New Testaments Books
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die frühchristliche Eucharistie
Book SynopsisDie Eucharistiefeier zählt neben der Taufe zu den ältesten liturgischen Vollzügen des Christentums und kann bis in die neutestamentliche Zeit zurückverfolgt werden. Schon der früheste Beleg im 1. Korintherbrief setzt die Praxis des Herrenmahls voraus und beruft sich auf eine vorgegebene Tradition. Ab dem 4. Jahrhundert wird die zuvor vorherrschende Pluralität der eucharistischen Feierformen im Rahmen der großkirchlichen Standardisierung zugunsten einer ökumeneweit einheitlichen Gattung, dem Hochgebet, aufgegeben. In diesen Prozeß gehen viele Vorstufen aus vorkonstantinischer Zeit ein, andere Feiergestalten werden hingegen abgestoßen. Durch die jüngeren Entwicklungen in der Forschung wurde bereits anhand bestimmter Textcorpora die lange Zeit gültige Theorie vom unilinearen Wachstum der Feiergestalt revidiert; Predrag Bukovec unternimmt in Weiterführung dieser Erkenntnisse den Versuch einer frühchristlichen Eucharistiegeschichte. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf den aktuellen Paradigmenwechsel, der die Pluralität der Feierformen im Kontext der Oralität akzentuiert. Zudem zieht er sämtliche relevante eucharistische und eucharistietheologische Passagen im Neuen Testament, in den Apostolischen Vätern, antiken Kirchenordnungen, Kirchenschriftstellern, Apostelakten u. a. heran. Darüber hinaus werden die Zeugnisse der sog. Gnosis erstmalig als gleichwertige christliche Quellen für die Liturgiegeschichte stark gemacht: Sie können die Basis des bisher bekannten Materials entscheidend vergrößern und wichtige Einblicke in die Vielfalt frühchristlicher Liturgie geben.
£184.31
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Richter und seine Ankläger: Eine
Book SynopsisDas Johannesevangelium ist durch die häufige Erwähnung von Zeugen, Anklagen, verhörartigen Befragungen und anderen Bestandteilen eines Gerichtsprozesses stark von forensischen Termini und Motiven des Rechtsstreites geprägt. Doch weshalb fehlt gerade in diesem Evangelium ein formeller Prozess vor dem jüdischen Synedrium? Durch eine detaillierte narrative Untersuchung zeigt Benjamin Lange, dass bereits die erste Hälfte des Evangeliums einen metaphorischen Prozess entfaltet. Dieser enthält nicht nur alle Bestandteile eines Gerichtsprozesses, sondern findet auch auf einer doppelten Ebene statt, bei der einerseits Jesus, andererseits die Welt vor Gericht stehen. Die damit verbundenen konfliktären Rollenbelegungen spitzen sich auf das Paradoxon des angeklagten Richters zu und sind fest in der christologischen Zielsetzung des Evangeliums verankert, indem sie den Lesenden zum Glauben an Jesus als Christus und Sohn Gottes führen.
£128.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Scheidungslogion Q 16,18 und frühjüdische
Book SynopsisIm Kontext der Untersuchungen zur Logienquelle (Q) verortet sich Lothar Junkers Studie in den Forschungszusammenhang des parting of the ways. Die Frage, inwieweit Q noch im frühjüdischen Denken verwurzelt ist, gilt dabei als zentrale quaestio disputata moderner Q-Forschung. Diese Studie geht davon aus, dass Q eine judenchristliche Jesuserinnerung repräsentiert. Als solche ist sie ein Bindeglied zwischen der frühen palästinischen Jesusüberlieferung und der späteren Evangelientradition und besitzt damit einen wichtigen christentumsgeschichtlichen Quellenwert. Der Nachweis, dass sich das Scheidungslogion Q 16,18 in diesem Kontext interpretieren lässt, könnte ein wichtiges Indiz dafür sein, dass noch die Bewegung hinter Q die Ritual- und Reinheitsgebote beachtet hat.
£106.96
JCB Mohr (Paul Siebeck) Personale Identität in der Theologie des Paulus
Book SynopsisDie Frage nach Identität ist eine Grundfrage moderner Anthropologie. Friederike Portenhauser entwirft eine systematische Konzeption personaler Identität in philosophischer, psychologischer und soziologischer Perspektive. Die daraus gewonnenen Kategorien strukturieren eine umfassende exegetische Relektüre zentraler paulinischer Texte. Die Identitätsvorstellung des Paulus erweist sich dabei im Vergleich mit klassischen substanz- oder subjektontologischen Varianten als überaus modern in ihrer relationalen Verfasstheit. Ihre Integrationskraft vermag es, scheinbar gegensätzliche Momente zu vereinen: Abgrenzung und Transzendierung, Individualismus und Kollektivismus, Einheit und Vielfalt. Als Grundzug des paulinischen Identitätskonzepts zeigt sich die externe Konstitution durch Gott im Christusgeschehen. Weder die Leiblichkeit noch die Kontinuität der eigenen Lebensgeschichte verbürgen Identität, sondern einzig und allein die Beziehung des Schöpfers zu seinem Geschöpf.
£169.50
JCB Mohr (Paul Siebeck) Textwelt und Theologie des Johannesevangeliums:
Book SynopsisDie Auslegung und das Verständnis des Johannesevangeliums haben in den letzten drei Jahrzehnten einen erheblichen Wandel durchlaufen. Das vierte Evangelium im Kanon des Neuen Testaments hat entsprechend die Aufmerksamkeit der Forschung weltweit in seinen Bann gezogen. Ein Beispiel hierfür ist die Anwendung und erhebliche Verfeinerung der narrativen Johannesexegese.Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Beiträge des Autors, die sich an dieser Neujustierung und Neuinterpretation des Johannesevangeliums beteiligen. Methodische, literarische und theologische Schlüsselthemen des Johannesevangeliums werden in achtzehn Beiträgen reflektiert und exegetisch neu erschlossen. Dem Band ist ein umfangreiches neuverfasstes Kompendium vorangestellt, das die aktuelle Johannesforschung und diejenigen Forschungsansätze mit dem aussichtsreichsten Potential für die weitere wissenschaftliche Arbeit vorstellt, diskutiert und vorantreibt.
£189.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Galiläa der Heiden: Untersuchungen zur
Book SynopsisDer Ausdruck "Galiläa der Heiden" (Mt 4,15 bzw. Jes 8,23) wurde lange als zutreffende Beschreibung der religiösen Situation Galiläas zur Zeit des Neuen Testaments angesehen. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind weitreichend, besonders dann, wenn ein deutlicher Gegensatz zwischen Judäa und Galiläa angenommen wird. Michael Schröder unterzieht die Quellen einer eingehenden Untersuchung und zeigt, dass eine Heranziehung archäologischer Ergebnisse ein anderes Bild zeigt. Von einem heidnischen Galiläa kann nicht gesprochen werden.Wenn Matthäus vor allem in seinen ersten und letzten Kapiteln viele geographische Angaben macht und Galiläa dabei besonders herausstellt, so verfolgt er damit eine theologische Absicht. Er will aufzeigen, dass Jesus als der versprochene Sohn Davids zunächst dort das ganze Gottesvolk wieder sammelt. Am Ende wird dann Galiläa zum Hoffnungszeichen für die Völker, wenn auch sie in Christus am Heil teilhaben können.
