Description
Book SynopsisIst Liebe romantisch und hält ein Leben lang oder ist sie ein fragiles, potenziell toxisches Konstrukt? Lässt sich Liebe als neurochemischer Prozess (Biologie), als marktkonforme Idee (Soziologie) oder als Möglichkeit zur Erweiterung des Selbst (Psychologie) verstehen? Und wie leben Menschen mit der Liebe, welche Bedeutung hat oder gibt sie ihrem Leben, welche Vorstellungen, Träume aber auch Ängste verbinden sie mit ihr?
Anhand von biografischen Interviews mit Menschen aus verschiedenen Altersgruppen, Milieus und sexuellen Orientierungen fragt dieses Buch nach der Bedeutung der Liebe im Leben und danach, ob sich die Vorstellung von Liebe in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert hat.
Deutlich wird dabei die zentrale Kraft der Liebe im Leben, die jenseits medial geglätteter Idealisierungen antreibt, hart erarbeitet oder unerreichbar ist, Leiden und Verzweiflung, aber auch Erfüllung und Sinn zu bringen vermag.
Die Liebesbiografien bieten tiefe Einblicke in das subjektive Erleben von Liebe, begleitende interdisziplinäre Einordnungen differenzieren und ergänzen aktuelle Theoretisierungen von Liebe.
Table of Contents-Einleitung: Leben Totgesagte länger?
-Theorieteil: Liebe aus wissenschaftlicher Perspektive: Psychologie, Soziologie und Philosophie
-Liebesbiografien
- Kerstin Nagler, 39, frisch verheiratet: „Wenn ich jetzt nicht aufstehe, dann bin ich verloren.” (14 Seiten)
- Christian Lamberts, 70, langjährig verheiratet: Sehnsucht nach Berührung
- Jonas Krüger, 27, Single: “Ich bin der Fels in der Brandung.” (6 Seiten)
- Kornelia Beyer, 53, living apart together
- Sina Pauls, 22, Single: Geschwisterliebe, Sex und Haustiere (7 Seiten)
- Martin Schewert, 46, geschieden: Ende ohne Ende (13 Seiten)
- Claudia Papenberger, 51, verheiratet: Ich bleiben - auch im Wir (11 Seiten)
- Ilse Kagel, 84, verwitwet nach 60 Jahren Ehe: Liebe ist Vertrauen und Freiraum (2 Seiten)
- Emily Rosenhain, 38, verheiratet: Das Hohelied der Einsamkeit (aktuell 3 Seiten)
- Niels Schönberg, 23, Single: Liebe auf unbestimmte Zeit (7 Seiten)
- Karl Meininger, 72, getrennt lebend: Liebe als Verschmelzung (13 Seiten)
- Simone da Silva, 41, in Trennung: Liebe als Aufbruch (6 Seiten)
- Franz Peters, 74, geschieden: Am Ende bleibt das Hadern (18 Seiten)
- Christin Meisner, 55, in Partnerschaft: Ich will rausschwimmen und geborgen sein (8 Seiten)
-Einordnung und Diskussion: Liebe ohne Ende
-Bibliografie
-Anhang