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Book SynopsisSeit Herodot und Thukydides gilt die Annahme, daß die historischen Strukturen der Vergangenheit früher oder später auch in Gegenwart und Zukunft wiederkehren, als methodologische Grundlage allen echten geschichtsphilosophischen Argumentierens und als ultimative gesellschaftliche Selbstbegründung der historischen Disziplinen. Unter den verschiedenen diesbezüglichen Denkschulen, welche sich in der Antike und im Abenland herausgebildet haben, war die Vermutung, politische oder kulturelle Einheiten könnten sich analog zum Lebenszyklus natürlicher Körper verhalten und biologistische bzw. zyklische Etappen wie Geburt, Wachstum, Reife, Alter und Tod bzw. Neubeginn erleben, ganz besonders wirkmächtig und prägt auch heute noch unter dem Schlagwort vom "Aufstieg und Niedergang" der großen Hochkulturen unser Verständnis von den notwendigen Etappen einer jeden Zivilisation. Vorliegender Band beinhaltet, neben einer breiten methodologischen Einführung in das Thema, ausgewählte Beiträge zu zyklischen und biologistischen Denkstrukturen in der Geschichtsphilosophie so unterschiedlicher Denker wie Platon, Aristoteles, Polybios, Sallust, Vergil, Livius, Seneca, Orosius, Simplikios, Proklos, Joachim von Fiore, Machiavelli, Vico, Kant, Hegel, Spengler, Thomas Mann, Toynbee, Huntington und Fukuyama.