bisherigen exegetischen Versuche, den absichtsvoll gestalteten Rückgriff auf weit verbreitete Mythologeme literarkritisch bzw. durch Quellenzuschreibungen aufzulösen oder gar zu entmythologisieren, dürfen jedoch aufgrund immer neuer Aporien in der Auslegung inzwischen als gescheitert angesehen werden. Deshalb ist der längst etablierte Mythosbegriff insbesondere mit Blick auf das in ihm bereitgestellte Denkangebot sowie hinsichtlich seiner Pragmatik hermeneutisch neu zu überdenken. Eine wichtige Vorentscheidung bildet dabei die rezeptionsästhetische Einsicht, daß zwischen Textgestaltung und Wirkung ein unmittelbares Entsprechungsverhältnis besteht, womit der Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte des apokalyptischen Textes eine entscheidende heuristische Funktion zukommt. Die mythische Ausgestaltung der Johannesapokalypse kann darüber hinaus weder als ein Zufallsprodukt noch als ein bloßer Zusatz des urchristlichen Verfassers erachtet werden. Vielmehr zeigt Michael Koch am Beispiel von Kapitel 12 paradigmatisch für die gesamte Johannesapokalypse, in welcher Weise das neutestamentliche Buch "mythisch" gestaltet ist und welche Bedeutung diesem Phänomen für den Aufbau des Buches einerseits sowie für die Wirkung auf den Leser andererseits zukommt. So kann der Mythos bezüglich seiner inner- wie außerliterarischen Funktionen neu bestimmt werden, ohne jedoch vorschnell entmythologisiert oder vereindeutigt zu werden.
£107.07
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Biographie der Hure Babylon : Studien zur
Book Synopsis"Babylon" ist mehrfach explizit behandeltes Thema biblischer Texte und ist stets mehr als eine geographische Entität. Die Bedeutungsebenen Stadt, Reich, Prinzip, Kultur und Frau sind in den verschiedenen Texten unterschiedlich ausgearbeitet und doch oft verschmolzen, insbesondere in Jer 50-51; Offb 17-19 und vollends in den dominanten Rezeptionsgeschichten Europas. In ausführlichen Analysen der Texte Gen 11,1-9; Ps 137; Jes 13,1-14,27; 21,1-10.11-12; 47; Jer 25,1-38; 50,1-51,64; Sach 5,5-11 und Offb 17,1-19,10 arbeitet Ulrike Sals heraus, wie "Babylon" textimmanent und intertextuell gezeichnet ist: die alttestamentlichen Texte antworten derart aufeinander, daß sie zusammengelesen eine Biographie Babylons als Stadt bzw. Reich, Frau und Prinzip zeichnen. Dies ist in Offb 17-19 mit neuen theologischen Ausrichtungen und unter Einbeziehung weiterer Texte umgesetzt. Die Autorin bietet mit dieser Studie einen Beitrag zur Intertextualitätsdebatte alt- und neutestamentlicher Texte sowie zur Gender-Forschung und zur Repräsentation von Städten.
£110.20
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paul's Line of Thought in 2 Corinthians 4:16-5:10
Book SynopsisFredrik Lindgård analyzes verses 4:16-5:10 in 2 Corinthians, verses which have often been used to argue that Paul's eschatology developed over time or to ascertain whether or not Paul is an anthropological dualist. Paul's concern is how the Corinthians see him. His aim is to show them that he is frank and "open" to them and that his attitude to adversities confirms that he is a real apostle. He reveals his thoughts and emotions when facing suffering. The author shows that the section and its context do not support the view that Paul changed or developed his eschatology. Instead, the text displays the unsystematic character of Paul's eschatology. Concepts which Paul normally uses separately occur side by side without elaboration. Although Paul uses both dualistic and holistic language, the dominating feature is dualism. The analysis shows that a wide rhetorical approach can be useful when trying to understand Paul.
£90.19
JCB Mohr (Paul Siebeck) Judas and the Choice of Matthias: A Study on
Book SynopsisIn this volume Arie Zwiep examines the character and purpose of the Judas-Matthias pericope in Acts 1:15-26 in the wider context of Jewish, Graeco-Roman and early Christian traditions on the death of the wicked in terms of divine retribution. Through a comprehensive analysis of form and function of the pericope in its historical and literary context, this study seeks to discern the distinctly Lukan perspective in the light of first-century reflection on the figure of Judas Iscariot, the role of the Twelve in the earliest Christian communities, and current eschatological expectations that have coloured Luke's narrative presentation. Special consideration is given to the concurrent versions of Judas' death in Matthew 27:3-10 and the writings of Papias.
£85.04
JCB Mohr (Paul Siebeck) Oral Tradition and Literary Dependency:
Book SynopsisWith this work, Terence C. Mournet contributes to the ongoing discussion regarding oral tradition and the formation of the Synoptic Gospels. Synoptic studies have been marked by an excessive bias towards exclusively literary models of Synoptic interrelationships. Despite the widespread recognition that oral tradition played a significant role in the formation of the gospel tradition, the gospels are often examined as literary works apart from their relationship to oral performance. While not dismissing the use of written sources in the process of gospel composition, a study of the relationship in antiquity between oral communication and written texts leads us to re-examine any solution to the Synoptic Problem that does not take into adequate account the influence of oral tradition upon the development of the gospel tradition. Orality studies, and in particular folklore research, can help provide additional insight into the transmission of the early Jesus tradition and the formation of the Synoptic Gospels. The author examines various so-called 'Q' pericopes in light of the folkloristic characteristics of variability and stability, and he raises questions about how we envision the form and scope of a 'Q' text. While not discounting the assured results of literary methods of Gospel analysis, it is suggested that more serious attention be given to an oral performance model of early Christian tradition transmission.
£101.57
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus und Jesus: Eine Untersuchung zur
Book Synopsis"... Methodisch legt sich Jüngel fest, Paulus und Jesus als zwei einander folgende Sprachereignisse einer Sprachgeschichte zu verstehen, d.h. zu untersuchen, was in der Verkündigung Jesu und in der paulinischen Rechtfertigungslehre zur Sprache gekommen ist, und von daher die Unterschiede im Wie beider Sprachereignisse zu erklären.Diese Fragestellung erweist sich als höchst ertragreich für zentrale theologische Themen: Eschatologie, Weg von der Verkündigung Jesu zum verkündigten Christus, Glaube, Ursprung und Christologie. Weil es hier um das Ganze der Theologie geht, darum wird hier - abgesehen vom historischen Bezug - Aktuellstes verhandelt. Das und die Art und Weise, wie Jüngel die Fragen angeht, erklärt hinlänglich die eindrückliche Druckgeschichte."H. Riniker in Kirchenblatt für die reformierte Schweiz 136 (1980), Heft 18
£48.39
JCB Mohr (Paul Siebeck) The Old is Better: New Testament Essays in
Book SynopsisCurrent study of the New Testament features many new interpretations. Robert Gundry's book finds them largely wanting and defends traditional ones. Several of its essays have never been published before. Most of the rest, though previously published, have been updated and otherwise revised, sometimes heavily. Topics include theological diversity, symbiosis between theology and genre criticism, pre-Papian tradition concerning Mark and Matthew as apostolically Johannine, Secret Mark as secondary, mishnaic jurisprudence as compatible with Jesus' blasphemy, Matthew as not Christian Jewish, Matthean soteriology, criticism of H. D. Betz on the Sermon on the Mount, P. Oxy. 655 as secondary to Q 12:22b-31, resurrection as uniformly physical, criticism of nonreductive physicalism, criticism of the new perspective on Paul, nonimputation of Christ's righteousness, puberal sexual lusts in Romans 7:7-25, cruciform rather than incarnational emphasis in Philippians 2:6-11, Thessalonian eschatology, John's sectarianism, the pervasiveness of John's Word-Christology, Revelation's angelomorphic Christology, and the New Jerusalem.
