Description
Book SynopsisDieses Buch bietet in einer durchweg verständlichen Weise einen Gang durch 500 Jahre Theologiegeschichte, von 1520 bis 2020, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Wandlung der Gottesvorstellungen, die anhand der einflussreichsten Philosophen und Theologen exemplifiziert werden. Dabei werden nicht nur die historischen Kontexte der jeweiligen Protagonisten beleuchtet, sondern auch deren Biographien. Ihre theologischen Vorstellungen werden u.a. auch anhand von aussagefähigen Originalzitaten veranschaulicht. Es werden auch das Verhältnis zu anderen Religionen u. das Verhältnis zu den Naturwissenschaften beleuchtet. Das Buch endet mit einem Ausblick auf die zukünftige Theologie.
Der Autor
Kurt Bangert war Forschungsleiter und Research Advisor am World Vision Institut für Forschung und Innovation in Friedrichsdorf. Der Theologe ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher sowie Schriftleiter der theologischen Zeitschrift Freies Christentum.
Table of ContentsGeleitwort (Prof. Dr. Werner Zager)
Einführung
Der gnädige Gott: Martin Luther und das liberale Erbe der Reformation Luthers Dichotomien Luthers „Solas“ Der Paradigmenwechsel Luthers Luther aus heutiger Sicht
Der Gott der Natur Nikolaus Cusanus (1401–1464): Gott als Überwindung von Wirklichkeit und Möglichkeit Giordano Bruno (1548–1600): Gott als Weltseele Jakob Böhme (1575–1624): Der alles durchdringende Gott Baruch Spinoza (1632–1677): Der pantheistische Gott Friedrich Wilhelm Schelling (1775–1854): Gott als das Absolute
Der Gott der Vernunft René Descartes (1596–1650): Der uns bewusste gewordene Gott Pierre Bayle (1647–1706): Der fragwürdige Gott Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716): Der vernünftige Gott Immanuel Kant (1724–1804): Der unbewiesene, aber moralisch notwendige Gott Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831): Gott als Geist in der Geschichte
Der Gott des Gefühls Blaise Pascal (1623–1662): Der Gott des Herzens Jean-Jaques Rousseau (1712–1778): Der Gott des Erlebens Friedrich D. E. Schleiermacher (1768–1834): Das Göttliche als schlechthinnige Abhängigkeit Ludwig Feuerbach (1804–1872): Gott als des Menschen eigenes Wesen
Der Gott der Geschichte: Die klassische liberale Theologie (1.0) Ferdinand Christian Baur (1792–1860): Der geschichtlich gewordene Gott David Friedrich Strauß (1808–1874): Der mythische Gott Albrecht Ritschl (1822–1889): Gott als der sich in Christus selbst Bezeugende Adolf von Harnack (1851–1930): Das Kommen Gottes in der Gottesherrschaft Ernst Troeltsch (1865–1923): Gottes Willen und Wesen
Der Gott des ethischen Willens: Albert Schweitzer (1875–1965): Ehrfurcht vor dem Leben
Die Göttlichkeit Gottes:
Karl Barth (1886–1968) und die dialektische Revolte Der existenzialistische Gott: was uns unbedingt angeht
Søren Kierkegaard (1813–1855): Der leidenschaftliche Gott Wilhelm Herrmann (1846–1922): Gott als Erfahrungswirklichkeit Rudolf Otto (1869–1937): Gott als Widerfahrnis des Numinosen Rudolf Bultmann (1884–1976): Gott als die unsere Existenz bestimmende Macht Paul Tillich (1886–1965): Gott als die Tiefe des Seins
Von der alten zur neuen liberalen Theologie (2.0): Karl Jaspers (1883–1969): Gott als das Umgreifende Martin Werner (1887–1964): Gott als Seins- und Sinngrund Fritz Buri (1907–1995): Gottesoffenbarung als Selbstoffenbarung des Menschen Ulrich Neuenschwander (1922–1977): Die Abgründigkeit Gottes
Der Bund für Freies Christentum: Unaufgebbares Erbe der liberalen Theologie
Anglo-Amerikanische Liberalität Samuel Taylor Coleridge (1772–1834): Wenn sich das Selbst in Gott verliert Ralph Waldo Emerson (1803–1882): Ich bin Teil und Teilchen Gottes Walter Rauschenbusch (1861–1918): Der Gott des sozialen Evangeliums Alfred North Whitehead (1861–1947): Gott als Prozess Harry Emerson Fosdick (1878–1969): Der kriegerische und der pazifistische Gott Reinhold Niebuhr (1892–1971): Die Verderbtheit des Menschen wieder ernst nehmen Gary Dorrien (geb. 1952): Liberales Christentum oder keines
Transtheistische Theologie Dietrich Bonhoeffer (1906–1945): Den Gott, den es gibt, gibt es nicht Wolfhart Pannenberg (1928–2014): Gott als die alles bestimmende Wirklichkeit Eberhard Jüngel (geb. 1934): Gott als Geheimnis zwischen Theismus und Atheismus Gotthold Hasenhütl (geb. 1933): Nur im Vollzug des Liebens ist Gott wirklich
Posttheistische Theologie Dorothee Sölle (1929–2003): Atheistisch an Gott glauben Hubertus Halbfas (geb. 1932): Können Atheisten Christen sein? Helmut Fischer (geb. 1929): Theistisches und posttheistisches Paradigma
Von der Religionswissenschaft zur Religionstheologie Religionswissenschaft Religionstheologie John Hick: Gott hat viele Namen ÖRK: Nicht ohne meinen Nachbarn Hans Küng: Weltethos Perry Schmidt-Leukel: Gott ohne Grenzen Klaus von Stosch: Komparative Theologie Hans-Martin Barth: Wechselseitiger Inklusivismus Ein persönlicher Zugang
Natürliche Theologie Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft Die Entwicklung der Weltbilder Konsequenzen für eine natürliche Theologie Conclusio
Ergebnis Zusammenfassung Grundzüge einer heutigen liberalen Theologie 3.0
Literaturverzeichnis