Description

Book Synopsis
Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit einem in seiner Bedeutung unterschätzten Aspekt innerhalb der Selbstmordforschung, dem des gefährdeten Selbstwertgefühls von Suizidanten. Aufbauend auf die neuere psychoanalytische Narzißmustheorie wird der Selbstmord als Krise des Selbstwertgefühls begriffen: Zunächst unverständlichen psychodynamischen Vorgängen kann eine Labilisierung des narzißtischen Regulationssystems vorausgehen, die Suizidhandlung selbst erscheint als krisenhafter Versuch, das gefährdete Selbstwertgefühl zu retten. Ohne die Aggressionsproblematik zu bagatellisieren, wird die klinische Relevanz der sorgsam entwickelten Modellvorstellungen an 50 Patienten, die einen Selbstmordversuch unternommen hatten, geprüft und belegt. Aus der Untersuchung ergeben sich vielfältige Konsequenzen für den Umgang mit Selbstmordgefährdeten, die Beurteilung der Suizidgefahr, die Psychotherapie narzißtisch gestörter Patienten und die Psychohygiene des Selbstwertgefühls.

Table of Contents
Vorwort.- Vorwort zur 2. Auflage.- Vorwort zur 4. Auflage.- I. Methodische Vorbemerkungen.- 1. Fragestellungen.- 2. Das Problem der adäquaten Methode.- 3. Die hermeneutische Methode.- 4. Die Verbindung von hermeneutischer und objektivierender Methode.- 5. Die Interpretation überindividueller Phänomen.- II. Bestandsaufnahme.- 1. Allgemeine Korrelationen.- 1.1. Die Häufigkeit von Selbstmordhandlungen.- 1.2. Suizidmethoden.- 2. Physikalisch-biologische Korrelationen.- 2.1. Geschlechtsverteilung.- 2.2. Altersverteilung.- 2.3. Heredität.- 2.4. Wetterabhängigkeit.- 2.5. Jahreszeit.- 2.6. Kosmische Einflüsse.- 2.7. Somato-pathologische Befunde.- 2.8. Menstruation.- 3. Soziologische Korrelationen.- 3.1. Die aktuelle soziale Situation.- 3.2. Größe des Wohnortes.- 3.3. Schichtenverteilung.- 3.4. Konfessionszugehörigkeit.- 3.5. Bedrohliche Lebensumstände.- 4. Psychologische und psychopathologische Korrelationen.- 4.1. Bewußte Suizidmotive.- 4.2. Nosologische Einordnung.- 4.3. Psychiatrisch auffällige Vorgeschichte.- 4.4. Belastungen in der frühen Kindheit.- 4.5. Besonderheiten der psychischen Entwicklung.- 4.6. Besonderheiten der präsuizidalen Persönlichkeit.- 4.6.1. Aggressionsproblematik.- 4.6.2. Über-Ich und Selbsterleben.- 4.6.3. Realitätsbezug.- 4.6.4. Suggestibilität.- 4.6.5. Art der Durchführung der Suizidhandlung und die Bedeutung naher Beziehungspersonen.- 4.6.6. Besonderheiten der Psychotherapie.- 5. Überblick.- 6. Entwurf eines idealtypischen Bildes.- III. Selbstmord und Selbstwertproblematik.- 1. Theorien zur suizidalen Psychodynamik.- 1.1. Unreflektierte Theorien.- 1.2. Die „klassische“ psychoanalytische Theorie.- 1.3. Sammlungen typischer Motive.- 1.4. Phänomenologische Strukturanalysen.- 1.5. Das präsuizidale Syndrom.- 1.6. Spezifizierung der Objektbeziehungen.- 1.7. Die Entwicklung der psychoanalytischen Depressionstheorien.- 2. Die suizidale Psychodynamik aus der Sicht der psychoanalytischen Narzißmustheorie.- 2.1. Begriffsklärung.- 2.2. Entwicklung und Funktion des narzißtischen Systems.- 2.2.1. Der harmonische Primärzustand.- 2.2.2. Die Urverunsicherung und die Trennung von Selbst und Objekten.- 2.2.3. Kompensationsmechanismen.- 2.2.4. Die Funktion des gesunden narzißtischen Systems.- 2.3. Die Pathologie des narzißtischen Systems.- 2.3.1. Die reife Reaktion auf eine Kränkung.- 2.3.2. Die unreife Reaktion auf eine Kränkung.- Exkurs: Narzißtische Objektbeziehungen.- 2.3.3. Die pathologische Reaktion auf eine Kränkung.- 2.4. Narzißmustheorie und suizidale Psychodynamik.- 2.4.1. Fünf Thesen.- 2.4.2. Die suizidale Persönlichkeit.- 2.4.2.1. Das Selbsterleben.- 2.4.2.2. Das Ich-Ideal/Über-Ich-System.- 2.4.2.3. Die Realitätskontrolle.- 2.4.2.4. Die Aggressionsproblematik.- 2.4.2.5. Die zwischenmenschlichen Beziehungen.- 2.4.3. Die Suizidhandlung.- IV. Prüfung der Theorie an 50 Kasuistiken.- 1. Fragestellung.- 2. Krankengut und Untersuchungsmethodik.- 3. Das Problem der Materialreduktion.- 4. Falldarstellungen.- 4.1. Gruppe A.- 4.1.1. Herr A A.- 4.1.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.1.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.1.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.1.1.4. Deutung.- 4.1.2. Übersicht über die ganze Gruppe A.- 4.1.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.1.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.1.2.3. Biographischer Hintergrund.- 4.1.2.4. Deutung.- 4.2. Gruppe B.- 4.2.1. Frau B A.- 4.2.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.2.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.2.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.2.1.4. Deutung.- 4.2.2. Übersicht über die ganze Gruppe B.- 4.2.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.2.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.2.2.3. Biographischer Hintergrund.- 4.2.2.4. Deutung.- 4.3. Gruppe C.- 4.3.1. Herr C A.- 4.3.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.3.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.3.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.3.1.4. Deutung.- 4.3.2. Übersicht über die ganze Gruppe C.- 4.3.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.3.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.3.2.3. Biographischer Füntergrund.- 4.3.2.4. Deutung.- 4.4. Gruppe X.- 4.4.1. Frau X A.- 4.4.2. Frau X B.- 4.4.3. Frau X C.- 4.4.4. Herr X D.- 4.4.5. Herr X E.- 5. Diskussion.- 5.1. Suizidalität und narzißtische Krise.- 5.2. Die Einteilung in drei Gruppen.- V. Zusammenfassung.- Rückblick nach 25 Jahren.- 1. Fragebogen an den Patienten.- 2. Schema für die Abfassung eines Fallberichts.- 3. Schema für die Auswertung von Fallberichten.- Über den Verfasser.- Bibliographie.- Personenregister und Sachregister.