£166.94
JCB Mohr (Paul Siebeck) Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament
Book SynopsisIn diesem Sammelband wird die gegenwärtige Diskussion über die theologische Bedeutung des Todes Jesu aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Der Band vereint deutsche und englische Studien zum paganen, alttestamentlichen und jüdischen Hintergrund der urchristlichen Deutungsmodelle, Spezialbeiträge zum Verständnis des Todes Jesu in einzelnen neutestamentlichen Schriften, Studien zur Rezeption der urchristlichen Modelle im 2. Jahrhundert und Beiträge, die sich mit der systematischen und religionspädagogischen Relevanz exegetisch-historischer Resultate befassen. Das Buch unternimmt auf diese Weise einen interdisziplinären Zugang zu einem zentralen theologischen Thema. In den einleitenden Beiträgen wird der größere Horizont der Diskussion thematisiert und auf der Rahmen für die weiteren Beiträge abgesteckt.
£169.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Apokalyptik als Herausforderung
Book SynopsisDie Aufsatzsammlung vereinigt neben einer thematischen Einleitung zwölf Beiträge, deren Schwerpunkt auf der Rezeption und Wirkung apokalyptischer Vorstellungen und Konzeptionen im neutestamentlich-frühchristlichen, paganen wie jüdischen und systematisch-theologischen Kontext liegt. Die Sammlung schlägt einen weiten Bogen von der Bedeutung der Apokalyptik für das Verständnis des historischen Jesus, über Beiträge zu klassischen neutestamentlichen Texten - wie Mk 13, dem Römer- und dem zweiten Thessalonicherbrief sowie Apk 12 - zu frühchristlichen Schriften aus dem Umfeld des Neuen Testaments - wie dem zweiten Klemensbrief, dem Johannes-Apokryphon und dem Thomas-Evangelium -, bis hin zu Beiträgen zur griechischen Eschatologie und der frührabbinischen Rezeption apokalyptischer Vorstellungen. Der Band schließt mit einer prominenten Auseinandersetzung in der Geschichte der Exegese und der Aktualisierung der Problematik aus systematisch-theologischer Sicht. Die Autoren der Beiträge geben einen Überblick über den Forschungstand wie dessen Aktualisierung in der Auslegung und Interpretation des Phänomens Apokalyptik. Ziel der Zusammenstellung ist eine ausführliche Beleuchtung der mit dem Stichwort "Apokalyptik" aufgegebenen Probleme und Erscheinungen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Theologie der Liebe Gottes in den
Book SynopsisFür die Interpretation der johanneischen Schriften galt seit Bultmann ein tiefgreifender Dualismus als bestimmende Kategorie. Dieser wurde religionsgeschichtlich entweder aus gnostischen oder aus frühjüdisch-qumranischen Kreisen hergeleitet. Enno Edzard Popkes arbeitet demgegenüber exegetisch heraus, daß das Netzwerk der vielfältigen Aussagen über die Liebe Gottes zur Welt, Jesu zu den Jüngern oder der Jünger untereinander die Tragweite der dualistischen Aussagen einschränkt und einen anderen Schlüssel zum Verständnis sowohl der Johannesbriefe als auch des Johannesevangeliums bietet. Der Autor erstellt eine ausführliche Analyse aller durch dualistische und liebessemantische Motive geprägten Texte der johanneischen Schriften und stützt das erhobene Verständnis durch sorgfältige religionsgeschichtliche Vergleiche ab. So zeigt sich die "Theologie der Liebe Gottes" im ersten Johannesbrief und die narrativ ausgestaltete "dramaturgische Christologie der Liebe Gottes" im Johannesevangelium, durch die deutlich wird, inwiefern das Leben und der Tod Jesu in österlicher Perspektive als ein Geschehen der Liebe Gottes verstanden werden können.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Starken und die Schwachen in Korinth und in
Book SynopsisVolker Gäckle befasst sich mit der Frage nach der Identität der als "schwach" und in Rom auch als "stark" charakterisierten Konfliktpartner in 1Kor 8,1-11,1 und Röm 14,1-15,13. Neben dem theologischen und soziologischen Profil der jeweiligen Gruppierungen steht die Frage nach der Herkunft der antithetischen Gruppenattribute, ihrem geistesgeschichtlichen Hintergrund und ihrer Funktion im Konflikt einerseits und in der paulinischen Argumentation andererseits im Mittelpunkt der Untersuchung. Nach einem forschungsgeschichtlichen Überblick folgt eine bisher noch fehlende ausführliche Untersuchung des Wortfeldes ?s???e?a / ?s????? in der antiken Literatur. Die hier gewonnenen Ergebnisse sind die Grundlage für die Bestimmung der jeweiligen Konfliktgruppen und für das Verständnis der paulinischen Argumentation. Dabei wird deutlich, wie Paulus seine im 1. Korintherbrief entwickelte Argumentationsstrategie mitsamt den in Korinth angetroffenen Gruppenattributen auf einen ähnlichen, jedoch nicht identischen Konflikt in der römischen Gemeinde appliziert. Darüber hinaus ordnet der Autor die paulinische Argumentation in das Gesamtbild der paulinischen Theologie ein.
£125.83
JCB Mohr (Paul Siebeck) Lutherische und Neue Paulusperspektive: Beiträge
Book SynopsisDie jüngere Paulusforschung hat im angelsächsischen Bereich wichtige neue Impulse bekommen. E.P. Sanders bezweifelte, dass das Bild des Judentums als einer durch "Werkgerechtigkeit" charakterisierbaren Gemeinschaft zutreffend sei, behauptete vielmehr eine von ihm durch den Terminus "Bundesnomismus" zusammengefasste jüdische "Religionsstruktur". K. Stendahl kritisierte, dass seit Augustin und Martin Luther die Theologie des Apostels Paulus primär unter der Vorgabe des "introspective conscience of the West" verstanden worden sei, während J.D.G. Dunn die paulinische Ablehnung einer Rechtfertigung aufgrund von "Werken des Gesetzes" nicht mehr als Angriff auf das Judentum interpretierte, sondern als Hinweis auf die Nichtübernahme von jüdischen "boundary markers". Diese "New Perspective on Paul" ist im deutschsprachigen Raum wenig rezipiert worden und stößt hier auf erhebliche Skepsis. Prominente evangelische und katholische Neutestamentler tragen in diesem Band wichtige Gesichtspunkte zu der Debatte bei. J.D.G. Dunn nimmt zu den einzelnen Aufsätzen Stellung. Damit ist eine Voraussetzung für eine nüchterne Auseinandersetzung mit relevanten Paulustexten und für die weitere Diskussion um die Rechtfertigungslehre gegeben.
