Description

Book Synopsis
In Die Rifāʽīya spürt Boris Liebrenz der Buchkultur des Osmanischen Syrien (16. - 19. Jahrhundert) durch den Fokus der einzig überlebenden Privatbibliothek der Epoche nach. Er fragt nach der Produktion und Transmission von Wissen sowie dem sozialen Hintergrund der Leserschaft im Zeitalter der Handschrift. Studien der arabischen Bibliotheksgeschichte haben oft nur das Mittelalter in den Blick genommen und basierten fast ausschließlich auf literarischen Quellen. Dies ist die erste Monographie, die eine einzige Region während der Osmanischen Periode in den Fokus nimmt und deren auf uns gekommene Handschriften und Notizen ihrer Leser und Besitzer systematisch als dokumentarische Quelle benutzt. So erhellt sie die materiellen, rechtlichen und sozialen Voraussetzungen von Buchbesitz und Lesepraxis. In Die Rifāʽīya Boris Liebrenz explores the book culture of Ottoman Syria (16th to 19th century), using the only surviving Damascene private library of the time as a vantage point. He asks about the production and transmission of knowledge as well as the social background of the reading audience in a manuscript age. Scholarship on Arabic libraries has often focussed on the medieval period and relied nearly exclusively on literary accounts. This is the first book-length study that focuses on a single region in the Ottoman period and systematically uses the vast number of surviving manuscripts as a documentary source by means of the notes left by their readers and possessors. Thus, it sheds light on the material, juridical, and social basis of book-ownership and reading.

Trade Review
Winner of the Forschungspreis der Annemarie Schimmel-Stiftung für Islamkunde 2017 'Das Werk von Liebrenz ist ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung von Handschriften für die Kultur- und Mediengeschichte des arabisch-osmanischen Raumes und die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse für die Kulturgeschichte dieses Raumes. Nicht nur wegen der vergnüglichen Lektüre wird die Studie ihre fortdauernde Bedeutung haben. Sie bedeutet einen großen Wissensgewinn für die Übergangszeit zum Buchdruck'. Rüdiger Lohlker, in Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, Vol. 107 (2017), pp. 523

Table of Contents
Vorwort Abbildungsverzeichnis Einleitung Bibliotheken Buch- und Bibliotheksgeschichte in der orientwissenschaftlichen Forschung Neue Wege der Forschung Quellen Sekundäreinträge Literarische Quellen: Chroniken und biographische Sammlungen Aufbau der Arbeit 1 Die Bibliothek 43 Ihre Geschichte und Inhalte 1.1 Die Erwerbung der Rifāʿīya 1.1.1 Der Käufer: Johann Gottfried Wetzstein 1.1.2 Der Konkurrent: Anṭūn Būlād, Priester und Geschäftsmann 1.1.3 Chronologie der Erwerbung 1.2 Der Verkäufer: Wer war Omar Efendi Elhamawy? 1.3 Der Wert einer Bibliothek – Der Wert von Büchern 1.4 Zwischen universal und regional: Inhaltliche Dimensionen der Rifāʿīya 1.4.1 Zeitliche und räumliche Dimensionen der rezipierten Autoren und Werke 1.5 Bestandsgeschichte: Ansätze einer Bibliotheksarchäologie 1.5.1 ʿUmar ar-Rifāʿī als Sammler: Inhalte und Quellen der Rifāʿīya 1.6 Fazit: Was für eine Bibliothek war die Rifāʿīya? 2 Die Umwelt der Rifāʿīya Der Kontext arabischer Bibliotheken und Buchproduktion in der osmanischen Periode 2.1 Umwege zur Geschichte der Rifāʿīya 2.2 Das gestiftete Buch 2.2.1 Theoretische Grundlagen: Bücherstiftungen im islamischen Recht 2.2.2 Der Stiftungsakt: Praxis und Dokumentation 2.2.3 „Öffentliche“ Stiftungsbibliotheken 2.3 Beispiele „öffentlicher“ Stiftungsbibliotheken aus der Zeit der Rifāʿīya 2.3.1 Die Stiftung eines Rechtsgelehrten: Die Aḥmadīya von Aleppo 2.3.2 Militärs und Politiker 2.3.3 Die Bibliothekslandschaft von Damaskus 2.3.4 Bibliothekarische Parallelwelten: Kirchen und Klöster 2.4 Öffentlichkeit, Verwaltung und Ausleihe der Bestände von Stiftungsbibliotheken 2.5 Wer hat gestiftet? 2.6 Fazit: „öffentliche“ Stiftungsbibliotheken 2.7 Private Stiftungsbibliotheken / Gestiftete Familienbibliotheken 2.8 Kommerzielle Leihbibliotheken – Neue Wege der Literaturrezeption? 2.9 „Familienbibliotheken“ oder „Familien und Bibliotheken“? 2.10 Bibliotheksorte und Bücherräume 2.11 Bucherweb – Die Quellen einer Bibliothek 2.11.1 Die Kopie 2.11.2 Der Buchmarkt von Damaskus 2.11.3 Erbe 2.12 Handschriften im Zeitalter des Buchdrucks: Die Rifāʿīya als Abbild einer untergehenden Buchkultur 3 Die Leser 3.1 Lesen – (K)ein Privileg der ʿulamāʾ? 3.1.1 Neue Leser? Von Händlern, Barbieren und Handwerkern 3.1.2 Bemerkungen zu Konfession und Alter der Leser 3.2 Militär und Administration 3.3 Ärzte 3.4 Leserschaft über konfessionelle Grenzen: Religiöse Minderheiten 3.5 Frauen 3.6 Private Ausleihe 4 Schluss Quellen und Literatur Archivalische und handschriftliche Quellen Gedruckte Quellen Sekundärliteratur Personenindex Sachindex Ortsindex