Narzisstische Krisen: Zur Psychodynamik des

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      Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden
      Publication Date: 30/10/2000
      ISBN13: 9783531230580, 978-3531230580
      ISBN10: 3531230581
      Also in:
      Psychology

      Description

      Book Synopsis
      Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit einem in seiner Bedeutung unterschätzten Aspekt innerhalb der Selbstmordforschung, dem des gefährdeten Selbstwertgefühls von Suizidanten. Aufbauend auf die neuere psychoanalytische Narzißmustheorie wird der Selbstmord als Krise des Selbstwertgefühls begriffen: Zunächst unverständlichen psychodynamischen Vorgängen kann eine Labilisierung des narzißtischen Regulationssystems vorausgehen, die Suizidhandlung selbst erscheint als krisenhafter Versuch, das gefährdete Selbstwertgefühl zu retten. Ohne die Aggressionsproblematik zu bagatellisieren, wird die klinische Relevanz der sorgsam entwickelten Modellvorstellungen an 50 Patienten, die einen Selbstmordversuch unternommen hatten, geprüft und belegt. Aus der Untersuchung ergeben sich vielfältige Konsequenzen für den Umgang mit Selbstmordgefährdeten, die Beurteilung der Suizidgefahr, die Psychotherapie narzißtisch gestörter Patienten und die Psychohygiene des Selbstwertgefühls.