£146.64
JCB Mohr (Paul Siebeck) Theologie des Neuen Testaments: Band I: Die
Book SynopsisFerdinand Hahn bietet mit diesem Lehrbuch eine Gesamtübersicht über das Neue Testament. Der erste Band beginnt mit einer Darstellung der Vielfalt des urchristlichen Zeugnisses in Gestalt einer Theologiegeschichte des Urchristentums. Hier stellt der Autor die Frage nach der theologischen Relevanz der Botschaft Jesu und behandelt die Verkündigung der aramäisch und der griechisch sprechenden Gemeinden. Er geht auf die paulinische und deuteropaulinische Theologie und die außerpaulinischen Schriften des hellenistischen Judenchristentums ebenso ein wie auf die synoptischen Evangelien samt Apostelgeschichte und die johanneische Theologie. Abgeschlossen wird Band I mit einem Ausblick auf die Übergangszeit zur Alten Kirche.Im zweiten Band folgt eine ausführliche Erörterung der Einheit des neutestamentlichen Zeugnisses anhand von Einzelthemen. In fünf Teilen bespricht Ferdinand Hahn das Alte Testament als Bibel des Urchristentums, die Offenbarung Gottes in Jesus Christus, und danach die soteriologische, die ekklesiologische und die eschatologische Dimension des Offenbarungsgeschehens. So wird in Verbindung mit der Einzelinterpretation die fundamentaltheologische Aufgabe der neutestamentlichen Exegese herausgearbeitet. Ziel des Werkes ist es, die Leser möglichst nahe an den neutestamentlichen Text und dessen Probleme heranzuführen.
£253.65
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Sühnetod des Gottesknechts: Jesaja 53 im
Book SynopsisUlrike Mittmann-Richert entwickelt in kritischer Auseinandersetzung mit der älteren und neueren Lukasforschung eine neue lukanische Soteriologie. Sie wendet sich gegen die These, bei Lukas habe das Kreuz Christi nicht den Stellenwert, den es in anderen neutestamentlichen Schriften hat. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, daß Lukas das Kreuzesgeschehen von Jesaja 53 her durchdringt und auf der Grundlage dieses Textes Jesus auf seinem Weg an das Kreuz konsequent als den von Gott zur Erlösung des Menschen gesandten Gottesknecht stilisiert. Wie andere neutestamentliche Schriftsteller versteht Lukas den Kreuzestod Jesu als ein Sühnegeschehen, gleichzeitig als die eschatologische Zeitenwende. In Jesu Todesstunde öffnet sich für den von der Macht der Sünde befreiten Menschen der Zugang zum Reich Gottes und wird das Leben in der ungebrochenen Gemeinschaft mit Gott zur Realität ewigen Heils. Die Autorin erstellt dieses soteriologische Profil des Lukasevangeliums in der Auslegung seiner Haupttexte, vor allem der Passions- und Ostererzählungen. In ausführlichen Exkursen bewertet sie auch die lukanische Christologie, Anthropologie, Eschatologie und Ekklesiologie neu.
£145.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Argumentiert Paulus logisch?: Eine Analyse vor
Book SynopsisJeder Versuch, Paulus zu verstehen, ist auch um einen Nachvollzug der zum Teil ebenso verwirrenden wie verworrenen Gedankengänge des Juden aus Tarsus bemüht. Wie jeder Mensch, der argumentiert und Folgerungen zieht, wirft auch Paulus die Frage auf, wie sich seine Argumente zur Logik verhalten. Sind sie als schlüssig einsichtig zu machen oder bewegen sie sich außerhalb der Strukturen rationalen Redens? Moisés Mayordomo geht dieser Frage auf der Grundlage antiker Logik nach. Er bietet zunächst einen Überblick über dieses faszinierende philosophische Gebiet und analysiert dann drei Argumentationsgänge exegetisch und logisch: die Auseinandersetzung mit der Auferstehungsleugnung in 1Kor 15,12-19, die Verhältnisbestimmung von Abrahamsbund und Rechtfertigung in Gal 3,6-14 und die Darlegung der Fol(gerun)gen menschlicher Schuld in Röm 1,18-3,20. Dabei stellt sich heraus, dass die Rolle logischer Stringenz bei Paulus unterschiedlich ausgeprägt ist. Neben dem methodischen Ertrag im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen formallogischer Textanalyse leistet dieses Buch einen Beitrag zum Verstehen der theologischen Leistung des Apostels und nimmt zugleich den Dialog zwischen Theologie und Logik erneut auf.
£123.65
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Neuen Testament: Band I:
Book SynopsisMit diesen beiden Bänden legt Ferdinand Hahn die wichtigsten Aufsätze und Einzelstudien aus über 30 Jahren vor, welche die Abfassung seiner Theologie des Neuen Testaments vorbereitet und begleitet haben. Die insgesamt 70, sämtlich neu durchgesehenen und z. T. korrigierten Studien umspannen einen weiten Bogen von exegetischen und methodischen Grundsatzfragen über die Jesusforschung, die Evangelien, die paulinische und deuteropaulinische Theologie, die neutestamentliche Ekklesiologie und Ethik bis hin zu den Spättraditionen des Neuen Testaments. Sie bieten detaillierte Textanalysen und eine dezidiert theologische Gesamtschau auf das Neue Testament. Eine Gesamtbibliographie der Schriften Hahns sowie umfangreiche Register runden die beiden Bände ab.
£189.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Neuen Testament: Band II:
Book SynopsisMit diesen beiden Bänden legt Ferdinand Hahn die wichtigsten Aufsätze und Einzelstudien aus über 30 Jahren vor, welche die Abfassung seiner "Theologie des Neuen Testaments" vorbereitet und begleitet haben. Die insgesamt 70, sämtlich neu durchgesehenen und z. T. korrigierten Studien umspannen einen weiten Bogen von exegetischen und methodischen Grundsatzfragen über die Jesusforschung, die Evangelien, die paulinische und deuteropaulinische Theologie, die neutestamentliche Ekklesiologie und Ethik bis hin zu den Spättraditionen des Neuen Testaments. Sie bieten detaillierte Textanalysen und eine dezidiert theologische Gesamtschau auf das Neue Testament. Eine Gesamtbibliographie der Schriften Hahns sowie umfangreiche Register runden die beiden Bände ab.
£199.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Dialog Uber Die Liebe Amatorius Scripta
Book Synopsis
£54.15
JCB Mohr (Paul Siebeck) The Tenants in the Vineyard: Ideology, Economics,
Book SynopsisJohn S. Kloppenborg gives a detailed analysis of one of the most difficult of Jesus' parables, the parable of the Tenants (Mark 12:1-12; Gospel of Thomas 65). He examines the ways in which Christians have typically read and mis-read the parable, and places the parable firmly in the context of the practices of ancient viticulture. The author models a new approach to the interpretation of the parables of Jesus. First, he critically engages the history of interpretation of the text, inquiring into the ideological interests that the parable has engaged during the history of its use in Christian churches and in political discourse. Second, he reconstructs the social world in which the parable was first told, in particular the economic, social, and legal aspects of ancient viticulture. He demonstrates that the parable of the Tenants has mostly been interpreted from the standpoint of those who wield social and political power, a strange irony considering the social status of the Jesus of history and the literary uses of the parable. All of the features common to the parable as it is told by Mark and the Gospel of Thomas make it a perfectly realistic story. It is only Mark's editing of the story that takes it beyond the realistic idiom characteristic of Jesus' other parables. The book concludes with a dossier of 58 papyrus documents relating to various aspects of viticulture and agrarian conflict.It was awarded the 2007 Francis W. Beare Book Award by the Canadian Society of Biblical Studies.
