Description

Book Synopsis

Die jüngste Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Banken und ihre Kreditvergabe in heutigen Wirtschaften eine entscheidende Rolle spielen. Wie genau diese Kreditvergabe mit der Geldschöpfung zusammenhängt, ist für viele Menschen allerdings kaum ersichtlich.

Mathias Binswanger schafft in seinem Buch nun endlich Klarheit und erklärt, wie Geld geschaffen wird, welche Bedeutung dieser Prozess in einer modernen Wirtschaft besitzt und welche Probleme er verursacht.

Fundiert und differenziert zeigt er die Banken in ihrer Tätigkeit als Geldproduzenten: Sie leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues. Dank der Fähigkeit der Geldschöpfung ermöglichen Banken so Wachstum, indem Investitionen finanziert werden können, ohne dass vorher gespart wird. Der Autor zeigt aber auch die Schattenseiten des Prozesses: Ein Großteil des von den Banken geschaffenen Geldes wird in einer modernen Wirtschaft für den Kauf von Wertpapieren oder Immobilien verwendet, was zu spekulativen Blasen und Finanzkrisen führt.



Trade Review
Fast unglaublich, dass der Glaube an die alleinige Geldschöpfung der Notenbanken immer noch zum Dogma der Zunft - und der Politik gehört. Und kein Wunder, dass finanzpolitische Instrumente stumpf bleiben, wenn sie auf falschen Voraussetzungen aufbauen. Möge das Buch zu einer neuen, produktiven Sicht auf die Gesetze der Ökonomie verhelfen.
Management-Journal Juni 2015


"...Ein provokantes und aufrüttelndes Buch, das nicht nur Ökonomen und Risikomanagern als Lektüre wärmstens empfohlen werden kann." (Risiko Manager, 14/2015)

Table of Contents
Vorwort 9

Einleitung: Warum wir den Prozess der Geldschöpfung und seine ökonomische Bedeutung nicht richtig verstehen 11

Teil I Einfach und doch mysteriös: Geldschöpfung in der heutigen Wirtschaft

1. Wie Geschäftsbanken Geld schaffen 19

Die falsche Vorstellung von Banken als Finanzintermediäre 19

Die richtige Vorstellung von Banken als geldschöpfende Institutionen 28

Warum Banken, obwohl sie Geld schaffen können, auch Spargelder wollen 37

2. Wie Zentralbanken versuchen, den Geldschöpfungsprozess zu kontrollieren 41

Teil II Entdeckung und Entwicklung der Geldschöpfung

1. Die Entdeckung der Papiergeldschöpfung durch englische Goldschmiede im 17 Jahrhundert 57

2. Exzessive Papiergeldschöpfung in Paris von 1716 bis 1720: das System von John Law 68

3. Die Entstehung von Zentralbanken und die Etablierung der Golddeckungspflicht im 19 Jahrhundert – Beginn der Giralgeldschöpfung 86

Die Bank of England wird zur ersten Zentralbank 86

Die Entstehung von Zentralbanken in anderen Ländern 95

Meilensteine bis 1914: Goldstandard, Banknotenmonopol und Verwendung von Guthaben als Zahlungsmittel 100

4. Der lange Abschied vom Gold nach 1914 und die zunehmende Ablösung von Papiergeld durch Giralgeld 102

Der 1. Weltkrieg und seine Folgen 102

Bedenken gegen Staatsschulden zur Deckung der Geldschöpfung: Die Real Bills Doctrine und der damit verbundene Irrtum 105

Versuche der Rückkehr zur Golddeckung: Der Zwischenkriegs-Golddevisenstandard und das System von Bretton Woods 111

Mindestreserven als begrenzt wirksames Instrument zur Kontrolle der Geldmenge 117