£145.57
JCB Mohr (Paul Siebeck) Christologie zwischen Judentum und Christentum:
Book SynopsisSiebzig Jahre jüdisch-christlicher Dialog hat erstaunlich wenig Widerhall in der systematischen Theologie hinterlassen. Dieser Befund war 2019 Ausgangspunkt einer Tagung in Wien, in der Exegeten und Systematiker aus der römisch-katholischen, evangelischen und jüdischen Theologie erstmals in dieser Intensität der Frage nachgingen: wie kann christlich glaubwürdig von Jesus Christus gesprochen werden, ohne das Judentum herabzuwürdigen oder zu vereinnahmen? Der Band bietet auf der Basis moderner Erkenntnisse der Exegese eine Vielzahl von Christologieansätzen, die Jesus als Juden ernst nehmen und das Judentum auf Augenhöhe begreifen wollen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Basileia bei Origenes: Historisch-semantische
Book SynopsisAngelica Dinger beschäftigt sich mit der Frage, wie und mit welchem Ergebnis Origenes mit den biblischen Schriften umgeht - und welche Auswirkung das auf die Konstruktion von christlicher Identität hat. Am Beispiel des Βασιλεία-Begriffs analysiert sie, wie Origenes den Bibeltext im Matthäuskommentar deutet, welche Einflüsse sich auf seine Deutung rekonstruieren lassen und was diese Rekonstruktionen über die Vielfalt kultureller Identitätsmarker in der Kaiserzeit aussagen. Den Βασιλεία-Begriff deutet Origenes mehrdimensional. In ihm verdichten sich origenistische Gedanken zur Christologie, zur Erkenntnistheorie, zur Sünden- und Tugendlehre sowie zur Eschatologie. So bietet diese Studie auch einen Zugang zum theologischen System des großen Denkers aus Alexandria insgesamt.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Gott der Lebendigen: Eine biblische
Book SynopsisDie Bibel bezeugt den Schöpfer als den, der nicht bei sich sein will ohne sein Geschöpf und deshalb dieses in Anteilnahme und Selbsthingabe aus tödlicher Verblendung und Schuldverstrickung zu einem Leben in Gemeinschaft mit sich und dem Nächsten befreit. Unter intensiver Berücksichtigung der Religionsgeschichte werden Altes und Neues Testament darauf abgehört, welches Grund-Wissen über Gott als "den uns Liebenden" vermittelt wird. Im Dialog des Alt- und Neutestamentlers ist so eine biblische Theologie entstanden, welche die theologischen Topoi in ihrem geschichtlichen Werdegang nachzeichnet und zugleich nach sachlichem Gewicht sowie logischem Zusammenhang ordnet.
£72.34
JCB Mohr (Paul Siebeck) Briefwechsel 1928-1976: Mit einem Anhang anderer
Book SynopsisHans Jonas wurde 1903 in Mönchengladbach als Sohn eines Textilfabrikanten geboren. Er studierte in Freiburg bei Edmund Husserl und Martin Heidegger, in Berlin bei Eduard Spranger, Ernst Troeltsch und Eduard Meyer und in Marburg bei Heidegger und Rudolf Bultmann. 1928 wurde er dort mit der Arbeit "Der Begriff der Gnosis" promoviert.1933 wanderte er zunächst nach London aus, ein Jahr später nach Jerusalem. Im gleichen Jahr erschien "Gnosis und spätantiker Geist. Erster Teil: Die mythologische Gnosis" dank des Engagements des protestantischen Theologen Rudolf Bultmann.Das Denken von Hans Jonas ist ohne die besonderen intellektuellen und biographischen Prägungen im Marburg der 1920er Jahre nicht zu verstehen. Neben Martin Heidegger ist hier vor allem Rudolf Bultmann zu nennen. Für das persönliche und intellektuelle Verhältnis zwischen Jonas und Bultmann ist ihr Briefwechsel eine entscheidende Quelle. Er erstreckt sich mit Unterbrechungen über fast ein halbes Jahrhundert, von 1928 bis 1976, und ist ein überaus eindrückliches Dokument einer Gelehrtenfreundschaft und Zeugnis eines bedeutsamen philosophisch-theologischen Dialogs zugleich: über Fragen der Gnosis, über Mythos und "Entmythologisierung" und - nicht zuletzt - auch über Heidegger und die Theologie.Die Edition der Korrespondenz wird in einem Anhang von weiteren Dokumenten flankiert, darunter u.a. die erstmals publizierten Gutachten von Martin Heidegger und Rudolf Bultmann zu Jonas' Dissertation über den Begriff der Gnosis 1928.
£90.19
JCB Mohr (Paul Siebeck) Antike und Urchristentum: Studien zur
Book SynopsisSamuel Vollenweider bettet die urchristliche Literatur und ihre Theologien konsequent in ihre antike Umgebung ein. Die hier behandelte Landkarte umfasst theologische Zentralthemen wie die Auferstehung Jesu und der Toten, den christologischen Monotheismus, Christi Mittlerschaft, die Anthropologie und das Weltverständnis des Neuen Testamens. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Theologie des Paulus, zumal dem Philipperbrief, sowie dem Stellenwert der antiken Philosophie im frühen Christentum. Weitere Arbeiten kreisen um die exegetische Relevanz von Kulturwissenschaften und Religionspsychologie wie um die Rezeptionen biblischer Texte (Paulusbriefe, Johannesprolog) in der Spätantike (unter anderem im "Physiologus") und in der Reformationszeit.Der Band enthält Arbeiten des Autors, die zwischen 2002 und 2019 entstanden sind. Sein Titel nimmt Bezug auf einen gleichnamigen programmatischen Aufsatzband von Günther Bornkamm, der vor rund 60 Jahren publiziert wurde.
