Description
Book SynopsisIn Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna Philip Bockholt examines the manuscript tradition of Khvāndamīr’s Ḥabīb al-siyar, and gives an in-depth analysis of how the author adapted his chronicle to the Shiʿi and Sunni religio-political convictions of his Safavid and Mughal overlords. In Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna untersucht Philip Bockholt die Handschriftentradition von Ḫvāndamīrs Ḥabīb as-siyar und analysiert die Arbeitsweise des Historikers, seine Weltchronik vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen in Iran und Indien um 1500 an schiitische und sunnitische Kontexte anzupassen.
Table of ContentsVorwort Transkription Anmerkungen Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis 1 Einleitung: Geschichtsschreibung im Handschriftenzeitalter 2 Weltgeschichte auf zweieinhalbtausend Seiten: Ḫvāndamīrs Abfassung des Ḥabīb as-siyar im Zeitalter des Umbruchs 2.1 Vorbemerkungen 2.2 Im timuridischen Herat 2.3 Anbruch einer neuen Zeit: Schah Ismāʿīl und die Qızılbaš 2.4 Eine Weltgeschichte für die Safaviden 2.5 Zurück zu den Timuriden: Zur Fertigstellung von Fassung C im Mogulreich 2.6 Zwischenergebnis: Ḫvāndamīrs Abfassung des Ḥabīb as-siyar 3 Das Ḥabīb as-siyar in der Tradition persischer Geschichtsschreibung 3.1 Vorbemerkungen 3.2 Zur Tradition persischer Geschichtsschreibung 3.3 Zum Genre der Weltchronik als Heilsgeschichte 3.4 Zu Geschichtsverständnis und Aufgaben von Geschichtsschreibung 3.5 Zur Arbeitsweise des Historikers: Auswahl und Verwendung von Quellen 3.6 Was bedeutet „Weltgeschichte“? Zu Zeitvorstellungen und Chronologie im Ḥabīb as-siyar 3.7 Grenzen der Wahrheit? 3.8 Zwischenergebnis: Zur Verortung des Ḥabīb as-siyar in der Tradition persischer Geschichtsschreibung 4 Frühislamische Geschichte als funktionalisiertes Heilsnarrativ 4.1 Vorbemerkungen 4.2 Fassung A und ihre Funktionalisierung der Heilsgeschichte für Schah Ismāʿīl 4.3 Der Tod des Propheten und die Nachfolgefrage: Heilsgeschichte zwischen Schia und Sunna 4.4 Zwischenergebnis: Das Ḥabīb as-siyar als auf die Gegenwart ausgerichtetes Heilsnarrativ 5 Die Gegenwart aus Sicht eines Augenzeugen 5.1 Vorbemerkungen 5.2 Sulṭān-Ḥusain Bāiqarā: Legitimation durch Tradition 5.3 Schah Ismāʿīl: Legitimation durch Umdeutung 5.4 Safaviden und Osmanen: Wie die Niederlage darstellen? 5.5 Bābur und das Bāburnāma: Legitimation durch Hinzufügung 5.6 Zwischenergebnis: Ḫvāndamīr als vertrauenswürdiger Augenzeuge? 6 Ein Werk und sein Weg: Zur Textüberlieferung des Ḥabīb as-siyar im Handschriftenzeitalter 6.1 Vorbemerkungen 6.2 Das Ḥabīb as-siyar vor dem Hintergrund von Textverständnis und Textüberlieferung in der Vormoderne 6.3 Von den Handschriften zum Druck 6.4 Zwischenergebnis: Die Textüberlieferung des Ḥabīb as-siyar vom Handschriftenzeitalter bis heute 7 Fazit: Das Ḥabīb as-siyar als sinnstiftendes historiografisches Narrativ Appendix: Vergleich ausgewählter Textstellen des Ḥabīb as-siyar Quellen- und Literaturverzeichnis Personen-, Sach- u. Ortsindex Handschriftenindex