Meilensteine im 20. Jahrhundert: Weg vom Gold und vom Papiergeld! 123

Appendix: Bilanzen von Zentralbanken im 20. Jahrhundert 126

Teil III Geldschöpfung und Wirtschaftswachstum

1. Wachstum – Inflation – Spekulation: Mögliche Auswirkungen der Geldschöpfung in der Wirtschaft 131

2. Warum Geldschöpfung für das Wirtschaftswachstum notwendig ist: Geldschöpfung, Investitionen und Sparen 136

3. Der Zusammenhang zwischen Geldschöpfung, Investitionen und Wachstum in einem einfachen Kreislaufmodell 143

Stationäre Wirtschaft 143

Wachsende Wirtschaft 146

Die Unmöglichkeit von Wachstum ohne Geldschöpfung 147

Wie Geldschöpfung Wachstum ermöglicht 150

4. Warum Ökonomen die Bedeutung des Geldschöpfung für das Wachstum trotzdem ignorieren: die Neutralitätsobsession in der Mainstreamökonomie 155

6 Inhaltsverzeichnis

Neutralität in der Klassik: Kampf gegen den Merkantilismus und David Humes schizophrene Haltung 156

Neutralität in der Neoklassik: Überlegenheit der Marktwirtschaft lässt sich nur für eine Tauschwirtschaft beweisen 162

Neutralität heute: die Schizophrenie wird weiter kultiviert 169

5. Was sagen die Daten? Ein historischer Überblick 175

Korrelationen und ihre Bedeutung 175

Geldschöpfung und ihre Auswirkungen in der der langen Frist von 1870 bis 2012 179

Auswirkungen der Geldschöpfung vor dem ersten Weltkrieg von 1870 bis 1914 185

Auswirkungen der Geldschöpfung nach dem 2. Weltkrieg 188

Auswirkungen der Kreditvergabe der Banken auf das Wachstum der Realwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg 191

Ist Geld langfristig doch neutral? Warum empirische Studien aus der Mainstreamökonomie nicht viel aussagen 198

Teil IV Geldschöpfung und Finanzmärkte: Spekulative Blasen und Finanzkrisen

1. Der Hang zum Exzess 207

2. Warum die Wirkung der Geldschöpfung auf Wertpapierpreise und Immobilienpreise von der Theorie vernachlässigt wurde 214

3. Was sagen die Daten? Geldschöpfung und spekulative Blasen im historischen Überblick 221

Geldschöpfung und spekulative Blasen auf dem Immobilienmarkt 225

Geldschöpfung und spekulative Blasen an der Börse in den USA 244

Teil V Braucht es Reformen?

1. Der Kontrollverlust nach der Finanzkrise 2007/2008 257

US-Zentralbank (FED) 259

Bank of England 263

Europäische Zentralbank (EZB) 265

Schweizerische Nationalbank (SNB) 273

Befinden wir uns in einer historisch einmaligen Situation? 275

2. Die Herausforderungen für heutige Zentralbanken 280

Wirkungsvolle oder flexible Steuerung der Geldschöpfung? – Das Dilemma der Zentralbanken 280

Wachstum oder Verhinderung von Krisen? 283

Mehr »gute« und weniger »schlechte« Kredite? 286

3. Grundlegende Geldreformkonzepte, und was von ihnen zu halten ist 292

Grundlegende Reformideen I: Schluss mit der Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Geschäftsbanken 293

Grundlegende Reformideen II: Währungspluralismus 302

4. Wirksame Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kontrolle 307

Einführung von Anreizverträglichkeitsprüfungen für Vergütungssysteme bei Geschäftsbanken 308

Weitere Ziele für Inflation und Kreditvergabe bei Zentralbanken 311

Variierbare Eigenkapitalanforderungen als neues Kontrollinstrument für Zentralbanken 313

Fazit: Eine neue makroökonomische Perspektive 319

Anmerkungen 325

Literatur 335

Stichwortverzeichnis 345

8 Inhaltsverzeichnis

Geld aus dem Nichts: Wie Banken Wachstum

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    A Hardback by Mathias Binswanger

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      Publisher: Wiley-VCH Verlag GmbH
      Publication Date: Publication Date: 18/03/2015
      ISBN13: 9783527508174, 978-3527508174
      ISBN10: 3527508171

      Description

      Book Synopsis

      Die jüngste Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Banken und ihre Kreditvergabe in heutigen Wirtschaften eine entscheidende Rolle spielen. Wie genau diese Kreditvergabe mit der Geldschöpfung zusammenhängt, ist für viele Menschen allerdings kaum ersichtlich.