£213.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der eine Gott, der durch alle ist: Epheser 4,6 im
Book SynopsisIn dieser Studie untersucht Mark Grundeken die Herkunft und den Sinn der eigenartigen Aussage in Epheser 4,6, dass Gott "alle(s) durchwaltet". Dabei analysiert er den Text im terminologischen und konzeptuellen Vergleich zu den pythagoreischen Goldenen Versen, den Werken des Mittelplatonikers Plutarch, Pseudo-Aristoteles' Über die Welt, dem Zeushymnus des Stoikers Kleanthes und den Schriften des hellenistisch-jüdischen Denkers Philon von Alexandrien. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Verfasser allgemein-philosophisches Bildungsgut aufruft, dies aber auf eigene Weise ekklesiologisch auf Gottes Durchwalten der Mitglieder der Kirche bezieht. Dies kann als Indiz dafür gewertet werden, dass die Schrift in einem Milieu zu situieren ist, in dem philosophische Begrifflichkeiten und Konzepte wahrgenommen, verstanden und verarbeitet wurden.
£141.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) The New Day of Atonement: A Matthean Typology
Book SynopsisIn this work, Hans M. Moscicke investigates the influence of the Day of Atonement on Matthew's passion narrative. The author argues that the First Evangelist crafts a sustained Yom Kippur typology in the twenty-seventh chapter of his Gospel and then remodels the Barabbas episode (Matt 27:15-26) as a Yom Kippur lottery between two "goats". Pilate acts as high priest, designating Jesus as the immolated goat and Barabbas, along with the crowd, as a sin-bearing scapegoat. Matthew also casts Jesus as a scapegoat in the Roman-abuse scene (Matt 27:27-31), in which he depicts Jesus as physically receiving the sins of the world upon himself. Finally, the author suggests that Matthew, in his death-resurrection narrative (Matt 27:50-54), conceives Jesus as offering his life-force to God as the sacrificial goat for YHWH and descending to the realm of the dead as the goat for Azazel.
£112.45
JCB Mohr (Paul Siebeck) Studien zum Korpus der johanneischen Schriften:
Book SynopsisDie in diesem Band versammelten Studien Hans-Josef Klaucks zum johanneischen Schrifttum im weiteren Sinn beginnen mit einem Originalbeitrag, der den Abschnitt "Von Kana nach Kana" in Joh 2-4 als erste Missionsreise Jesu interpretiert, metaphorisch gestaltet als Hochzeitsreise, mit der Gründung der Familie Gottes als Ziel. Überlegungen des Autors zur eschatologischen Bildersprache und zu alttestamentlichen Zitaten schließen sich an. Die antike Rhetorik und das Thema "Liebe" kommen bei den Johannesbriefen zum Zug, die kleinasiatische Archäologie und Dion von Prusa bei der Johannesoffenbarung. Die Johannesakten sind vertreten durch ihre bunten Wundergeschichten und die ihnen eigentümliche Vielgestaltigkeit der Erlöserfigur. Bei einigen Varia, die sich nahtlos einfügen, setzt Hans-Josef Klauck Schwerpunkte bei Methodenfragen des religionsgeschichtlichen Vergleichs, dem Evangelium als Begriff und Gattung und der Bibel als mitwanderndem Anfang von Theologie und Kirche.
£179.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der erste Brief des Petrus
Book SynopsisGerald Wagner und François Vouga bieten eine philologische, literaturwissenschaftliche, historisch-kritische und theologische Auslegung des 1. Petrusbriefes. Den Kommentar kennzeichnet ein besonderes Interesse an der systematisch klaren und im neutestamentlichen Kanon einzigartigen Erwählungstheologie, am rhetorischen Aufbau des Gedankengangs und an der sozialen und politischen Relevanz der dem Brief immanenten Argumentation. Deutlich wird dabei: Der Brief entwickelt eine durchdachte Offenbarungstheologie der Geschichte, die die hohe Verantwortung von Ehefrauen, Ehemännern, Sklaven und Staatsbürgern begründet, im Alltag verändernd auf Mitmenschen und Gesellschaft einzuwirken - gegründet im Vertrauen auf Gott, der Ausgegrenzte erwählt, und nach dem Vorbild des gewaltlosen Jesus. Die Adressaten unterstützen sich gegenseitig als Geschwisterschaft des Hauses Gottes: Sie teilen Konflikte und Sorgen und lernen voneinander für diese Verantwortung. Detaillierte Exegesen, die sich mit den einzelnen Fragen des Textes befassen und mit der neueren, internationalen Auslegungsgeschichte auseinandersetzen, führen zu folgender Hypothese: Der erste Petrusbrief entwickelt eine christologisch begründete reflektierte Strategie des Gewaltverzichts, mit welcher die Christinnen und Christen, die in ihrem Glauben eine Orientierung und einen Sinn ihrer Existenz gefunden haben, von ihrer Hoffnung in ihren Häusern und in der hellenistischen Gesellschaft Rechenschaft ablegen.Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb.
£61.42
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das glaubende Gottesvolk: Der Hebräerbrief in
Book SynopsisHäufig wird dem Hebräerbrief in wissenschaftlichen sowie kirchlichen Verlautbarungen ein negatives Verhältnis zum Judentum bescheinigt oder es wird ihm vorgeworfen, eine „judenfeindliche“ Wirkungsgeschichte durch seine Theologie begünstigt zu haben. Doch anders als häufig kritisiert, wird die alttestamentliche Tradition sowie die Bedeutung Israels im Hebräerbrief gerade nicht marginalisiert. Vielmehr zeigt Andreas-Christian Heidel exegetisch auf, dass sich durch eine israeltheologische Relektüre des theologischen Gesamtzeugnisses des Hebräerbriefs, ausgehend von Hebr 11,39–40, ein ekklesiologischer Heilsplan Gottes in Sachanalogie zu Röm 9–11 formulieren lässt. Dessen Ziel ist die eschatologische Vereinigung des einen glaubenden Gottesvolkes, welches sich durch alle Zeiten, Orte und menschliche Identitäten als ecclesia invisibilis hindurchzieht. Diese Einheit wird durch das Bekenntnis zu Jesus als Christus nicht infrage gestellt, sondern vielmehr darin verbürgt.
£113.55
JCB Mohr (Paul Siebeck) Jesus in Geschichte, Erzählung und Idee:
Book SynopsisEckart David Schmidt untersucht die Jesusforschung von ca. 1770 bis 1840 unter den Einflüssen der zeitgenössischen Geschichtstheorie, Romantheorie und Philosophie. Dafür nimmt er drei der für diese Zeit maßgeblichen Kulturfaktoren in den Blick: die Aufklärung, die Romantik und den Idealismus. Zahlreiche Facetten der Jesusforschung dieser Epochen können so neu und vertieft verstanden werden: So stand z.B. hinter dem Prominentwerden der Frage nach dem "historischen Jesus" im späten 18. Jh. die fast gleichzeitige Entwicklung eines neuen, aufgeklärten Geschichtsbegriffs. Die Fortschritte der neutestamentlichen Text- und Quellenkritik führten erst einmal zu Jesusromanen, die wiederum die veränderte bürgerliche Lesekultur der Jahrhundertwende voraussetzten. Und die Spruchsammlung Q aus den 1830er Jahren sollte helfen, Jesus als spätidealistische Modellfigur des freien Menschengeistes zu verstehen.
