Description
Book SynopsisDie Polizei als Vertreterin des staatlichen Gewaltmonopols gilt als Garantin für die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Inneren eines Staates. Von jeher gehört damit das staatliche Protest-Management zu den zentralen Aufgaben der Polizei. Die Art und Weise, wie die Polizei hierbei vorgeht und der Bevölkerung gegenübertritt, gibt Einblicke in den inneren Zustand der Gesellschaft, die politische Verfasstheit und die Herrschaftsordnung des Landes. Der Blick auf die 70-jährige Geschichte der Bundesrepublik offenbart, dass sich sowohl die Inhalte und Formen des öffentlichen Protests als auch der polizeiliche Umgang damit mehrfach verändert haben. Polizeiliche und gesellschaftliche Entwicklungen, obgleich aufeinander bezogen, verlaufen dabei jedoch nicht selten versetzt und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Prof. Dr. Sabine Mecking lehrt Landes- und Zeitgeschichte an der Philipps-Universität Marburg.
Table of ContentsSabine MeckingMehr als Knüppel und Knöllchen. Polizeigeschichte ist Gesellschaftsgeschichte
Wandel in Gesellschaft und Politik
Wolfgang KraushaarProtest im ersten Jahrzehnt der Bundesrepublik
Sabine MeckingGesellschaftlicher Aufbruch und Protest von der Außerparlamentarischen Opposition bis zu den neuen sozialen Bewegungen
Frank DeckerPopulismus als neue Form des Protests?
Ulrich Jan SchröderGeschichte des Versammlungsrechts der Bundesrepublik Deutschland
Polizeiliches Handeln zwischen Tradition und Reform
Michael Sturm„Die Polizei muss es verstehen, der Masse ihren Willen aufzuzwingen“Polizeilicher Umgang mit Protest in der frühen Bundesrepublik
Lukas W. PetzoltDie nordrhein-westfälische Polizei und die Studierendenproteste der 1960er und 1970er JahreKlaus WeinhauerZwischen organisatorischen Wandlungen und kulturellen KontinuitätenPolizei, Jugendprotest und Demonstrationen in den 1960er bis 1980er Jahren
Udo BehrendesPolizei als lernende Organisation?Erkenntnisgewinne aus einer 70-jährigen Protestkultur für die heutige Polizei