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Book Synopsis
Vor 30 Jahren, im Frühjahr 1989, protestierte eine Bewegung von Studierenden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking öffentlich gegen die Regierung der Staatspartei KPCH. Es ging ihnen um die Freiheit politischer Kritik und die Möglichkeit, unabhängige Organisationen zu gründen. Der Protest und die Hoffnungen auf politische Veränderungen wurden niedergeschlagen. Der lange Zeit inhaftierte chinesische Schriftsteller Liao Yiwu war als literarischer Chronist der Proteste in Peking Podiumsgast bei den Osnabrücker Friedensgesprächen. Ein Sieg der Freiheit in der Folge des weltpolitischen Umbruchs von 1989 ist bisher nicht eingetreten. Das zeigen aktuelle Verfolgungen und Verhaftungen von Oppositionellen etwa in der Türkei, im Sudan, in Russland, Iran oder in Hongkong. Fälle wie der des in Istanbul ermordeten Journalisten Khashoggi und vieler anderer Kritiker, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower veranschaulichen die andauernde Verletzlichkeit der Freiheit von Meinungsäußerung und Information, der Freiheit des Aufenthalts und ungehinderter Bewegung sowie des Anspruchs auf körperliche Unversehrtheit. Freiheitsbedrohungen durch verbale Angriffe mit persönlicher, politischer und religiöser Zielsetzung, Diffamierungen und Beleidigungen, wie sie die sozialen Medien transportieren, kommen hinzu. Davon ist vieles erlaubt, durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung, auch der Kunstfreiheit gedeckt. Doch die Freiheit des Einzelnen kann nur so weit reichen, wie die Freiheit des Nächsten unverletzt bleibt. Unter dem Zeichen der Freiheit versammelt der vorliegende, 26. Band des Jahrbuches der Osnabrücker Friedensgespräche Fälle und Aspekte der Bedrohung individueller Freiheit(en), aber auch Reflexionen über die Auswirkungen jener Freiheiten, von denen regierende Staatenlenker wie z.B. Donald Trump souverän Gebrauch machen.

Osnabrücker Jahrbuch Frieden und Wissenschaft

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      Publisher: V&R unipress GmbH
      Publication Date: 11/11/2019
      ISBN13: 9783847110415, 978-3847110415
      ISBN10: 3847110411

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      Book Synopsis
      Vor 30 Jahren, im Frühjahr 1989, protestierte eine Bewegung von Studierenden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking öffentlich gegen die Regierung der Staatspartei KPCH. Es ging ihnen um die Freiheit politischer Kritik und die Möglichkeit, unabhängige Organisationen zu gründen. Der Protest und die Hoffnungen auf politische Veränderungen wurden niedergeschlagen. Der lange Zeit inhaftierte chinesische Schriftsteller Liao Yiwu war als literarischer Chronist der Proteste in Peking Podiumsgast bei den Osnabrücker Friedensgesprächen. Ein Sieg der Freiheit in der Folge des weltpolitischen Umbruchs von 1989 ist bisher nicht eingetreten. Das zeigen aktuelle Verfolgungen und Verhaftungen von Oppositionellen etwa in der Türkei, im Sudan, in Russland, Iran oder in Hongkong. Fälle wie der des in Istanbul ermordeten Journalisten Khashoggi und vieler anderer Kritiker, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower veranschaulichen die andauernde Verletzlichkeit der Freiheit von Meinungsäußerung und Information, der Freiheit des Aufenthalts und ungehinderter Bewegung sowie des Anspruchs auf körperliche Unversehrtheit. Freiheitsbedrohungen durch verbale Angriffe mit persönlicher, politischer und religiöser Zielsetzung, Diffamierungen und Beleidigungen, wie sie die sozialen Medien transportieren, kommen hinzu. Davon ist vieles erlaubt, durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung, auch der Kunstfreiheit gedeckt. Doch die Freiheit des Einzelnen kann nur so weit reichen, wie die Freiheit des Nächsten unverletzt bleibt. Unter dem Zeichen der Freiheit versammelt der vorliegende, 26. Band des Jahrbuches der Osnabrücker Friedensgespräche Fälle und Aspekte der Bedrohung individueller Freiheit(en), aber auch Reflexionen über die Auswirkungen jener Freiheiten, von denen regierende Staatenlenker wie z.B. Donald Trump souverän Gebrauch machen.

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