Description

Book Synopsis
Auf Wolfgang Hilbig, veritablen Büchnerpreisträger und gleichzeitig „Kind, das mit Meeren spielt“ (Fühmann), auf den Prosaisten und Lyriker zielt diese Monographie, die drei ebenfalls aus Dissertationen entstandenen Beiträgen nachfolgt. Der „Seelenzunge des Lesens“, so der Laudator Georg Klein bei der Preisverleihung, verdankte sich das Forschungsinteresse des vorliegenden Projektes, bei weitem bevor es sich im Sinne der Disziplin, also der Germanistik, und im Sinne der Hermeneutik, also abseitig jedweder Disziplin und Denkreglementierung, die Texte aneignete. Die Werke dieses Autors sind eben nicht nur Selbstbehauptungsversuche eines Heizers in der DDR; ihre berückende, weil geerdete Formschönheit verlangt geradezu das analytische Interesse des Germanisten: deshalb die Instrumente der Textinterpretation, die Theorie und der Griff in den Fundus der Literaturgeschichte. Aber doch verhehlt dieser Ansatz nicht, dass die prekäre, ambivalente, ausgehöhlte Position des Subjekts in Hilbigs Subversions- und Widerstandsgeschichten, in der verdrehten, phantastischen Erzählwirklichkeit auch Anlass war, einen distanzierten Ton ex cathedra zu vermeiden. Das Verstörende, Versehrt-Verzehrende, gleichzeitig Aufbegehrend-Kraftvolle sollte nicht von der Patina und der Haltung der Disziplin in Beschlag genommen werden, die man unwillkürlich manch ausladendem, staubigem Buchrücken zuordnet.

Trade Review
”Trotz der Einwände gegen das überbordende Konzept des Autors liegt hier ein fulminantes Werk voller kluger Beobachtungen und Analysen vor, das man leicht für eine Habilitationsschrift halten könnte. (…) Das gelehrte Buch wirkt auch deshalb so anregend, weil es ungeschützt durch Invektiven provoziert (…)”. – Manfred Jäger: “Hilbig und andere. Ein Großvergleich”, in: Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland, 38. Jahrgang, Band 4, 2005, S. 745-746

Table of Contents
Danksagung Einleitung 1 MATERIALISMUS UND ‘KELLERSPRACHE’: HILBIGS SPRACHVERTRAUEN 2 DAS “ÖFFENTLICHSTE(..) (…) VON ALLEN GEFÄNGNISSEN”: UNRECHTSSTAAT DDR 3 LOS, C., SEI LINKISCH IM LEBEN! WIDERSTAND DURCH SPRACHMANIPULATION, REALITÄTSENTZUG, ICHAUFLÖSUNG 4 IST UTOPIE EO IPSO ORTLOS? KARTIERUNG DER KOMPLEXEN SEMANTIK DES WORTES BEI HILBIG 5 REALE PHANTASTIK: DER HOLOCAUST 6 “(W)O DIE MINOTAUREN WEIDEN”: MYTHOS BEI HILBIG Schluss Literaturliste

Mythos, Macht und Kellersprache: Wolfgang Hilbigs Prosa im Spiegel der Nachwende

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      Publisher: Brill
      Publication Date: 01/01/2003
      ISBN13: 9789042008649, 978-9042008649
      ISBN10:

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      Book Synopsis
      Auf Wolfgang Hilbig, veritablen Büchnerpreisträger und gleichzeitig „Kind, das mit Meeren spielt“ (Fühmann), auf den Prosaisten und Lyriker zielt diese Monographie, die drei ebenfalls aus Dissertationen entstandenen Beiträgen nachfolgt. Der „Seelenzunge des Lesens“, so der Laudator Georg Klein bei der Preisverleihung, verdankte sich das Forschungsinteresse des vorliegenden Projektes, bei weitem bevor es sich im Sinne der Disziplin, also der Germanistik, und im Sinne der Hermeneutik, also abseitig jedweder Disziplin und Denkreglementierung, die Texte aneignete. Die Werke dieses Autors sind eben nicht nur Selbstbehauptungsversuche eines Heizers in der DDR; ihre berückende, weil geerdete Formschönheit verlangt geradezu das analytische Interesse des Germanisten: deshalb die Instrumente der Textinterpretation, die Theorie und der Griff in den Fundus der Literaturgeschichte. Aber doch verhehlt dieser Ansatz nicht, dass die prekäre, ambivalente, ausgehöhlte Position des Subjekts in Hilbigs Subversions- und Widerstandsgeschichten, in der verdrehten, phantastischen Erzählwirklichkeit auch Anlass war, einen distanzierten Ton ex cathedra zu vermeiden. Das Verstörende, Versehrt-Verzehrende, gleichzeitig Aufbegehrend-Kraftvolle sollte nicht von der Patina und der Haltung der Disziplin in Beschlag genommen werden, die man unwillkürlich manch ausladendem, staubigem Buchrücken zuordnet.

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      ”Trotz der Einwände gegen das überbordende Konzept des Autors liegt hier ein fulminantes Werk voller kluger Beobachtungen und Analysen vor, das man leicht für eine Habilitationsschrift halten könnte. (…) Das gelehrte Buch wirkt auch deshalb so anregend, weil es ungeschützt durch Invektiven provoziert (…)”. – Manfred Jäger: “Hilbig und andere. Ein Großvergleich”, in: Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland, 38. Jahrgang, Band 4, 2005, S. 745-746

      Table of Contents
      Danksagung Einleitung 1 MATERIALISMUS UND ‘KELLERSPRACHE’: HILBIGS SPRACHVERTRAUEN 2 DAS “ÖFFENTLICHSTE(..) (…) VON ALLEN GEFÄNGNISSEN”: UNRECHTSSTAAT DDR 3 LOS, C., SEI LINKISCH IM LEBEN! WIDERSTAND DURCH SPRACHMANIPULATION, REALITÄTSENTZUG, ICHAUFLÖSUNG 4 IST UTOPIE EO IPSO ORTLOS? KARTIERUNG DER KOMPLEXEN SEMANTIK DES WORTES BEI HILBIG 5 REALE PHANTASTIK: DER HOLOCAUST 6 “(W)O DIE MINOTAUREN WEIDEN”: MYTHOS BEI HILBIG Schluss Literaturliste

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