Die Rifāʽīya aus Damaskus: Eine Privatbibliothek im osmanischen Syrien und ihr kulturelles Umfeld

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      Publisher: Brill
      Publication Date: 12/05/2016
      ISBN13: 9789004311510, 978-9004311510
      ISBN10:

      Description

      Book Synopsis
      In Die Rifāʽīya spürt Boris Liebrenz der Buchkultur des Osmanischen Syrien (16. - 19. Jahrhundert) durch den Fokus der einzig überlebenden Privatbibliothek der Epoche nach. Er fragt nach der Produktion und Transmission von Wissen sowie dem sozialen Hintergrund der Leserschaft im Zeitalter der Handschrift. Studien der arabischen Bibliotheksgeschichte haben oft nur das Mittelalter in den Blick genommen und basierten fast ausschließlich auf literarischen Quellen. Dies ist die erste Monographie, die eine einzige Region während der Osmanischen Periode in den Fokus nimmt und deren auf uns gekommene Handschriften und Notizen ihrer Leser und Besitzer systematisch als dokumentarische Quelle benutzt. So erhellt sie die materiellen, rechtlichen und sozialen Voraussetzungen von Buchbesitz und Lesepraxis. In Die Rifāʽīya Boris Liebrenz explores the book culture of Ottoman Syria (16th to 19th century), using the only surviving Damascene private library of the time as a vantage point. He asks about the production and transmission of knowledge as well as the social background of the reading audience in a manuscript age. Scholarship on Arabic libraries has often focussed on the medieval period and relied nearly exclusively on literary accounts. This is the first book-length study that focuses on a single region in the Ottoman period and systematically uses the vast number of surviving manuscripts as a documentary source by means of the notes left by their readers and possessors. Thus, it sheds light on the material, juridical, and social basis of book-ownership and reading.