£233.75
JCB Mohr (Paul Siebeck) Christusbekenntnis und Jesusüberlieferung bei
Book SynopsisDetlef Häußer untersucht das Verhältnis von Jesus und Paulus im Hinblick auf die Christologie als ein zentrales Thema der paulinischen Theologie und der Jesusüberlieferung. Es geht dabei um die theologische und traditionsgeschichtliche Beziehung von Paulus zur urchristlichen Bekenntnistradition und zur Jesusüberlieferung. Der Autor vertritt die These, dass über beide Größen eine Traditionslinie von Jesus zu Paulus besteht. Nach einer Reflexion über geeignete Kriterien zur Identifizierung von Tradition innerhalb literarischer Kontexte werden vier christologisch zentrale Texte untersucht: 1.Korinther 15,3ff., Römer 1,3-4, Philipper 2,6-11 und Galater 4,4-6. Indem Paulus urchristliche Bekenntnisse und katechetische Texte rezipierte, die deutlich von Jesusüberlieferung beeinflusst sind, besteht eine traditionsgeschichtliche Kontinuität zu Jesus selbst. Die vorpaulinische Christologie konnte insbesondere an Jesu Selbstbekenntnisse anknüpfen. Entsprechende Traditionen sind sehr früh entstanden und Paulus dürfte sie schon in Damaskus und Jerusalem und nicht erst in Antiochien kennengelernt haben. Urkirchliche Traditionen bilden neben dem Damaskusereignis eine entscheidende Grundlage der paulinischen Christologie. In der Christologie ist deshalb sowohl eine bemerkenswerte theologische Sachkongruenz als auch eine traditionsgeschichtliche Kontinuität von Paulus zu den Aposteln vor ihm und zu Jesus selbst festzustellen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Kommunikation mit Gott und Christus: Sprache und
Book SynopsisDas Gebet ist wie jeder Akt der Kommunikation nicht allein bestimmt durch Inhalt und Zweck, sondern es ist zugleich Spiegel der Beziehung der Kommunizierenden zueinander. Karl-Heinrich Ostmeyer untersucht erstmals für alle Autoren des Neuen Testamentes, wie sie mit Hilfe von Gebetsterminologie die komplexen Beziehungen zwischen Gott, Christus und den Gläubigen zum Ausdruck bringen. Er zeigt, dass die unterschiedlichen Kommunikations- und die dahinter stehenden Beziehungskonzepte einen unmittelbaren Zugang zu den jeweiligen Theologien und Christologien eröffnen. Die Untersuchung macht deutlich, dass erst die Gesamtschau aller neutestamentlichen Autoren und ihrer unterschiedlichen Gebetskonzeptionen der Glaubensvielfalt der ersten christlichen Generationen gerecht zu werden vermag. Der systematische Aufbau und die differenzierte Behandlung jedes einzelnen der Autoren des Neuen Testamentes machen das Buch zu einem Nachschlagewerk für die unterschiedlichen verbalen und nonverbalen Formen der Kommunikation mit Gott und Christus im Neuen Testament. Zugleich bietet es ein umfassendes Kompendium der Theologien und Christologien, die sich in den Gebetskonzeptionen der Autoren des Neuen Testamentes manifestieren.
£136.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus und Johannes: Exegetische Studien zur
Book SynopsisDieser Sammelband enthält Aufsätze zu grundlegenden Aspekten der paulinischen und johanneischen Theologie. Methodisch wie inhaltlich spiegeln sie den diskursiven Prozess, der die Paulus- und Johannesforschung gegenwärtig kennzeichnet, und greifen in die aktuelle Diskussion über das literarische Anliegen und theologische Profil der beiden großen Gestalten des Urchristentums ein. Jörg Frey beleuchtet Hintergrund und Funktion des Dualismus im 4. Evangelium, Michael Theobald fragt nach der historischen Referenz und narrativen Rolle der im Johannesevangelium als jesusgläubig charakterisierten Juden, Klaus Scholtissek erörtert anhand des Glaubensbegriffs die Pragmatik der Kap. 5 und 9, Jean Zumstein illustriert am Beispiel der Hirtenrede das hermeneutische Problem der johanneischen Metaphern. Zu Themenbereich 'Paulus' analysiert David Hellholm die Argumentationsstruktur in Röm 5, Reinhard von Bendemann stellt die Rede vom "Zorn Gottes" (Röm/1Thess) in den Kontext hellenistisch-römischer Konzeptionen, Dieter Sänger thematisiert das Geschick Israels nach Röm 9-11, Gerhard Sellin befasst sich mit ästhetischen Aspekten der paulinischen Sprache, Ulrich Mell bestimmt den Galaterbrief als ein gemeindeleitendes Schreiben, Samuel Vollenweider problematisiert die These einer politischen Theologie im Philipperbrief, Otfried Hofius untermauert das traditionelle Verständnis des Syntagmas "Werke des Gesetzes", Gerd Theißen geht verschiedenen Deutungen des Todes Jesu nach, und Andreas Lindemann erörtert das Verhältnis des "christlichen" Apostels Paulus zum pharisäischen Juden Paulus. Im Schlussbeitrag untersucht Jürgen Becker das Verhältnis des johanneischen Kreises zum Paulinismus.
£157.54
JCB Mohr (Paul Siebeck) Diakonia im Neuen Testament: Studien zur Semantik
Book SynopsisDie 1990 erschienene Dissertation von J.N. Collins hat eine Diskussion um die Wortbedeutung von Diakonia und seinen Derivaten angestoßen und eine Bedeutung im Sinne christlicher Barmherzigkeit negiert. Anni Hentschel überprüft diese These und untersucht zunächst den Wortgebrauch zur Entstehungszeit des Neuen Testaments. Dabei bestätigt sich, dass Diakonia für unterschiedliche Beauftragungen verwendet wird, die häufig mit einer Vermittlungstätigkeit verbunden sind. Die Analyse der Belege des lukanischen Doppelwerks, der paulinischen und deuteropaulinischen Briefliteratur zeigt, dass die einzelnen Verfasser das Lexem, wie in der Gräzität üblich, sehr differenziert verwenden. Es kann sowohl den Auftrags- als auch den Verpflichtungscharakter der entsprechenden Tätigkeit herausstellen und bezeichnet unterschiedliche Aufgaben aus den Bereichen Wortverkündigung, Gemeindeleitung bis hin zu praktisch-organisatorischen Tätigkeiten. Eine spezifisch christliche Bedeutung des Lexems, etwa als Terminus technicus für Nächstenliebe, kann nicht aufgezeigt werden, allerdings wird es benutzt, um spezifisch christliche Aufträge und Sachverhalte darzustellen. Bereits bei Paulus legt sich zum Teil ein titularer Gebrauch nahe, jedoch nicht im Sinne von festgelegten Ämtern. Erst in den Spätschriften des Neuen Testaments und bei den Apostolischen Vätern lässt sich eine allmähliche Profilierung des Lexems für gemeindeleitende Ämter feststellen. Eine monokausale Ableitung des Diakonenamtes, z.B. aus dem Tischdienst bei der Abendmahlsfeier oder aus der Unterordnung unter den Bischof, kann angesichts des weiten Traditionshintergrundes nicht überzeugen.