£158.64
JCB Mohr (Paul Siebeck) Autorschaft in der Johannesoffenbarung: Eine
Book SynopsisClarissa Breu liefert mit der vorliegenden Studie einen Diskussionsbeitrag über die Kategorie des Autors in der neutestamentlichen Wissenschaft, indem sie Anwendungsmöglichkeiten postmoderner Autorschaftstheorien im Neuen Testament erforscht, vorwiegend in der Johannesoffenbarung. Die Autorin sucht nach Momenten der abwesenden Anwesenheit des Autors, in denen er scheinbar für die Interpretation greifbar wird, und die zeigen, inwiefern gerade dort seine Spur verwischt. Die Sprache, der Autorname und die Funktionen Sklave, Zeuge und Prophet werden einer Lektüre unter dem Blickwinkel der Theorien von Michel Foucault und Jacques Derrida unterzogen. Auch ein Ausblick auf weitere Anwendungsmöglichkeiten postmoderner Autorschaftstheorien auf neutestamentliche Texte leistet eine enge Verknüpfung von Theorie und Textarbeit sowie eine Brücke von der (allgemeinen) Theorie hin zum (konkreten) Einzeltext.
£134.04
JCB Mohr (Paul Siebeck) Gottesbild und Barmherzigkeit: Lukanische Ethik
Book SynopsisDas ethische Denken des Evangelisten Lukas ist stark durch dessen Gottesbild geprägt, wobei die Barmherzigkeit als eine der zentralen Charakteristika Gottes zum Vorschein tritt. Eine dergestalt vom Motiv der Barmherzigkeit durchdrungene Ethik stellt im Miteinander und im Gegenüber zu anderen antik-hellenistischen Ethikkonzeptionen ein Novum dar. Dabei argumentiert Lukas nicht frei von den Denkstrukturen seiner Umwelt, sondern ist vielmehr selbst ein Teil der hellenistischen Kultur. Simon Wandel erläutert, wie sich im Vergleich mit frühjüdischen und hellenistisch-römischen Texten einerseits das Eingebettet-Sein des Evangelisten in die ethischen Denkmuster seiner Zeit zeigt und andererseits, wo die lukanische Ethik der Barmherzigkeit ihre provokative Kraft entfaltet.
£128.62
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Glück im antiken Judentum und im Neuen
Book SynopsisWas ist "Glück" für die Autoren des Neuen Testaments und für ihre jüdischen Zeitgenossen innerhalb und außerhalb Palästinas? Dieser wichtigen, aber dennoch selten gestellten Frage geht Daniel Maier mittels der Analyse verschiedener Glückstraditionen auf den Grund. Dabei untersucht er in einem ersten Schritt sowohl unterschiedliche Darstellungen der jüdischen Geschichte (z. B. Jubiläenbuch, Flavius Josephus) als auch philosophische Überlegungen (z. B. Philo von Alexandria) aus der Zeit des Zweiten Tempels auf deren Konzepte eines guten Lebens. Auf diesem Fundament aufbauend gelingt es dem Autor, verschiedene Formen des Glücks in den neutestamentlichen Texten zu identifizieren und diese in ihre jüdisch-literarische Umwelt einzuordnen. Durch diesen Kontext ergibt sich ein neuartiges Verständnis von dem, was das "Glück" für die neutestamentlichen Autoren und die frühen Christen war.Diese Arbeit wurde mit dem Manfred-Görg-Juniorpreis 2021 ausgezeichnet.
£131.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Im Gespräch mit C. F. Georg Heinrici: Beiträge
Book SynopsisC. F. Georg Heinrici, gestorben 1915 in Leipzig, war ein hervorragender Vertreter einer Theologie, die sich den Herausforderungen der Religionsgeschichtlichen Schule stellte, dabei aber eigene und divergierende Wege ging, so etwa in der Konzeption eines "Neuen Wettstein". Als Wegbereiter einer Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen Hellenismus und Christentum war er nicht zuletzt der eigentliche Initiator einer Untersuchung des antiken Vereinswesens in seiner Bedeutung für die Struktur antiker christlicher Gemeinden. Die Beiträge dieses Bandes würdigen die Facetten von Heinricis Werk, setzen seine Fragestellungen aber auch an vielen Beispielen angesichts der gegenwärtigen Forschung im Spannungsfeld zwischen Theologie und Religionswissenschaft fort.
£128.59
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Niedrigkeit Jesu und seiner Jüngerschaft:
Book SynopsisBlickt man auf die Forschungsbeiträge zur Ethik des Matthäusevangeliums in den letzten Jahrzehnten, stellt man fest, dass die Bedeutung der Tora und die Frage der Toraobservanz für die Darstellung und das Verständnis der matthäischen Ethik eine zentrale Rolle einnimmt. Doch findet zugleich eine Restriktion statt, wenn der matthäische Jesus lediglich als vollmächtiger Toralehrer betrachtet wird. Dies gilt insbesondere für den Erzählabschnitt Mt 16,21-20,34, in dem Jesus sich auf dem Weg nach Jerusalem befindet und seine Jünger auf die Zeit nach seinem Tod vorbereitet.Basierend auf der grundlegenden Annahme, dass es sich bei der Entstehung frühchristlicher Ethik um ein komplexes Interaktionsgeschehen handelt, fragt Tina Jabbarian in ihrer Studie nach sichtbarwerdenden christologisch-mimetischen Bezügen, dem Verhältnis der ethischen Unterweisung in Mt 16,21-20,34 zur vorangehenden Unterweisung, nach der Transformation und Rezeption ethischer Traditionen sowie der sozialgeschichtlichen Verortung ethischer Überzeugungen und Grundhaltungen.
£102.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Perspektiven zur Präexistenz im Frühjudentum und
Book SynopsisDie Rede von der Präexistenz Christi wurde lange als problematisches Mythologumenon wahrgenommen und in der Bibelwissenschaft eher vernachlässigt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes wollen zu einer neuen Wahrnehmung der Vielfalt der sprachlichen Formen, der Bedeutungshorizonte und Intentionen der relevanten Texte anleiten. Dabei wird das Phänomen dezidiert über den neutestamentlichen Kanon hinaus untersucht. Der Reigen der Texte reicht von frühjüdischen Texten über die Weisheit und den Messias, über Paulus, den Hebräer- und den Judasbrief, das Johannesevangelium und die Apokalypse bis hin zu griechischer Mythologie, zu gnostischen Texten und zur antiken Logostheologie. Systematisch-theologische Überlegungen zu Zeitlichkeit und Kosmologie runden den Band ab.