      Mathias Binswanger schafft in seinem Buch nun endlich Klarheit und erklärt, wie Geld geschaffen wird, welche Bedeutung dieser Prozess in einer modernen Wirtschaft besitzt und welche Probleme er verursacht.

      Fundiert und differenziert zeigt er die Banken in ihrer Tätigkeit als Geldproduzenten: Sie leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues. Dank der Fähigkeit der Geldschöpfung ermöglichen Banken so Wachstum, indem Investitionen finanziert werden können, ohne dass vorher gespart wird. Der Autor zeigt aber auch die Schattenseiten des Prozesses: Ein Großteil des von den Banken geschaffenen Geldes wird in einer modernen Wirtschaft für den Kauf von Wertpapieren oder Immobilien verwendet, was zu spekulativen Blasen und Finanzkrisen führt.



      Trade Review
      Fast unglaublich, dass der Glaube an die alleinige Geldschöpfung der Notenbanken immer noch zum Dogma der Zunft - und der Politik gehört. Und kein Wunder, dass finanzpolitische Instrumente stumpf bleiben, wenn sie auf falschen Voraussetzungen aufbauen. Möge das Buch zu einer neuen, produktiven Sicht auf die Gesetze der Ökonomie verhelfen.
      Management-Journal Juni 2015


      "...Ein provokantes und aufrüttelndes Buch, das nicht nur Ökonomen und Risikomanagern als Lektüre wärmstens empfohlen werden kann." (Risiko Manager, 14/2015)

      Table of Contents
      Vorwort 9

      Einleitung: Warum wir den Prozess der Geldschöpfung und seine ökonomische Bedeutung nicht richtig verstehen 11

      Teil I Einfach und doch mysteriös: Geldschöpfung in der heutigen Wirtschaft

      1. Wie Geschäftsbanken Geld schaffen 19

      Die falsche Vorstellung von Banken als Finanzintermediäre 19

      Die richtige Vorstellung von Banken als geldschöpfende Institutionen 28

      Warum Banken, obwohl sie Geld schaffen können, auch Spargelder wollen 37

      2. Wie Zentralbanken versuchen, den Geldschöpfungsprozess zu kontrollieren 41

      Teil II Entdeckung und Entwicklung der Geldschöpfung

      1. Die Entdeckung der Papiergeldschöpfung durch englische Goldschmiede im 17 Jahrhundert 57

      2. Exzessive Papiergeldschöpfung in Paris von 1716 bis 1720: das System von John Law 68

      3. Die Entstehung von Zentralbanken und die Etablierung der Golddeckungspflicht im 19 Jahrhundert – Beginn der Giralgeldschöpfung 86

      Die Bank of England wird zur ersten Zentralbank 86

      Die Entstehung von Zentralbanken in anderen Ländern 95

      Meilensteine bis 1914: Goldstandard, Banknotenmonopol und Verwendung von Guthaben als Zahlungsmittel 100

      4. Der lange Abschied vom Gold nach 1914 und die zunehmende Ablösung von Papiergeld durch Giralgeld 102

      Der 1. Weltkrieg und seine Folgen 102

      Bedenken gegen Staatsschulden zur Deckung der Geldschöpfung: Die Real Bills Doctrine und der damit verbundene Irrtum 105

      Versuche der Rückkehr zur Golddeckung: Der Zwischenkriegs-Golddevisenstandard und das System von Bretton Woods 111

      Mindestreserven als begrenzt wirksames Instrument zur Kontrolle der Geldmenge 117