£123.87
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gruppenreligionen im römischen Reich:
Book SynopsisDie Autoren der Beiträge in diesem Band, der aus einem Kolloquium des Schwerpunktprogramm "Römische Reichs- und Provinzialreligion" erwachsen ist, konzentrieren sich auf eine besondere Sozialform von Religion, nämlich auf Religionen, die sich über das Prinzip der Mitgliedschaft oder "Einweihung" als dauerhafte Kultgruppen organisieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der internen Strukturierung und der kultischen Intensivierung: Wie werden die Sozialbeziehungen in religiösen Gruppen strukturiert, strukturieren Mitgliedschaften und Einweihungen religiöse Biographien? Welche Rolle spielen Kulträume einerseits, die Frequenz von Kultakten und gemeinsamen Banketten andererseits? Dabei richtet sich der Blick auf das Verhältnis von Gruppenreligionen zu anderen traditionellen, öffentlichen oder krisenorientierten Kulten in lokalen Kontexten. Es wird deutlich, wie stark die scheinbar exklusiven religiösen Gruppierungen in lokale Religion integriert sind und zugleich auf der Basis geteilter Annahmen das kultische wie theologische Spektrum vergrößern. Ein wichtiges Ergebnis gegenüber der jüngeren Forschung zu religiösen Vereinen ist, daß der Organisationsgrad viel wechselhafter war, oft auch niedriger, die Lebensdauer der religiöse Gruppen viel kürzer, als unterstellt. Das Spektrum begann bei Kulten von Familien und Haussklaven; "Dachorganisationen", die örtliche Gruppen zusammenfassten, kamen nur selten und nicht immer dauerhaft zustande.
£73.50
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Agon bei Paulus: Herkunft und Profil
Book SynopsisMartin Brändl untersucht die paulinischen Metaphern, Anspielungen und Fachausdrücke aus dem Kontext der antiken Athletik, Gymnastik und Agonistik und zeigt, dass Paulus in der antiken Agon-Tradition eine besondere Stellung zukommt. Seine Metaphern verdanken ihr Profil der Anlehnung an alttestamentliche und frühjüdische Traditionen, in denen sich die agonistischen Metaphern schon vor Paulus fest mit der Tradition vom Leiden des Gerechten verbunden hatten. So wird verständlich, warum Paulus seinen Dienst in der Nachfolge des Gekreuzigten als apostolischen Agon charakterisieren kann und sich in seinem Einsatz für das Evangelium mit seinen Gemeinden verbunden weiß. Den Erfahrungshorizont dieser Gemeinden hat Paulus im Blick, wenn er die agonistischen Metaphern in Anspielung auf örtliche Gegebenheiten formuliert. Der Autor zeigt anhand der ausführlichen Aufnahme agonistischer Zusammenhänge und Bilder in 1. Korinther 9,24-27, dass der Apostel hier auf das Lokalkolorit der Isthmischen Spiele anspielt, die alle zwei Jahre in der unmittelbaren Nähe von Korinth stattfanden. Die Lebendigkeit und Anschaulichkeit seiner Metaphern zeigen, dass er über eigene Kenntnis der Agonistik und der Wettkämpfe seiner Zeit verfügt hat. An den agonistischen Metaphern, die Paulus nicht selten gebraucht, zeigt sich ebenso, dass Theologie und Biographie, missionarische Sendung und persönliche Erfahrung für den Apostel eng zusammengehören.
£124.05
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jews or Christians?: The Followers of Jesus in
Book SynopsisWhen was Christianity born? When was it that Christianity, born as a particular current within Judaism, constituted itself as a religion different and separate from the Jewish religion? The question has been asked, and the problem has therefore been considered, since the historical-critical investigation of Christian origins began. However the problem has become acute only in the last few decades, because of the occurrence of a whole series of circumstances and of reflections that have deeply changed the historiographic understanding regarding Judaism in the first century, and thus the origins of Christianity as well. Traditional opinion considered the founders of Christianity to be Jesus of Nazareth and Paul of Tarsus. Recent studies however affirm that a Christian religion as distinct from the Jewish religion can be spoken of only much later, and that for the entire first century, and for at least a part of the second century, Christianity was nothing more than a sect within Judaism. Dealing with the problem from an historical point of view, and thus considering not only Christianity of Jewish origin but also that of gentile origin, Giorgio Jossa demonstrates that the birth of a Christian identity as distinct from Jewish identity must actually be dated back to the first period of life of the community of Jesus.
£106.39
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zur Christologie: Kleine Schriften IV
Book SynopsisDieser Band enthält 13 Studien von Martin Hengel zur neutestamentlichen Theologie, die zwischen 1967 und 2004 entstanden sind. In ihnen befaßt er sich vor allem mit der Entstehung der Christologie in der frühen Urgemeinde. Themen sind unter anderem die Heilsbedeutung des Todes Jesu, das Osterereignis, Psalm 110 und der Kyriostitel, der Sohn Gottes, der frühe christliche Hymnus und die Entwicklung der Christologie im Rahmen der urchristlichen Chronologie. Von entscheidender Bedeutung ist der jüdische Hintergrund der Christologie und ihre Verbindung mit dem messianischen Anspruch Jesu, der zu seiner Kreuzigung führte.
£243.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Aufgabe und Durchführung einer Theologie des
Book SynopsisBerechtigung, Aufgabe, Aufbau und Durchführung einer "Theologie des Neuen Testaments" sind auch nach über 200 Jahren der Diskussion heftig umstritten. Während die einen nach religions- oder theologiegeschichtlichen Alternativen einer solchen Gesamtdarstellung der neutestamentlichen Wissenschaft suchen, fragen andere Autoren dezidiert nach der Einheit der neutestamentlichen Theologie in der Vielfalt der Entwürfe. Die Autoren der Beiträge dieses Sammelbandes erörtern die strittigen Fragen in internationaler und ökumenischer Perspektive und im Gespräch mit der Systematischen Theologie. Neben einigen programmatischen Entwürfen steht dabei die 2002 erschienene Theologie des Neuen Testaments von Ferdinand Hahn im Brennpunkt der Diskussion.
£185.41
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Herrlichkeit des Verherrlichten: Das
Book SynopsisMit der Begrifflichkeit von doxa und doxazein kann der vierte Evangelist so Unterschiedliches bezeichnen wie menschliche Ehre, die göttliche Offenbarungsherrlichkeit des AT und die Passion Jesu. Er beschreibt, wie Jesus auf Erden "Herrlichkeit" offenbart hat, obwohl er zu dieser Zeit "noch nicht verherrlicht" war und, wie einige Stellen nahe legen, doxa erst nach seinem Fortgang aus der Welt beim Vater erlangt hat. Solche und weitere Ungereimtheiten semantischer und zeitlich-logischer Art haben etliche Exegeten dazu geführt, dem Johannesevangelium ein einheitliches doxa-Verständnis abzusprechen. Nicole Chibici-Revneanu unternimmt den Versuch, die johanneische Verwendung von doxa und doxazein gerade in ihrer Vieldeutigkeit und Vielschichtigkeit exegetisch zu würdigen und zu erhellen. Vor dem Hintergrund jüdisch-christlicher Begriffsverwendung treten die Charakteristika der johanneischen doxa-Konzeption besonders deutlich hervor: Augenscheinlich bedient sich der Evangelist dieser Terminologie, um verschiedene theologische Horizonte seines Evangeliums zueinander in Beziehung zu setzen und so die als "Verherrlichung" verstandene Passion Jesu in seinen Gesamtentwurf zu integrieren und zu deuten. Dies geschieht nicht zuletzt in der Absicht, denjenigen, die in Jesu schmachvollem Tod die Unrechtmäßigkeit seines Anspruches besiegelt sehen, entgegenzuhalten, dass sich in der Passion tatsächlich eine Offenbarung Gottes ereignet hat, die Jesus - auch gegenüber seinen Gegnern - bleibend ins Recht gesetzt hat.