£237.08
JCB Mohr (Paul Siebeck) Szenen, Inszenierungen und Bühnen in der
Book SynopsisDie Apostelgeschichte ist die große Erzählung über den Anfang des Christentums. Sie erzählt von dessen Ausbreitung im Mittelmeerraum bis in die Metropole Rom. Die Hauptfiguren dieser Erzählung durchschreiten verschiedene Räume: das religiöse Jerusalem, das römische Philippi, ein mit Philosophen bevölkertes Athen und sogar einen Wintersturm auf dem Mittelmeer. Jan David Basczok nimmt diese Räume als Bühnen in den Blick, auf denen jeweils sehr unterschiedliche Inszenierungen geboten werden. Mit deren Hilfe führt der Lukas genannte Autor die Entstehung des Christentums seinen Lesern bildlich vor Augen. Die intensive Analyse der unterschiedlichen Inszenierungen ermöglicht es, die Gründe für die Abfassung des Textes und seine Wirkung auf zeitgenössische Leser in neuer Weise zu deuten. Der Autor zeigt damit, wie zentral die literaturwissenschaftliche Perspektive auf biblische Texte für die neutestamentliche Forschung ist.
£100.83
JCB Mohr (Paul Siebeck) Briefliches Zitieren bei Paulus und Cicero: Eine
Book SynopsisAuf den ersten Blick verbindet die beiden antiken Briefautoren Cicero und Paulus wenig. Während Cicero als Redner politische Karriere in Rom macht, wirkt Paulus in Kleinasien als Apostel der Christusbotschaft. Was aber beide verbindet, ist, dass sie rege zitieren: Cicero aus griechischen und römischen Dichtern, Paulus wiederum aus den Schriften Israels. Die Auswahl der zitierten Schriften zeigt, dass die situativen Hintergründe der Autoren und ihrer Adressaten Einfluss auf den Zitateinsatz haben. Im vorliegenden Band untersucht Christina Bünger daher anhand der Korintherbriefe des Paulus und der Briefsammlungen Ciceros, inwiefern der Zitateinsatz in Briefen durch die Ausgangssituation von Autor und Leserschaft bestimmt wird. Dazu nimmt sie erstens die Zitiertechnik, zweitens die argumentative Funktion der Zitate in den Briefen und drittens den Bildungshintergrund von Autor und Leserschaft in den Blick. Neben Unterschieden zwischen Paulus und Cicero treten dabei auch Gemeinsamkeiten hervor.
£80.48
JCB Mohr (Paul Siebeck) Metaphernkombinationen in der neutestamentlichen
Book SynopsisDas Neue Testament spricht auf vielfältige Weise vom Tod Jesu, sowohl als schockierende Hinrichtung als auch als zentrales Heilsereignis. Die neutestamentlichen Autorinnen und Autoren gebrauchten in einem nicht unerheblichen Maße Metaphern, um das, was sich im Tod Jesu ereignete, auszudrücken. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sich hierbei nicht auf einzelne Metaphern beschränkten, sondern vielmehr unterschiedliche Bilder und Konzepte miteinander in Verbindung und Interaktion brachten. Ausgehend von einer ausführlichen metapherntheoretischen Basis und dem kulturwissenschaftlich bedeutsamen Begriff der Hybridität erarbeitet Sophia Niepert-Rumel ein differenziertes Konzept von Metaphernkombinationen. Dies bezieht sie im Anschluss auf die Rede vom Tod Jesu im Neuen Testament, wobei sie zugleich nach der jeweiligen Wirkung und theologischen Aussagekraft der einzelnen Kombinationen fragt.
£174.42
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Adammythos bei Paulus und im hellenistischen
Book SynopsisRöm 7,7-25 ist das Kernstück eines umfangreichen Adam-Sünde-Tod-Komplexes in den Protopaulinen. Es hat eine reichhaltige Auslegungstradition hervorgebracht, die Jan Dochhorn in diesem Band in Grundzügen nachzeichnet. Als Hintergrund des Textes identifiziert er die Apokalypse des Mose (Apc Mos). Damit ergibt sich die Möglichkeit, die Apc Mos genauer zu datieren und die Entstehungsgeschichte des jüdischen Adammythos zu beschreiben. Ferner lassen sich die Apc Mos und mehrere mit ihr verwandten Werke dem Milieu von Diasporarückwanderern in Jerusalem zuordnen, dem Paulus angehörte und von dem das frühe Christentum wesentliche Anregungen empfing. Theologisch ergeben sich mit dieser Arbeit Konsequenzen vor allem für die Anthropologie, Hamartiologie und Nomologie des Paulus, die systematisch dargestellt werden und mit denen sich für die Dogmatik, die kirchliche Verkündigung und das Gespräch zwischen den Konfessionen neue Impulse ergeben sollen.
£194.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) The Gospel of Matthew in its Historical and
Book SynopsisThis volume includes eighteen essays on the Gospel of Matthew from historical and theological perspectives. They center around three topics: Matthew in Reception and Research; Matthew in Context; and Themes and Motifs in Matthew. The volume includes studies of both the Gospel in its context and its reception history in ancient Christianity and in churches today. All contributors are leading authorities in biblical studies on different continents, in a variety of countries, and of different confessions. The book therefore showcases the present state of inter-confessional and international biblical studies on Matthew.
£198.72
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das Römische Imperium im Lukanischen Doppelwerk:
Book SynopsisPräsentiert Lukas seinen christlichen Rezipienten das Römische Imperium auf positive oder negative Weise? Diese Frage hat die Lukasforschung jahrzehntelang beschäftigt. Jens-Arne Edelmann zeigt, wie unterschiedlich Lukas vom Imperium erzählt. Dazu werden erstmals alle einschlägigen Aussagen des Doppelwerks systematisiert und zudem herausgearbeitet, welches Potenzial der Text aus einer Leserperspektive des späten ersten Jahrhunderts entfaltet. Es ist gerade die Vielfalt der lukanischen Erzählung, die den Christen das Potenzial bietet, im Glauben an Gottes Macht Orientierung im Umgang mit den Repräsentanten und Machtstrukturen des Römischen Imperiums zu finden.