      Table of Contents
      Vorwort.- Vorwort zur 2. Auflage.- Vorwort zur 4. Auflage.- I. Methodische Vorbemerkungen.- 1. Fragestellungen.- 2. Das Problem der adäquaten Methode.- 3. Die hermeneutische Methode.- 4. Die Verbindung von hermeneutischer und objektivierender Methode.- 5. Die Interpretation überindividueller Phänomen.- II. Bestandsaufnahme.- 1. Allgemeine Korrelationen.- 1.1. Die Häufigkeit von Selbstmordhandlungen.- 1.2. Suizidmethoden.- 2. Physikalisch-biologische Korrelationen.- 2.1. Geschlechtsverteilung.- 2.2. Altersverteilung.- 2.3. Heredität.- 2.4. Wetterabhängigkeit.- 2.5. Jahreszeit.- 2.6. Kosmische Einflüsse.- 2.7. Somato-pathologische Befunde.- 2.8. Menstruation.- 3. Soziologische Korrelationen.- 3.1. Die aktuelle soziale Situation.- 3.2. Größe des Wohnortes.- 3.3. Schichtenverteilung.- 3.4. Konfessionszugehörigkeit.- 3.5. Bedrohliche Lebensumstände.- 4. Psychologische und psychopathologische Korrelationen.- 4.1. Bewußte Suizidmotive.- 4.2. Nosologische Einordnung.- 4.3. Psychiatrisch auffällige Vorgeschichte.- 4.4. Belastungen in der frühen Kindheit.- 4.5. Besonderheiten der psychischen Entwicklung.- 4.6. Besonderheiten der präsuizidalen Persönlichkeit.- 4.6.1. Aggressionsproblematik.- 4.6.2. Über-Ich und Selbsterleben.- 4.6.3. Realitätsbezug.- 4.6.4. Suggestibilität.- 4.6.5. Art der Durchführung der Suizidhandlung und die Bedeutung naher Beziehungspersonen.- 4.6.6. Besonderheiten der Psychotherapie.- 5. Überblick.- 6. Entwurf eines idealtypischen Bildes.- III. Selbstmord und Selbstwertproblematik.- 1. Theorien zur suizidalen Psychodynamik.- 1.1. Unreflektierte Theorien.- 1.2. Die „klassische“ psychoanalytische Theorie.- 1.3. Sammlungen typischer Motive.- 1.4. Phänomenologische Strukturanalysen.- 1.5. Das präsuizidale Syndrom.- 1.6. Spezifizierung der Objektbeziehungen.- 1.7. Die Entwicklung der psychoanalytischen Depressionstheorien.- 2. Die suizidale Psychodynamik aus der Sicht der psychoanalytischen Narzißmustheorie.- 2.1. Begriffsklärung.- 2.2. Entwicklung und Funktion des narzißtischen Systems.- 2.2.1. Der harmonische Primärzustand.- 2.2.2. Die Urverunsicherung und die Trennung von Selbst und Objekten.- 2.2.3. Kompensationsmechanismen.- 2.2.4. Die Funktion des gesunden narzißtischen Systems.- 2.3. Die Pathologie des narzißtischen Systems.- 2.3.1. Die reife Reaktion auf eine Kränkung.- 2.3.2. Die unreife Reaktion auf eine Kränkung.- Exkurs: Narzißtische Objektbeziehungen.- 2.3.3. Die pathologische Reaktion auf eine Kränkung.- 2.4. Narzißmustheorie und suizidale Psychodynamik.- 2.4.1. Fünf Thesen.- 2.4.2. Die suizidale Persönlichkeit.- 2.4.2.1. Das Selbsterleben.- 2.4.2.2. Das Ich-Ideal/Über-Ich-System.- 2.4.2.3. Die Realitätskontrolle.- 2.4.2.4. Die Aggressionsproblematik.- 2.4.2.5. Die zwischenmenschlichen Beziehungen.- 2.4.3. Die Suizidhandlung.- IV. Prüfung der Theorie an 50 Kasuistiken.- 1. Fragestellung.- 2. Krankengut und Untersuchungsmethodik.- 3. Das Problem der Materialreduktion.- 4. Falldarstellungen.- 4.1. Gruppe A.- 4.1.1. Herr A A.- 4.1.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.1.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.1.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.1.1.4. Deutung.- 4.1.2. Übersicht über die ganze Gruppe A.- 4.1.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.1.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.1.2.3. Biographischer Hintergrund.- 4.1.2.4. Deutung.- 4.2. Gruppe B.- 4.2.1. Frau B A.- 4.2.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.2.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.2.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.2.1.4. Deutung.- 4.2.2. Übersicht über die ganze Gruppe B.- 4.2.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.2.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.2.2.3. Biographischer Hintergrund.- 4.2.2.4. Deutung.- 4.3. Gruppe C.- 4.3.1. Herr C A.- 4.3.1.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.3.1.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.3.1.3. Biographischer Hintergrund.- 4.3.1.4. Deutung.- 4.3.2. Übersicht über die ganze Gruppe C.- 4.3.2.1. Selbstbild und Ich-Ideal.- 4.3.2.2. Zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktion.- 4.3.2.3. Biographischer Füntergrund.- 4.3.2.4. Deutung.- 4.4. Gruppe X.- 4.4.1. Frau X A.- 4.4.2. Frau X B.- 4.4.3. Frau X C.- 4.4.4. Herr X D.- 4.4.5. Herr X E.- 5. Diskussion.- 5.1. Suizidalität und narzißtische Krise.- 5.2. Die Einteilung in drei Gruppen.- V. Zusammenfassung.- Rückblick nach 25 Jahren.- 1. Fragebogen an den Patienten.- 2. Schema für die Abfassung eines Fallberichts.- 3. Schema für die Auswertung von Fallberichten.- Über den Verfasser.- Bibliographie.- Personenregister und Sachregister.

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