Description
Book SynopsisGegenstand des Buches ist der in den Kulturwissenschaften ebenso verbreitete wie umstrittene Begriff des implied author, der seit seiner Einführung vor einem halben Jahrhundert Anlass für literaturtheoretische Kontroversen gewesen ist. Die ersten Kapitel der Studie untersuchen die Geschichte des Begriffs: die Prägung des Konzepts in Wayne C. Booths Rhetoric of Fiction, die vielstimmige Diskussion in Narratologie, Interpretationstheorie und Interpretationspraxis, und die bekanntesten Konkurrenzkonzepte wie Umberto Ecos Modell-Autor oder Wolfgang Isers impliziten Leser. Das Schlusskapitel widmet sich der Frage, wie mit dem implied author in Zukunft umgegangen werden sollte; im Vordergund steht dabei die Analyse und Evaluation von Vorschlägen der Klärung bzw. Ersetzung des Konzepts im Rahmen intentionalistischer Interpretationstheorien.
Trade Review"Uber die Verdienst um den Begriff des "implied author? hinaus zahlt es daher zu den Vorzugen der vorliegenden Studie, dass sie zu weiterfuhrenden Uberlegungen im Rahmen der Autor-Debatte anregt. [...] Dem hohen Anspruch an das historische Wissen uber sein Fach und an die Reflekiertheit der eigenen Positionen wird man sich von nun an immer stellen mussen."Alice Staskova in: Arbitrium 3/2008 "Die ubersichtlich disponierte und schlussig argumentierende Monographie von Kindt und Muller zeugt von den glanzenden Aussichten, die einer erneuerten Begriffsgeschichte im Rahmen eines Explikationsprogramms heute offen stehen."Carlos Spoerhase in: Zeitschrift fur Germanistik 3/2007