£97.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Nous bei Paulus und in seiner Umwelt:
Book SynopsisWas zeichnet den Menschen als solchen aus? Ist es seine Zusammensetzung aus somatischen und psychischen Anteilen? Ist es das Zusammenwirken beider? Oder sind es seine kognitiven Fähigkeiten - seine Möglichkeit, über sich selbst zu reflektieren und zu einem Selbstbewusstsein zu gelangen? Ist er also hauptsächlich vernunftgesteuert oder sind es vielmehr seine Triebe, die handlungsleitend sind? Die Frage nach dem antiken Verständnis des νοῦς ( nous, gr. "Vernunft"/"Geist") und seiner anthropologischen Relevanz führt mitten ins Zentrum dieser grundlegenden und heute nicht minder brisanten Fragestellungen zum Menschen. Im vorliegenden Band treten Philologie und Theologie in ein interdisziplinäres Gespräch. Dabei zeigt sich die zentrale Bedeutung des bislang in der Paulusexegese nur wenig beachteten Terminus νοῦς in den unterschiedlichen geistesgeschichtlichen Strömungen der neutestamentlichen Umwelt
£211.12
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Datierung neutestamentlicher Pseudepigraphen:
Book SynopsisGlaubt man den Angaben des Kolosserbriefes, dann wurde das Schreiben von Paulus in einer Haftsituation niedergeschrieben, spätestens kurz vor dem Tod des Apostels. Aber wann entstand der Text, wenn er gar nicht von Paulus verfasst wurde? Die im neutestamentlichen Kanon enthaltenen pseudepigraphischen Briefe entziehen sich einer zweifelsfreien Datierung, indem sie falsche Angaben zu einer angeblich früheren Abfassung machen und so die zeitlichen Umstände der tatsächlichen Niederschrift verbergen. Dieser Band bündelt nicht nur die Debatten zur Datierung der einzelnen neutestamentlichen Pseudepigraphen, die Autorinnen und Autoren der in ihm versammelten Beiträge sichten auch kritisch methodische Zugänge zur zeitlichen Einordnung der Texte und beleben die Diskussion, indem sie mit neuen Ansätzen versuchen, hinter die pseudepigraphischen Fassaden der Briefe zu blicken.
£184.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der 1. Thessalonicherbrief und die frühe
Book SynopsisDer vorliegende Sammelband widmet sich der Frage nach den missionarischen und theologischen Anfängen des Paulus, die bis heute in der neutestamentlichen Forschung diskutiert werden. Als frühestes schriftliches Zeugnis im Neuen Testament für die Anfänge des paulinischen Wirkens kann der 1. Thessalonicherbrief gelten, der im Fokus der Beiträge in diesem Band steht. Die einzelnen Autorinnen und Autoren nähern sich der Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben Einzeluntersuchungen zu relevanten theologischen Themen, die in den paulinischen Briefen immer wieder bearbeitet werden und die sich bereits im 1. Thessalonicherbrief finden, werden auch die historischen Rahmenbedingungen - etwa in Bezug auf die Stadt Thessaloniki oder auf das Wegenetz im Imperium Romanum zur Zeit des Paulus - und die Beziehungen des Völkerapostels zu seinen Mitarbeitern und zu anderen tragenden Figuren zur Zeit des entstehenden Christentums beleuchtet.
£185.35
JCB Mohr (Paul Siebeck) Das unschuldige Blut im Matthäusevangelium: Zur
Book SynopsisDie jüngere Forschung zeigt, dass das Matthäusevangelium wesentlich durch die Schriften Israels und das eigene christusgläubige jüdische Profil geprägt ist. Auf dieser Basis untersucht Johannes Vortisch das Motiv des unschuldigen Blutes, welches in Mt 23,35; 27,4; 27,24f. gebraucht wird und sich ca. 25-mal in den Schriften Israels und in Zeugnissen des Frühjudentums findet. Die Einzelexegesen der zentralen Perikopen zeigen ein umfassendes intertextuelles Netz an Schriftbezügen auf und legen nahe, dass der mt Kreis auch die geschichtstheologischen Implikationen des Motivs aufgreift. Durch den Gebrauch des Motivs werden der Tod Jesu und die Tempelzerstörung 70 n.Chr. miteinander in Beziehung gesetzt. In diesem Deutungshorizont bekräftigt das Motiv nicht nur die Unschuld Jesu, sondern markiert auch die Gegner Jesu als Verantwortliche für die Kreuzigung und die Zerstörung Jerusalems.
£113.41
JCB Mohr (Paul Siebeck) La reconfiguration épistémique du lecteur de
Book SynopsisLe récit du démoniaque de Gérasa (Mc 5.1-20) constitue le récit d'exorcisme le plus élaboré de tout le Nouveau Testament. La conjugaison de l'analyse de type narratologique avec une étude des dimensions historiques, sociales et religieuses sous-jacentes au texte met en valeur la force reconfiguratrice du récit. Ce récit participe au projet mis en œuvre par l'auteur implicite à l'échelle de tout l'évangile de Marc. Luca Marulli montre comment, dans cette perspective, on peut apprécier la place et l'enjeu de Mc 5.1-20 dans la trame de l'évangile, notamment en relation avec la figure du jeune homme qui s'enfuit nu (14.51-52) et avec la péricope qui met en scène le jeune homme au tombeau (16.1-8). Lire Mc 5.1-20 avec et après 14.51-52 et 16.1-8 amène à une reconfiguration épistémique du lecteur relative aux thèmes de l'identité de Jésus, de la nature de la suivance et de la relation envisagée entre le disciple et son Maître absent.
£124.25
JCB Mohr (Paul Siebeck) Exegetische und theologische Studien
Book SynopsisDer vorliegende Band enthält Studien von Otfried Hofius zu Themen neutestamentlicher Exegese wie auch Aufsätze mit speziell theologischer bzw. auslegungsgeschichtlicher Thematik. Gegenstand exegetischer Untersuchung sind unter anderem die aramäische Gebetsanrede "Abba!", die sprachlichen Probleme des griechischen Vaterunser-Textes, Jesu Zuspruch der Sündenvergebung, das Verständnis der Tora bzw. der Schrift Israels im Johannesevangelium und die Bedeutung der in ihm bezeugten Fußwaschung Jesu, zentrale Topoi paulinischer Theologie (z.B. Mensch und Schöpfung, Verkündigung und Glaube) sowie die Aussagen des Neuen Testaments über das kirchliche Amt der Verkündigung. In theologischer Hinsicht liegt ein besonderes Gewicht auf kritischen Erwägungen zu der Frage nach dem "historischen Jesus" und auf Überlegungen zu dem Gedanken des "Extra nos in Christo" als Signatur der Christologie und Soteriologie des Apostels Paulus.
£165.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Eine Jesus-Vita aus flavischer Zeit: Das
Book SynopsisSeit ihrer Etablierung in den 1990er-Jahren hat die Evangelien-Biographie-These nur wenig weiterführende Bearbeitung erfahren. In der vorliegenden Arbeit zum Markusevangelium trägt Felix John zur Schließung dieser Lücke bei. Der Autor verbindet zwei bisher getrennt agierende Ansätze der Evangelienforschung: die Biographie-Einordnung und die narratologische Analyse. Als Vergleichstexte zum Markusevangelium dienen die Biographien Plutarchs. Die vergleichende Lektüre auf den unterschiedlichen narratologischen Beschreibungsebenen eröffnet neue Perspektiven auf das älteste Erzählevangelium. Vor diesem Hintergrund kann auch die Frage nach seinen historischen Entstehungsbedingungen neu gestellt werden.