£157.74
JCB Mohr (Paul Siebeck) Römische Religion im Kontext: Kulturelle
Book SynopsisIn den hier gesammelten Versuchen und Vorarbeiten skizziert Hubert Cancik die Struktur der römischen Religion und erzählt ihre Geschichten. Er beobachtet die kultische Praxis und erklärt ihre Selbstreflexion, die eigene und die Kritik der anderen, der Griechen, Juden, Christianer. Das räumliche Zentrum dieser Religion und dieser Essays ist die Stadt Rom und die stadtrömische Religionsgeschichte: Denn diese Stadt ist das ' "Haupt", der "Tempel", der "Verschnitt" der Oekumene. Die Religionsgeschichte der Stadt Rom führt aber eben deshalb immer auf die Religionsgeschichte eines Imperium, das keine Grenze hat in Raum oder Zeit (Vergil). Der zeitliche Schwerpunkt der Aufsätze liegt in der klassischen Epoche, der Kaiserzeit und der Spätantike. Hier zeigt sich die Interaktion der römischen mit der griechischen, jüdischen und christlichen Religion in hervorragenden Texten (Markus, Tacitus, Flavius Josephus, Lukas, Lukian, Apuleius, Augustin). Alle Religionen dieser Epoche entwickeln oder verstärken universalistische Tendenzen. Auf der Grundlage früher und kontinuierlicher italisch-griechischer Kulturkontakte konvergieren unter dem nivellierenden Druck des Imperium die Religionen des Mittelmeerraumes. Es entsteht ein multireligiöses System, das als 'Reichsreligion' verstanden werden kann Das interreligiöse Gespräch war auch in der Antike selten und schwierig. Fremde Bilder und Riten können Angst auslösen oder transportieren; Vermeidung der anderen Religion ist leichter als ihre Wahrnehmung. Rerpression, Entsakralisierung, Ästhetisierung sind Folgen dieser Konflikte. Die Geistesgeschichte der römischen Religion interpretiert die "mythische Theologie" der Dichter, die geschichtlichen und philosophischen Reflexionen auf Religion, die Anfänge von Religionsgeschichtsschreibung und Religionswissenschaft.
£147.25
JCB Mohr (Paul Siebeck) Religionsgeschichten: Römer, Juden und Christen
Book SynopsisIn den hier gesammelten Versuchen und Vorarbeiten skizziert Hubert Cancik die Struktur der römischen Religion und erzählt ihre Geschichten. Er beobachtet die kultische Praxis und erklärt ihre Selbstreflexion, die eigene und die Kritik der anderen, der Griechen, Juden, Christianer. Das räumliche Zentrum dieser Religion und dieser Essays ist die Stadt Rom und die stadtrömische Religionsgeschichte: Denn diese Stadt ist das "Haupt", der "Tempel", der "Verschnitt" der Oekumene. Die Religionsgeschichte der Stadt Rom führt aber eben deshalb immer auf die Religionsgeschichte eines Imperium, das keine Grenze hat in Raum oder Zeit (Vergil). Der zeitliche Schwerpunkt der Aufsätze liegt in der klassischen Epoche, der Kaiserzeit und der Spätantike. Hier zeigt sich die Interaktion der römischen mit der griechischen, jüdischen und christlichen Religion in hervorragenden Texten (Markus, Tacitus, Flavius Josephus, Lukas, Lukian, Apuleius, Augustin). Alle Religionen dieser Epoche entwickeln oder verstärken universalistische Tendenzen. Auf der Grundlage früher und kontinuierlicher italisch-griechischer Kulturkontakte konvergieren unter dem nivellierenden Druck des Imperium die Religionen des Mittelmeerraumes. Es entsteht ein multireligiöses System, das als 'Reichsreligion' verstanden werden kann. Das interreligiöse Gespräch war auch in der Antike selten und schwierig. Fremde Bilder und Riten können Angst auslösen oder transportieren; Vermeidung der anderen Religion ist leichter als ihre Wahrnehmung. Repression, Entsakralisierung, Ästhetisierung sind Folgen dieser Konflikte. Die Geistesgeschichte der römischen Religion interpretiert die "mythische Theologie" der Dichter, die geschichtlichen und philosophischen Reflexionen auf Religion, die Anfänge von Religionsgeschichtsschreibung und Religionswissenschaft.
£137.75
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus und die Evangelien: Kleine Schriften V
Book SynopsisDer fünfte Band der Kleinen Schriften von Martin Hengel enthält in chronologischer Reihenfolge ihrer Entstehung 27 Studien, die die Person und das Wirken Jesu und die vier Evangelien betreffen. Sämtliche Beiträge sind durchgesehen und einzelne auch teilweise ergänzt. Entstanden sind sie in einem Zeitraum von 45 Jahren. Sie behandeln sowohl besondere, oft umstrittene Texte als auch übergreifende Probleme und konzentrieren sich dabei auf Jesus selbst, fragen aber auch nach der Tendenz der Evangelien und den Umständen ihrer Entstehung. Die ersten beiden Untersuchungen entstanden zu einer Zeit, als der Autor noch nicht wußte, ob er aus den opera aliena der Wirtschaft in die wissenschaftliche Theologie zurückkehren könnte. Dem dritten Beitrag liegt die Probevorlesung bei der Habilitation im Januar 1967 zugrunde, der vierte enthält die Tübinger Antrittsvorlesung im Mai desselben Jahres, der achte geht auf die Antrittsvorlesung in Erlangen im Mai 1973 zurück. Diese Studien spiegeln so auch ein Stück der wissenschaftlichen Entwicklung des Autors, seiner Auseinandersetzungen und Interessen wider, und sie zeigen zugleich, daß strenge philologische und historische Arbeit, die Frage nach der Wahrheit des Evangeliums und die Stellungnahme zu brennenden Zeitfragen sich von der 'theologischen Existenz' des Verfassers nicht trennen lassen, sondern stets in einem inneren Bezug zu dieser stehen. Nur durch diese enge Verbindung wird exegetische und theologische Arbeit in gegenseitiger Wechselwirkung fruchtbar.
£257.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Israel, Kirche und die Völker im
Book SynopsisDem für das theologische Verständnis des Matthäusevangeliums zentralen Problem, worin der Übergang des vorösterlich dezidiert auf Israel konzentrierten Wirkens Jesu und seiner Jünger zur universalen nachösterlichen Mission begründet ist, wird in der Matthäusforschung häufig mit dem Postulat begegnet, dass der universale Missionsbefehl in Mt 28,18-20 als Antwort auf die am Ende kollektive Ablehnung zu lesen sei, die Jesus in Israel erfahren habe. Im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit diesem Ansatz analysiert Matthias Konradt die theologischen Motive der matthäischen Betonung der Zuwendung Jesu zu Israel sowie die Reaktionen auf Jesu Wirken in Israel und die Texte, die für die These der Ablösung Israels als Volk Gottes in Anspruch genommen worden sind. Er entwickelt eine alternative Deutung: Die für die Identität der Gemeinde bleibend bedeutsame Heilszuwendung zu Israel und die nachösterliche Ausweitung des Heils auf die Völker werden bei Matthäus über die narrative Konzeption vermittelt, in der er die messianische Identität Jesu als Sohn Davids und Sohn Gottes entfaltet. Auf dieser Basis untersucht der Autor das Verhältnis von Kirche und Israel im Matthäusevangelium. Dabei zeigt sich, dass sich mit der Entstehung der ecclesia eine grundlegende Transformation der vom Evangelisten beanspruchten theologischen Traditionen Israels verbindet, ohne dass freilich die Kirche im Sinne einer Substitutions- oder Sukzessionstheorie als neues oder wahres Israel erscheint.