      Trade Review
      Winner of the Forschungspreis der Annemarie Schimmel-Stiftung für Islamkunde 2017 'Das Werk von Liebrenz ist ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung von Handschriften für die Kultur- und Mediengeschichte des arabisch-osmanischen Raumes und die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse für die Kulturgeschichte dieses Raumes. Nicht nur wegen der vergnüglichen Lektüre wird die Studie ihre fortdauernde Bedeutung haben. Sie bedeutet einen großen Wissensgewinn für die Übergangszeit zum Buchdruck'. Rüdiger Lohlker, in Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, Vol. 107 (2017), pp. 523

      Table of Contents
      Vorwort Abbildungsverzeichnis Einleitung Bibliotheken Buch- und Bibliotheksgeschichte in der orientwissenschaftlichen Forschung Neue Wege der Forschung Quellen Sekundäreinträge Literarische Quellen: Chroniken und biographische Sammlungen Aufbau der Arbeit 1 Die Bibliothek 43 Ihre Geschichte und Inhalte 1.1 Die Erwerbung der Rifāʿīya 1.1.1 Der Käufer: Johann Gottfried Wetzstein 1.1.2 Der Konkurrent: Anṭūn Būlād, Priester und Geschäftsmann 1.1.3 Chronologie der Erwerbung 1.2 Der Verkäufer: Wer war Omar Efendi Elhamawy? 1.3 Der Wert einer Bibliothek – Der Wert von Büchern 1.4 Zwischen universal und regional: Inhaltliche Dimensionen der Rifāʿīya 1.4.1 Zeitliche und räumliche Dimensionen der rezipierten Autoren und Werke 1.5 Bestandsgeschichte: Ansätze einer Bibliotheksarchäologie 1.5.1 ʿUmar ar-Rifāʿī als Sammler: Inhalte und Quellen der Rifāʿīya 1.6 Fazit: Was für eine Bibliothek war die Rifāʿīya? 2 Die Umwelt der Rifāʿīya Der Kontext arabischer Bibliotheken und Buchproduktion in der osmanischen Periode 2.1 Umwege zur Geschichte der Rifāʿīya 2.2 Das gestiftete Buch 2.2.1 Theoretische Grundlagen: Bücherstiftungen im islamischen Recht 2.2.2 Der Stiftungsakt: Praxis und Dokumentation 2.2.3 „Öffentliche“ Stiftungsbibliotheken 2.3 Beispiele „öffentlicher“ Stiftungsbibliotheken aus der Zeit der Rifāʿīya 2.3.1 Die Stiftung eines Rechtsgelehrten: Die Aḥmadīya von Aleppo 2.3.2 Militärs und Politiker 2.3.3 Die Bibliothekslandschaft von Damaskus 2.3.4 Bibliothekarische Parallelwelten: Kirchen und Klöster 2.4 Öffentlichkeit, Verwaltung und Ausleihe der Bestände von Stiftungsbibliotheken 2.5 Wer hat gestiftet? 2.6 Fazit: „öffentliche“ Stiftungsbibliotheken 2.7 Private Stiftungsbibliotheken / Gestiftete Familienbibliotheken 2.8 Kommerzielle Leihbibliotheken – Neue Wege der Literaturrezeption? 2.9 „Familienbibliotheken“ oder „Familien und Bibliotheken“? 2.10 Bibliotheksorte und Bücherräume 2.11 Bucherweb – Die Quellen einer Bibliothek 2.11.1 Die Kopie 2.11.2 Der Buchmarkt von Damaskus 2.11.3 Erbe 2.12 Handschriften im Zeitalter des Buchdrucks: Die Rifāʿīya als Abbild einer untergehenden Buchkultur 3 Die Leser 3.1 Lesen – (K)ein Privileg der ʿulamāʾ? 3.1.1 Neue Leser? Von Händlern, Barbieren und Handwerkern 3.1.2 Bemerkungen zu Konfession und Alter der Leser 3.2 Militär und Administration 3.3 Ärzte 3.4 Leserschaft über konfessionelle Grenzen: Religiöse Minderheiten 3.5 Frauen 3.6 Private Ausleihe 4 Schluss Quellen und Literatur Archivalische und handschriftliche Quellen Gedruckte Quellen Sekundärliteratur Personenindex Sachindex Ortsindex

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