£107.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Christlicher Baum und jüdische Wurzel:
Book SynopsisNach einer detaillierten Forschungsgeschichte zum Thema im 20. und 21. Jahrhundert erörtert Peter von der Osten-Sacken die Anfänge des Gottesdienstes im Neuen Testament in ihrem Zusammenhang mit dem antiken Synagogengottesdienst sowie zentrale liturgische Überlieferungen in Synagoge und Alter Kirche und mündet in die Erörterung gegenwartsbezogener liturgischer Fragen: Zu wem betet die christliche Gemeinde? Was tun wir, wenn wir segnen? Entsteht Judenfeindschaft durch Kirchenmusik? Wie erscheinen Israel im christlichen und die Völker im jüdischen Gottesdienst? Gibt es eine gemeinsame Hoffnung, die Christen und Juden verbindet? Leitend ist der Aufweis von Gemeinsamkeiten, Entsprechungen und Spezifika der jeweiligen Gottesdienstformen und inhalte.
£113.09
JCB Mohr (Paul Siebeck) Paulus im Judentum seiner Zeit: Gesammelte
Book SynopsisDer Band enthält historische, theologische und exegetische Studien von Karl-Wilhelm Niebuhr zu Paulus und seinen Briefen. Den Ausgangspunkt bildet eine präzise biographische Einordnung des Heidenapostels in das Judentum der hellenistisch-römischen Zeit. Sie wirkt sich in der Bedeutung der Tora für sein Leben und Wirken aus. Bestimmend für seinen Lebensgang wie für die Theologie, die sich in seinen Briefen niederschlägt, wurde seine Begegnung mit dem auferstandenen Christus und der Auftrag, das Christus-Evangelium den Heidenvölkern zu verkünden. Damit hat Paulus aber nicht seine Identität als Israelit abgelegt und hinter sich gelassen. Vielmehr zeigt sich, dass er sein Judesein zeit seines Lebens als theologisch wesentlichen Faktor in die Reflexion des Evangeliums einbezogen hat. Die Frage nach Israel im Zusammenhang des Christus-Evangeliums ist damit ein zentrales Element der paulinischen Theologie.
£165.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Fußwaschungserzählung im Johannesevangelium:
Book SynopsisDie Fußwaschung Jesu gehört zu den umstrittensten Texten im Neuen Testament. Anni Hentschel bietet eine gründliche Analyse antiker Texte zu Fußwaschungen und zeigt, dass einer Fußwaschung je nach Situation und Beziehung zwischen den beteiligten Personen eine Vielzahl an Deutungsmöglichkeiten zukommen kann. Sie war keineswegs ein typischer Sklavendienst, auch wenn sie zu den Aufgaben von Sklavinnen und Sklaven gehörte. Indem Jesus als Lehrer seinen Schülerinnen und Schülern die Füße wäscht, erweist er ihnen seine Liebe. Er konstituiert die Nachfolgegemeinschaft als Liebesgemeinschaft, in der nach Ostern Gott und Jesus weiterhin präsent sein werden. Mit dem Auftrag der gegenseitigen Liebe schickt Jesus sie als seine Gesandten in die Welt, so wie er vom Vater gesandt wurde. Die Fußwaschung Jesu als zeichenhafte Handlung am Anfang der Abschiedsrede ist vor allem ekklesiologisch relevant.
£150.00
JCB Mohr (Paul Siebeck) Psalmenrezeption in der Passionsgeschichte des
Book SynopsisDas Matthäusevangelium ist von einem dichten Netz an Rekursen auf die Schriften Israels durchzogen. Während Psalmen darin punktuell seit jeher wahrgenommen wurden, liegt mit dieser Studie die erste umfangreiche Darstellung des Gesamtbilds der Psalmenrezeption in der matthäischen Passionsgeschichte vor. Alida C. Euler systematisiert zunächst die Psalmenrezeptionen im gesamten Matthäusevangelium und geht detailliert der Psalmenkenntnis und Psalmenverwendung in der Zeit des Zweiten Tempels nach, bevor sie vor diesem historischen Hintergrund die Psalmenrezeption innerhalb der matthäischen Passionsgeschichte und damit verbundener psalmenrezipierender Textabschnitte analysiert und kontextualisiert. Sie arbeitet nicht nur eine besondere Relevanz der Psalmen für die matthäische Christologie sowie für die Darstellung der jüdischen Autoritäten heraus, sondern kann auch eine strukturgebende Funktion der Psalmen im Matthäusevangelium aufzeigen.
£150.58
JCB Mohr (Paul Siebeck) Konflikte und Krisen im Neuen Testament und ihre
Book SynopsisDie Schriften des Neuen Testaments geben Zeugnis von unterschiedlichen Konflikten und Krisen unter den frühen christusgläubigen Gemeinden sowie Versuchen, diese zu bewältigen. Man ringt um Fragen der rechten Lehre und des rechten Verhaltens; Auseinandersetzungen erfolgen gegenüber der Umwelt nach außen oder gegenüber anderen gläubigen Gruppierungen nach innen. In den Briefen werden diese Konflikte oft direkt ausgetragen und konkrete Konsequenzen der Jesusnachfolge gefordert, in den Erzähltexten der Evangelien und der Apostelgeschichte werden die Auseinandersetzungen häufig stärker in die Interaktion der Erzählfiguren untereinander eingespielt. Im vorliegenden Band werden aus einer Vielzahl der neutestamentlichen Schriften exemplarische Konflikte und Krisen sowie Bewältigungsstrategien thematisiert und mittels verschiedener methodischer Herangehensweisen analysiert.
£111.62
JCB Mohr (Paul Siebeck) 2 Timothée dans le corpus paulinien: Analyse
Book SynopsisDans cet ouvrage, Kampotela Luc Bulundwe pose la question du rôle de 2 Timothée (2 Tm) au sein du corpus paulinien, au prisme des approches sociales de la mémoire. Il démontre que le discours d'adieu épistolaire attribué à Paul s'inscrit, comme clé herméneutique, dans un processus de diffusion de la littérature paulinienne. Cette étude heuristique se déploie en trois temps. Le premier pose des jalons historiques et méthodologiques ; le deuxième consiste en l'analyse détaillée de la lettre ; et un troisième, en une enquête sur les personnages, les lieux géographiques et les points de contact de 2 Tm avec les proto-pauliniennes et Colossiens. Sa principale originalité réside dans la prise en compte spécifique de 2 Tm, au-delà du corpus des Pastorales. Est ainsi mis en exergue le rôle stratégique que joue cet écrit dans la formation du Corpus Paulinum à une époque de transition de gouvernance apostolique.