£136.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Josephus und das Neue Testament: Wechselseitige
Book SynopsisDie Werke des jüdischen Historikers Flavius Josephus gehören zu den wichtigsten Quellen für die Kenntnis des Judentums im 1. Jh. n. Chr. Sie beschreiben jene Welt, in der auch die Jesusbewegung beginnt und in der sich die christlichen Gemeinden der Frühzeit entwickeln. Im Rahmen eines Projektes zum "Corpus Judaeo-Hellenisticum Novi Testamenti" (CJHNT), das eine Aufarbeitung der jüdischen Literatur aus hellenistisch-römischer Zeit für die Interpretation der neutestamentlichen Schriften zum Inhalt hat, spielt Josephus deshalb eine herausragende Rolle. Die Beiträge des vorliegenden Tagungsbandes, die auf das Greifswalder Symposium im Mai 2006 zurückgehen, thematisieren vor allem die 'wechselseitigen Wahrnehmungen' zwischen den Werken des Josephus und den Schriften des Neuen Testamentes. Theologen, Judaisten, Althistoriker, Philologen und Kunstgeschichtler treten hier in ein fruchtbares interdisziplinäres Gespräch, in dem sie die frühere selektive 'Benutzung' des Josephus hinter sich lassen. Was die Josephusforschung in den letzten Jahrzehnten an intensiver Arbeit geleistet hat, stellt ein Potential dar, das mit diesem Gesprächsforum für die Arbeit des CJHNT auf neue Weise nutzbar wird.
£179.45
JCB Mohr (Paul Siebeck) Religion im römischen Thessaloniki:
Book SynopsisChristopher Steimle untersucht die Religionen und Kulte in Thessaloniki während der Zeit der römischen Republik und der Kaiserzeit. Dabei gilt sein Hauptinteresse den Veränderungen, die als Folge der Einbindung Makedoniens in das römische Provinzsystem erkennbar werden und die Ergebnis von Austauschprozessen zwischen Reichszentrum und Provinz, zwischen Thessaloniki und anderen städtischen oder religiösen Zentren innerhalb Makedoniens sowie auch zwischen Makedonien und seinen benachbarten Regionen sind. Quellen sind vorrangig epigraphische und archäologische Zeugnisse, wobei für letztere in weiten Bereichen eine kritische Neuvorlage geleistet wird.Indem die Vielfalt reichsweiter Beziehungen sowie die Bedingungen von Angebot und Auswahl von Religion durch die Rezipienten besonders berücksichtigt werden, wird auch ein neuartiges Erklärungsmodell für die lokale Religionsgeschichte gewonnen. Besonderes Gewicht liegt auf der Darstellung der Transportwege und -mechanismen religiöser Diffusion ebenso wie der beteiligten Personen (etwa Soldaten, Beamte, Händler) und Medien (Literatur, Inschriften, Münzen). Viele der Kulte der Stadt werden hier erstmals im Hinblick auf sozialgeschichtliche Aspekte betrachtet. Provinzialrömische Religion erweist sich dabei in Thessaloniki nicht als Importgut, welches vom Zentrum Rom aus die Provinzen durchdrungen hat, sondern als am Ort entstandene - und dabei größtenteils aktiv gestaltete - Reaktion auf die sich ständig wandelnden Bedingungen, denen die Stadt gegenüberstand.
£89.95
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Urchristentum: Kleine Schriften VI
Book SynopsisBand VI der 'Kleinen Schriften' von Martin Hengel enthält siebzehn zum großen Teil umfangreichere Beiträge aus einem Zeitraum von 36 Jahren zwischen 1971 und 2007. Sie sind alle durchgesehen und zum Teil auch ergänzt. Ihr Schwerpunkt liegt bei Aspekten der lukanischen Geschichtsschreibung als Grundlage unseres Wissens vom Urchristentum. Der Autor behandelt darüber hinaus jedoch auch Probleme der urchristlichen Mission, die Ursprünge der christlichen Gnosis, die Kreuzigung in der Antike sowie die Stellung des frühen Christentums zu Eigentum und Reichtum und zur Arbeit. Weitere Themen sind Grundprobleme einer Geschichte des Christentums im 1. und 2. Jahrhundert, die weibliche Metaphorik im Kirchenverständnis nach 2Joh 1, das urchristliche Verständnis der Augenzeugenschaft, die Königsherrschaft Gottes sowie Qumran und das Urchristentum. Sie zeigen einen Ausschnitt aus der vielseitigen wissenschaftlichen Arbeit des Autors in dem genannten Zeitraum.Ein siebter, abschließender Band der 'Kleinen Schriften' ist für 2009 in Vorbereitung. Er enthält historisch-theologische Entwürfe und zahlreiche biographische Skizzen sowie die Indizes zu den Bänden V-VII.
£243.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Theologie als Erzählung im Markusevangelium: Eine
Book SynopsisDas Verhältnis von Christologie und Theologie ist in der Vergangenheit häufig aus der Perspektive der Theologie bestimmt worden. Der älteste Evangelist aber schlägt den entgegengesetzten Weg ein: Er geht von Jesus Christus aus und erzählt von dessen Auftreten und Wirken. So wahrgenommen, erscheint das Markusevangelium als eine bestimmte Form narrativer Theologie; es ist eine "Theologie als Erzählung". Für die Analyse des ältesten Evangeliums wendet Christian Rose deshalb narratologische und rezeptionsästhetische Fragestellungen an; einen Schwerpunkt bildet Gérard Genettes "Die Erzählung", einen anderen zwei neuere rezeptionsorientiert arbeitende exegetische Entwürfe von Moises Mayordomo-Marín und Detlef Dieckmann. Die Literaturwissenschaft weist dem Anfang eines Textes besondere Bedeutung zu; der Anfang einer Erzählung hat Basisfunktion für die ganze Erzählung. Dieser Anfang liegt im Markusevangelium in Mk 1,1-15. Hier erarbeitet der Erzähler die Grundlagen für das, was er im folgenden Text berichten wird. Neben einer genauen Analyse dieser Verse werden als weitere exemplarische Textabschnitte Mk 1,21-28; 2,1-12; 9,2-13 und 15,33-41 untersucht, um die Bezüge zum Anfang aufzuzeigen. Dabei wird deutlich, daß nicht nur Markus der Erzähler des Evangeliums ist, sondern daß durch die bewußt polyvalente Formulierung von Mk 1,1 auch Jesus Christus selbst als Erzähler des Evangeliums Gottes (Mk 1,14f.) gelten muß.
