Description
Book SynopsisDie intensive BeschÃftigung der Gelehrtenbeamten (shidafu) in der nÃrdlichen Song-Dynastie - vor allem der Vertreter des entstehenden Neokonfuzianismus - mit den Staatsriten erfuhr in der westlichen Forschung bisher kaum eine angemessene WÃrdigung. Diese Studie integriert verschiedene Ritendiskussionen samt ihrem institutionellen Rahmen und den dabei von den Hauptdiskutanten vertretenen Positionen in den Kontext der intellektuellen PrÃgungen der Beteiligten, wie auch der Reform- und Parteistreitigkeiten jener Periode, v.a. jener zwischen den AnhÃngern und Gegnern Wang Anshis (1021-1086) sowie innerhalb der konservativen Partei in der Yuanyou-Periode (1086-1093). Kristallisationspunkte dieser Diskussionen bildeten die Reformen der Ritenmusik (yayue) und Fragen zur DurchfÃhrung der vom Kaiser selbst vollzogenen Opfer - Mingtang sowie Nanjiao und Beijiao. Das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen Dimensionen des chinesischen Ritenbegriffs (li), der gelehrte, soziale, aber auch politische und Machtaspekte in sich vereint, veranschaulicht besonders die Analyse der Debatten der Jahre 1064-1066 Ãber die korrekte Form der posthumen Verehrung Zhao Yunrangs (995-1059), des FÃrsten von Pu, durch seinen leiblichen Sohn, Kaiser Yingzong (1032-1067), in dessen doppelter Rolle als Adoptivsohn und Nachfolger Kaiser Renzongs (1010-1063).
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Teil I
Die ritologischen Voraussetzungen der Song-Dynastie
Teil II
Rekonstruktion der ritologischen Problemstellungen und des amtlichen Diskussionsverlaufs 1034-1093
Teil III
Struktur, Kontext und Analyse der Ritendiskussionen im 11. Jahrhundert
Teil IV
Der Ritendiskurs als Kontext des entstehenden Neokonfuzianismus: Studien zu ausgewÃhlten ReprÃsentanten verschiedener StrÃmungen unter besonderer BerÃcksichtigung des Puyi-Falls: Ouyang Xiu, Sima Guang, Cheng Yi
Teil V
Ergebnisse - AnhÃnge - Literaturverzeichnis