£134.13
JCB Mohr (Paul Siebeck) Evangelische Kirchen und Politik in Deutschland:
Book SynopsisWie reagierten individuelle oder institutionelle Repräsentantinnen und Repräsentanten evangelischer Kirchen auf aktuelle politische oder soziale Herausforderungen? In diesem Sammelband sind Beispiele aus dem 20. Jahrhundert zusammengestellt, die die Rahmenbedingungen in Deutschland untersuchen, indem nach spezifischen Konstellationen gefragt wird. Der zeitliche Rahmen reicht vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Berücksichtigt werden Ereignisse oder Entwicklungen des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Parallelwelten der DDR und der BRD sowie Aspekte der jüngeren öffentlichen Erinnerungskultur.
£115.56
JCB Mohr (Paul Siebeck) Neutestamentliche Debatten von 1900 bis zur
Book SynopsisDie neutestamentlichen Debatten der zurückliegenden 125 Jahre umfassen drei Themenschwerpunkte: Sie diskutieren das Verhältnis zwischen dem antiken Weltbild und der aufgeklärten Weltsicht der Gegenwart; sie behandeln die Beziehung zwischen Jesus als historischer Persönlichkeit und der auf ihn bezogenen Christologie; und sie ringen um die Relation zwischen Judentum und Christentum.Angesichts der Vielfalt exegetischer Detailforschung zeichnet Paul-Gerhard Klumbies die übergreifenden Gesprächsfäden in der neutestamentlichen Wissenschaft seit dem Jahr 1900 nach. Seine Rückschau zeigt, wie Denkbewegungen unter veränderten zeitgeschichtlichen Umständen fortentwickelt und in Neuformulierungen alte Themen weitergeführt worden sind. Die Auswahl der Stimmen orientiert sich daran, inwieweit die Beiträge unter theologischem Gesichtspunkt Bedeutung für die Wissenschaft vom Neuen Testament besitzen.
£25.88
JCB Mohr (Paul Siebeck) L'accueil de l'autre dans sa diversité: La
Book SynopsisDans cette monographie, Filippo Alma propose une analyse exégétique et théologique du discours exhortatif de Paul en Rm 14,1-15,13, dans le contexte large de la lettre aux Romains et du christianisme naissant à Rome. À cet effet, après avoir rappelé les données principales du long débat existant notamment autour de l'identité socio-historique des "faibles dans la foi" et des forts, sur laquelle subsistent encore des obscurités, l'auteur expose un commentaire sensible aux outils de la rhétorique ancienne, et en particulier de la "rhétorique paulinienne". Cela aide l'auteur à saisir l'essence de la stratégie rhétorico-pastorale de médiation mise en place par Paul pour faire face à l'état de tension et de conflit, de mépris et de jugement, résultant des différentes pratiques des disciples de Jésus à Rome, vers le milieu du Ier siècle de notre ère.
£101.96
JCB Mohr (Paul Siebeck) Die Schriftzitate im Hebräerbrief als Zeugen für
Book SynopsisDie alttestamentlichen Zitate im Hebräerbrief stellen ein gleichermaßen reizvolles wie komplexes Untersuchungssujet dar, in dem die Frage nach der Textform dieser Zitate eine besonders hohe Bedeutung sowohl für die Rekonstruktion des neutestamentlichen Textes wie auch für die Textgeschichte der Septuaginta besitzt.Die Aufsätze des vorliegenden Sammelbandes stellen sich dieser Fragestellung aus je eigener Perspektive aber mit stetem Bezug zur engen Verbindung von neutestamentlichem Text und alttestamentlicher Vorlage, für welche die Zitattexte des Hebräerbriefes ein wichtiges textgeschichtliches Zeugnis darstellen. Die Forschungen stehen im Zusammenhang des von der DFG geförderten Projektes "Septuagintazitate im Neuen Testament". Die vorliegenden Beiträge gehen zurück auf Vorträge im Rahmen eines Workshops am Institut für Septuaginta und biblische Textforschung (ISBTF) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal im März 2021.
£100.98
JCB Mohr (Paul Siebeck) Briefwechsel 1926-1967
Book SynopsisRudolf Bultmann und Oscar Cullmann zählen zu den bedeutendsten Neutestamentlern und Theologen des 20. Jahrhunderts. Ihre Publikationen werden bis in die Gegenwart in unterschiedlichen Sprachen neu aufgelegt. Am Anfang war ihre Beziehung von gegenseitiger Wertschätzung und regem publizistischem Austausch geprägt. Immer mehr führte aber die Ausarbeitung unterschiedlicher theologischer Konzeptionen zum kritischen Diskurs, der in den offenen Widerspruch mündete. Dennoch standen sie zeitlebens - mit einigen Unterbrechungen - miteinander in einem wohlwollenden Briefwechsel. In diesem Band werden alle erhaltenen Briefe und Postkarten dieser Korrespondenz in einer kommentierten Fassung vorgelegt. In zehn Studien werden zusätzlich die Werke der beiden Theologen aus zeitgeschichtlicher, theologischer und exegetischer Perspektive analysiert und für die gegenwärtige theologische Arbeit ausgewertet.
£120.80
JCB Mohr (Paul Siebeck) Der Prozess Jesu: Geschichte und Theologie der
Book SynopsisWarum wurde Jesus von Nazaret hingerichtet? Wer war verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen, dass der Galiläer, der Menschen gesund gemacht und Feindesliebe gepredigt hatte, ein solch grausames Schicksal erleiden musste? Aufschluss über die letzten Tage Jesu versprechen die neutestamentlichen Passions- und Ostererzählungen. Doch es sind Glaubenstexte, keine historischen Berichte. Bereits die älteste, wohl in den vierziger Jahren nach Jesu Tod in Jerusalem entstandene Erzählung, auf der die Evangelien fußen, ist ein theologisches Konstrukt auf der Basis des Alten Testamentes. Ausgehend vom Kreuzestitel "König der Juden“, der auf Jesu Verurteilung als angeblicher Königsprätendent hindeutet, bringt die Erzählung unter Bezug auf den Psalter die wahre messianische Würde Jesu narrativ zur Anschauung. Formiert hat sich diese älteste Passionserinnerung anlässlich der jährlichen Paschafeier; sie trägt also liturgische Züge. Umso mehr stellt sich die Frage, ob und wieweit sie Aussagen zu den im Hintergrund stehenden historischen Ereignissen überhaupt zulässt. Michael Theobald untersucht nach Klärung des hermeneutischen Zugangs die Passionserzählungen gattungskritisch im Kontext der antiken Erzählungen vom Tod berühmter Männer, er rekonstruiert ihre älteste Gestalt und unternimmt den Versuch, ein im Rahmen der zeitgenössischen Macht- und Rechtsverhältnisse plausibles Bild von Vorgeschichte, Ablauf und Folgen des Verfahrens gegen Jesus zu zeichnen. Zudem zieht er Bilanz aus der Forschung der letzten 100 Jahre und entwirft einen neuen Zugang zu Geschichte und Theologie der Passion Jesu.
£204.00