£106.67
JCB Mohr (Paul Siebeck) Einheit der Kirche im Neuen Testament: Dritte
Book SynopsisDer Band gibt die Vorträge der dritten europäischen orthodox-westlichen Exegetenkonferenz vom 24.-31. August 2005 in Sankt Petersburg wieder. Die Konferenz in Sankt Petersburg war der Frage der Einheit und Vielfalt der Kirche nach den Zeugnissen des Neuen Testaments gewidmet. Ein Schwerpunkt liegt auf Beiträgen zum Verständnis der Eucharistie und der Mission in ihrer Bedeutung für die Einheit der Kirche. Daneben werden weitere historische und theologische Fragen zur neutestamentlichen Ekklesiologie sowie wirkungsgeschichtliche Aspekte des Themas behandelt. Zu allen Themenbereichen werden Beiträge aus orthodoxer, katholischer und evangelischer Perspektive geboten.Die Symposien von orthodoxen und 'westlichen' (evangelischen und katholischen) Neutestamentlern werden seit 1998 durchgeführt und widmen sich methodischen und hermeneutischen Grundfragen der biblischen Exegese. Sie dienen der Kontaktaufnahme und Kooperation zwischen Wissenschaftstraditionen der biblischen Exegese, die bisher weitgehend voneinander isoliert waren.
£112.26
JCB Mohr (Paul Siebeck) Exegetische Studien
Book SynopsisDie Aufsatzsammlung enthält Studien zu zentralen Texten der Evangelien, der Paulusbriefe und der Septuaginta sowie zu grundlegenden Themen neutestamentlicher Theologie und Hermeneutik. Gegenstand der Untersuchung sind unter anderem das christologisch-soteriologische Zeugnis der großen Wundererzählungen Mk 9,14-29 und Joh 11,1-44, die paulinische Sicht des Gesetzes, der Rechtfertigung, der Versöhnung, der Gemeinschaft beim Herrenmahl und der Totenauferstehung, die biblische Auffassung von Wesen und Bedeutung der Apostel Jesu Christi und die Aussagen des Neuen Testaments über Gemeindeleitung und Kirchenleitung. Die einzelnen Aufsätze suchen philologische Texterschließung und theologische Interpretation in angemessener Weise miteinander zu verbinden und dokumentieren damit jenes Verständnis der neutestamentlichen Wissenschaft, das in zwei Beiträgen des Bandes eigens thematisiert wird.
£126.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Kultische Sprache in den Paulusbriefen
Book SynopsisDie paulinischen Briefe sind durchzogen von Passagen, in denen Paulus sich einer Sprache bedient, die kultisch konnotiert ist. Paulus teilt den Adressaten seiner Briefe in kultisch geprägter Sprache wesentliches über ihr Verhältnis zu Gott, den sich daraus ergebenden ethischen Konsequenzen, den Transfer auf die Seite Gottes und die Rolle des Apostels in diesem Prozess mit.Die Untersuchung paganer und jüdischer Kultzusammenhänge lässt große Gemeinsamkeiten zwischen den Kultvollzügen Israels und denen paganer Kulte erkennen, die in dieser Studie vor allem anhand der Leges Sacrae in den Blick genommen werden. So erweist sich die heute fremde Sprache des Kultes als gemeinsame Basis, auf der sich Paulus und seine nichtjüdischen Adressaten begegnen und verstehen konnten.Martin Vahrenhorst untersucht die religionsgeschichtlichen Kontexte und die kultisch geprägten Passagen in den gemeinhin für paulinisch gehaltenen Briefen. Aus dem beschriebenen Rahmen fällt allein der Galaterbrief heraus. Hier greift Paulus anstelle der kultischen Sprache verstärkt auf das Wortfeld Gerechtigkeit zurück, das schon in früheren Briefen gelegentlich parallel zur kultischen Begrifflichkeit verwendet wird. Eignete sich dieses Wortfeld besser zur Auseinandersetzung mit den Gegnern des Paulus, die gerade um der Heiligkeit willen den Übertritt zum Judentum propagieren konnten?Kontinuitäten und Entwicklungen im paulinischen Denken können anhand der Untersuchung der kultischen Sprache in den Paulusbriefen in besonderer Weise sichtbar werden.
£136.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Handbuch der Textfunde vom Toten Meer: Band 1:
Book SynopsisDas auf mehrere Bände angelegte Handbuch der Textfunde vom Toten Meer bietet die erste literaturgeschichtliche Einleitung in die Handschriften von Qumran und den anderen Fundorten vom Toten Meer. Band 1 ist den Textzeugen alttestamentlicher Bücher und ihrer Textgeschichte gewidmet.Ursprünglich hat jedes biblische Buch seine eigene individuelle Textgeschichte durchlebt. Erst mit dem Abschluß des Kanons verschmelzen diese individuellen Texte zu den mittelalterlichen Texttypen des hebräischen TaNaKh, des griechischen Alten Testaments und des samaritanischen Pentateuchs. Insbesondere die Bibliothek von Qumran zeigt, daß die vorkanonische Textgeschichte der biblischen Bücher von einer großen textlichen Pluralität gekennzeichnet ist. In einigen Fällen geben die Handschriften von Qumran sogar Einblick in die redaktionelle Entstehung biblischer Bücher.In einem ersten Schritt wendet sich Armin Lange an die Wissenschaftler und Spezialisten. Er beschreibt für jedes biblische Buch detailliert die Textzeugen aus der Bibliothek von Qumran und den anderen Fundorten und klassifiziert diese texttypologisch. In einem zweiten Schritt möchte er dies einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen, fragt nach der Bedeutung der Textfunde vom Toten Meer für die Textgeschichte jedes biblischen Buches und zeigt die Konsequenzen für die Interpretation dieser Bücher auf. In einer ausführlichen Einleitung arbeitet er die Bedeutung der Textfunde vom Toten Meer für die Textgeschichte des Alten Testaments heraus.
£96.90
JCB Mohr (Paul Siebeck) Frühchristliche Mahlfeiern: Ihre Gestalt und
Book SynopsisWo und wann haben sich frühchristliche Gemeinden zum gemeinsamen Mahl versammelt? Wer hat daran teilgenommen? Welche Abläufe sind erkennbar? Was wurde gegessen und getrunken? Welche Deutungen haben sich am Mahl festgemacht? Hans Joachim Stein arbeitet die Gestalt und die Bedeutung frühchristlicher Mahlfeiern, wie sie sich in der neutestamentlichen Briefliteratur greifen lassen, auf dem Hintergrund antiker griechisch-römischer und jüdischer Mahlpraxis heraus. Dabei führt er die soziologische und theologische Mahlforschung zusammen: Frühchristliche Mahlfeiern entstehen zwar unter den kulturellen Vorgaben des antiken Mittelmeerraums, doch kommt es inmitten der antiken Bankettgesellschaft zur Ausbildung einer theologisch zu bestimmenden Identität, die im gemeinsamen Mahl ihren rituellen Ausdruck findet und sich nicht allein aus der kulturellen Mitwelt der frühen Christen erklären lässt. Diese frühchristliche Mahlkultur war sehr vielfältig: Es gab keine einheitliche Zulassungsregelung und Teilnehmerstruktur; verzehrt wurden verschiedenste Speisen und Getränke; die theologischen Deutungen divergierten. Diese verschiedenen Mahlgestalten stehen nicht für unterschiedliche Mahltypen, sondern spiegeln lediglich unterschiedliche gemeindeinterne Konfliktlagen, kulturelle Abgrenzungsbedürfnisse und theologische Schwerpunktsetzungen wider. Zusammenfassend kann die frühchristliche Mahlpraxis als Suchbewegung verstanden werden, die eigene ekklesiale Identität sichtbar werden zu lassen. In diese Suchbewegung können sich auch die gegenwärtigen Kirchen einzeichnen.
£102.00