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Book Synopsis
Die Maßnahmen, mit denen Flucht- und Wanderungsbewegungen in der 20er Jahren eine neue Verortung erfahren, reichen von der statistischen Erfassung über paß- und Visumsbeschränkungen bis hin zur "Konzentration" in Internierungslagern. Die Rekonstruktion der diskursiven Prozesse in Wissenschaft, Politik und Medien macht erkennbar, wie in diesem Feld politische und kulturelle Dispositionen entstehen, die sich in den 30er und 40er Jahren verhängnisvoll auswirken. Mit der symbolischen Konstruktion des Nomadischen und seiner Verwerfung stabilisiert sich jene Symbolik der Krise, die die Weimarer Republik mehr oder weniger kontinuierlich durchzog und als Katalysator des Antisemitismus funktionieren konnte. Exemplarische Analysen zeigen, daß auch die Literatur in je spezifischer Weise auf die diskursive Konstellation der Wanderungsbewegungen Bezug nimmt - von unterschiedlichen Figurationen antinomadischer Wanderer bis hin zu J. Roths "Text-Räumen des Nomadischen" und S. Kracauers Ästhetik der "Zerstreuung".

Table of Contents
Wanderbewegungen und die Symbolik des Nomadischen - verschiedene Geschichten der 20er und 30er Jahre / 'Wanderungsbewegungen' - Konturen eines interdiskursiven Gegenstands / Theorie und Praxis des Ventils / Das Feld der Wissenschaft II: Soziale Hygiene und/oder Rassenhygiene / 'Vaganten' - interdiskursiv / Die Ereignisse - Flucht- und Wanderungsbewegungen in Kriegs- und Nachkriegszeit - 'Ostjuden' / Fazit: 'Lästige Ausländer' und Zerstreuungen vs. moderne Autozigeuner - interdiskursive Formationen und symbolische Äquivalenzen in den 20er Jahren - Diskursive Fluchtlinien I: Joseph Roth - Position eines antimodernen Nomaden / Straßen der Mobilmachung: Heinrich Hauser - verwurzelt 'hinterm Steuerrad' oder gesteuerte Entgrenzungen / Diskursive Fluchtlinien II: Siegfried Kracauers 'Ginster' - ein Text zur Zerstreuung / Diskursive 'Zwischen'-Räume.

Nomadische Bewegungen und die Symbolik der Krise: Flucht und Wanderung in der Weimarer Republik

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      Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden
      Publication Date: 15/10/1998
      ISBN13: 9783531133249, 978-3531133249
      ISBN10:

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      Book Synopsis
      Die Maßnahmen, mit denen Flucht- und Wanderungsbewegungen in der 20er Jahren eine neue Verortung erfahren, reichen von der statistischen Erfassung über paß- und Visumsbeschränkungen bis hin zur "Konzentration" in Internierungslagern. Die Rekonstruktion der diskursiven Prozesse in Wissenschaft, Politik und Medien macht erkennbar, wie in diesem Feld politische und kulturelle Dispositionen entstehen, die sich in den 30er und 40er Jahren verhängnisvoll auswirken. Mit der symbolischen Konstruktion des Nomadischen und seiner Verwerfung stabilisiert sich jene Symbolik der Krise, die die Weimarer Republik mehr oder weniger kontinuierlich durchzog und als Katalysator des Antisemitismus funktionieren konnte. Exemplarische Analysen zeigen, daß auch die Literatur in je spezifischer Weise auf die diskursive Konstellation der Wanderungsbewegungen Bezug nimmt - von unterschiedlichen Figurationen antinomadischer Wanderer bis hin zu J. Roths "Text-Räumen des Nomadischen" und S. Kracauers Ästhetik der "Zerstreuung".

      Table of Contents
      Wanderbewegungen und die Symbolik des Nomadischen - verschiedene Geschichten der 20er und 30er Jahre / 'Wanderungsbewegungen' - Konturen eines interdiskursiven Gegenstands / Theorie und Praxis des Ventils / Das Feld der Wissenschaft II: Soziale Hygiene und/oder Rassenhygiene / 'Vaganten' - interdiskursiv / Die Ereignisse - Flucht- und Wanderungsbewegungen in Kriegs- und Nachkriegszeit - 'Ostjuden' / Fazit: 'Lästige Ausländer' und Zerstreuungen vs. moderne Autozigeuner - interdiskursive Formationen und symbolische Äquivalenzen in den 20er Jahren - Diskursive Fluchtlinien I: Joseph Roth - Position eines antimodernen Nomaden / Straßen der Mobilmachung: Heinrich Hauser - verwurzelt 'hinterm Steuerrad' oder gesteuerte Entgrenzungen / Diskursive Fluchtlinien II: Siegfried Kracauers 'Ginster' - ein Text zur Zerstreuung / Diskursive 'Zwischen'-Räume.

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