Description

Book Synopsis
Zu den teuersten Erzeugnissen der Pariser Buchproduktion im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts gehören vier großformatige Legendare, die der Buchhändler Thomas de Maubeuge bei den Buchmalern der Rue neuve Nostre Dame für den französischen König Karl IV. und sein Umfeld illustrieren ließ. Ausgehend von den Herstellungsbedingungen des Entstehungskontextes wird in der vorliegenden Arbeit die Bedeutung und Funktion der meist stereotypen und formelhaften Miniaturen im Gesamtgefüge der Handschriften untersucht. Vor dem Hintergrund der Tradition französischer Legendare und der Legenda aurea werden die Gestaltungsstrategien herausgearbeitet, die den Akteuren eine inhaltliche Ausrichtung der Codices erlauben und die Rezeptionshaltung der Benutzer subtil steuern. Die untersuchten Handschriften unterliegen dabei einer je eigenen Disposition, in der sich die Wünsche einzelner Auftraggeber mit dem Ringen um eine zeitgemäße Form für die Buchtgattung Legendar vereinen. Neben den Transformationen, die die Gattung im 13. und frühen 14. Jahrhundert erfährt, spiegelt sich hierin die buchhistorisch bedeutsame Verschiebung der idealen Lesehaltung von einer monastisch-kontemplativen hin zu einer scholastisch-akademischen lectio. Ein Katalogteil erschließt 39 hagiographische Handschriften aus der Zeit vor 1350 und ihre Bildfolgen für die künftige Forschung.

Die Legendare aus der Rue neuve Nostre Dame:

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      Publisher: Peeters Publishers
      Publication Date: 18/10/2021
      ISBN13: 9789042940857, 978-9042940857
      ISBN10: 9042940859

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      Book Synopsis
      Zu den teuersten Erzeugnissen der Pariser Buchproduktion im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts gehören vier großformatige Legendare, die der Buchhändler Thomas de Maubeuge bei den Buchmalern der Rue neuve Nostre Dame für den französischen König Karl IV. und sein Umfeld illustrieren ließ. Ausgehend von den Herstellungsbedingungen des Entstehungskontextes wird in der vorliegenden Arbeit die Bedeutung und Funktion der meist stereotypen und formelhaften Miniaturen im Gesamtgefüge der Handschriften untersucht. Vor dem Hintergrund der Tradition französischer Legendare und der Legenda aurea werden die Gestaltungsstrategien herausgearbeitet, die den Akteuren eine inhaltliche Ausrichtung der Codices erlauben und die Rezeptionshaltung der Benutzer subtil steuern. Die untersuchten Handschriften unterliegen dabei einer je eigenen Disposition, in der sich die Wünsche einzelner Auftraggeber mit dem Ringen um eine zeitgemäße Form für die Buchtgattung Legendar vereinen. Neben den Transformationen, die die Gattung im 13. und frühen 14. Jahrhundert erfährt, spiegelt sich hierin die buchhistorisch bedeutsame Verschiebung der idealen Lesehaltung von einer monastisch-kontemplativen hin zu einer scholastisch-akademischen lectio. Ein Katalogteil erschließt 39 hagiographische Handschriften aus der Zeit vor 1350 und ihre Bildfolgen für die künftige Forschung.

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