      Meilensteine im 20. Jahrhundert: Weg vom Gold und vom Papiergeld! 123

      Appendix: Bilanzen von Zentralbanken im 20. Jahrhundert 126

      Teil III Geldschöpfung und Wirtschaftswachstum

      1. Wachstum – Inflation – Spekulation: Mögliche Auswirkungen der Geldschöpfung in der Wirtschaft 131

      2. Warum Geldschöpfung für das Wirtschaftswachstum notwendig ist: Geldschöpfung, Investitionen und Sparen 136

      3. Der Zusammenhang zwischen Geldschöpfung, Investitionen und Wachstum in einem einfachen Kreislaufmodell 143

      Stationäre Wirtschaft 143

      Wachsende Wirtschaft 146

      Die Unmöglichkeit von Wachstum ohne Geldschöpfung 147

      Wie Geldschöpfung Wachstum ermöglicht 150

      4. Warum Ökonomen die Bedeutung des Geldschöpfung für das Wachstum trotzdem ignorieren: die Neutralitätsobsession in der Mainstreamökonomie 155

      6 Inhaltsverzeichnis

      Neutralität in der Klassik: Kampf gegen den Merkantilismus und David Humes schizophrene Haltung 156

      Neutralität in der Neoklassik: Überlegenheit der Marktwirtschaft lässt sich nur für eine Tauschwirtschaft beweisen 162

      Neutralität heute: die Schizophrenie wird weiter kultiviert 169

      5. Was sagen die Daten? Ein historischer Überblick 175

      Korrelationen und ihre Bedeutung 175

      Geldschöpfung und ihre Auswirkungen in der der langen Frist von 1870 bis 2012 179

      Auswirkungen der Geldschöpfung vor dem ersten Weltkrieg von 1870 bis 1914 185

      Auswirkungen der Geldschöpfung nach dem 2. Weltkrieg 188

      Auswirkungen der Kreditvergabe der Banken auf das Wachstum der Realwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg 191

      Ist Geld langfristig doch neutral? Warum empirische Studien aus der Mainstreamökonomie nicht viel aussagen 198

      Teil IV Geldschöpfung und Finanzmärkte: Spekulative Blasen und Finanzkrisen

      1. Der Hang zum Exzess 207

      2. Warum die Wirkung der Geldschöpfung auf Wertpapierpreise und Immobilienpreise von der Theorie vernachlässigt wurde 214

      3. Was sagen die Daten? Geldschöpfung und spekulative Blasen im historischen Überblick 221

      Geldschöpfung und spekulative Blasen auf dem Immobilienmarkt 225

      Geldschöpfung und spekulative Blasen an der Börse in den USA 244

      Teil V Braucht es Reformen?

      1. Der Kontrollverlust nach der Finanzkrise 2007/2008 257

      US-Zentralbank (FED) 259

      Bank of England 263

      Europäische Zentralbank (EZB) 265

      Schweizerische Nationalbank (SNB) 273

      Befinden wir uns in einer historisch einmaligen Situation? 275

      2. Die Herausforderungen für heutige Zentralbanken 280

      Wirkungsvolle oder flexible Steuerung der Geldschöpfung? – Das Dilemma der Zentralbanken 280

      Wachstum oder Verhinderung von Krisen? 283

      Mehr »gute« und weniger »schlechte« Kredite? 286

      3. Grundlegende Geldreformkonzepte, und was von ihnen zu halten ist 292

      Grundlegende Reformideen I: Schluss mit der Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Geschäftsbanken 293

      Grundlegende Reformideen II: Währungspluralismus 302

      4. Wirksame Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kontrolle 307

      Einführung von Anreizverträglichkeitsprüfungen für Vergütungssysteme bei Geschäftsbanken 308

      Weitere Ziele für Inflation und Kreditvergabe bei Zentralbanken 311

      Variierbare Eigenkapitalanforderungen als neues Kontrollinstrument für Zentralbanken 313

      Fazit: Eine neue makroökonomische Perspektive 319

      Anmerkungen 325

      Literatur 335

      Stichwortverzeichnis 345

      8 Inhaltsverzeichnis

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