Description

Book Synopsis
This study offers a new view on the development of an urban culture of writing in one of the major cities of late medieval Europe. Via the examination of a tremendous number of documents from the Augsburg city archive it shows how civic authorities started to rely more and more on written records, which in turn created the need for archiving. The power of this process primarily resulted from a growing desire for supervision and control. Die Studie eröffnet einen neuen Blick auf den Entstehungsprozess kommunaler Schriftkultur in einer europäischen Großstadt des Spätmittelalters. Die Auswertung der umfangreichen Überlieferung im Stadtarchiv Augsburg zeigt, wie städtische Autoritäten zunehmend auf Schriftlichkeit angewiesen waren und dabei eigene Bedürfnisse der Archivierung ausprägten. Als zentrale Antriebskraft der Verschriftlichung tritt dabei ein wachsendes Bedürfnis nach Kontrolle und Überprüfbarkeit hervor.

Trade Review
"[...] kann resümiert werden, dass Kluges Dissertation durch die Fülle der aufgearbeiten und präsentierten Archivalien und die eingenommene Perspektive ein wichtiger Beitrag zum Verständnis von Bedeutung und Funktionieren des spätmittelalterlichen Schriftwesens ist." Herwig Weigl (Univ. Wien), in: MIÖG 123, pp 511-2 "Kluge has produced an engaging and stimulating cultural history of civic writing in Augsburg. We may look forward to other thoughtful contributions from him in the years to come." Joseph P. Huffman, Messiah College, in The Medieval Review 15.11.18 https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/Mittelalterliche_Geschichte/Dokumente/RezensionKlugeDiss.pdf

Table of Contents
ABKÜRZUNGEN TABELLEN UND ABBILDUNGEN VORWORT I. EINLEITUNG 1. Forschungsgeschichte 2. Schriftgebrauch, Überlieferungswandel und zeitgenössisches Denken 3. Methodisches Vorgehen: Stadtgeschichte und Überlieferung II. GEBURT: ADAPTION UND ASSIMILATION (1234-1304) 1. Im Zeichen des Siegels 2. Die Entstehung des Stadtrechtsbuchs 2.1 Kodifikation 2.2 Verwendung 2.3 Keine Stadt ohne Recht: Bürger, Bischof, König 3. Von der Liste zum Buch: Die Anfänge kommunaler Buchführung 3.1 Adaption 3.2 Verwendung 3.3 Überlieferung 4. Kompetenzimport: Die Anfänge der Stadtschreiber 5. Zwischenergebnisse III. REIFE: LEGITIMITÄT IM POLITISCHEN ORGANISMUS (1304-1368) 1. Buchführung und Legitimation 1.2 Fortpflanzungsfähigkeit: Die Arbeit der kommunalen Kanzlei 1.3 Buchführung im politischen Alltag 1.4 Nördlingen: Metropole und Kleinstadt im Vergleich 2. Das Rote Buch 3. Der Zunftbrief: Transfer und Visualisierung hierarchischer Distinktion 4. Der Privilegienschatz: Gezeigt, gehütet, geraubt und zerstört 5. Zwischenergebnisse IV. MACHT: VERSCHRIFTLICHUNG UND KONTROLLE DES ALLTAGSLEBENS (1368-1450) 1. Schriftgedächtnis auf Papier: Von der Apotheke zur Mühle 2. Oculus civitatis: Überlieferung, Stadtschreiber und Kanzlei 3. Briefregister: Schriftliche Bewahrung der Korrespondenz 4. Ratsprotokolle: Verschriftlichung des Regierungsalltags 5. Das städtische Nebensiegel: Der Alltag in der Urkunde 6. Neuordnung des Archivs: Systematisierung und Erschließung 7. Zwischenergebnisse V. ERGEBNISSE QUELLEN UND LITERATURVERZEICHNIS REGISTER

Die Macht des Gedächtnisses: Entstehung und Wandel kommunaler Schriftkultur im spätmittelalterlichen Augsburg: Winner of the Universitätspreis der Regierung von Schwaben , 2013

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      Publisher: Brill
      Publication Date: 13/03/2014
      ISBN13: 9789004266759, 978-9004266759
      ISBN10:
      Also in:
      Cultural studies

      Description

      Book Synopsis
      This study offers a new view on the development of an urban culture of writing in one of the major cities of late medieval Europe. Via the examination of a tremendous number of documents from the Augsburg city archive it shows how civic authorities started to rely more and more on written records, which in turn created the need for archiving. The power of this process primarily resulted from a growing desire for supervision and control. Die Studie eröffnet einen neuen Blick auf den Entstehungsprozess kommunaler Schriftkultur in einer europäischen Großstadt des Spätmittelalters. Die Auswertung der umfangreichen Überlieferung im Stadtarchiv Augsburg zeigt, wie städtische Autoritäten zunehmend auf Schriftlichkeit angewiesen waren und dabei eigene Bedürfnisse der Archivierung ausprägten. Als zentrale Antriebskraft der Verschriftlichung tritt dabei ein wachsendes Bedürfnis nach Kontrolle und Überprüfbarkeit hervor.

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      "[...] kann resümiert werden, dass Kluges Dissertation durch die Fülle der aufgearbeiten und präsentierten Archivalien und die eingenommene Perspektive ein wichtiger Beitrag zum Verständnis von Bedeutung und Funktionieren des spätmittelalterlichen Schriftwesens ist." Herwig Weigl (Univ. Wien), in: MIÖG 123, pp 511-2 "Kluge has produced an engaging and stimulating cultural history of civic writing in Augsburg. We may look forward to other thoughtful contributions from him in the years to come." Joseph P. Huffman, Messiah College, in The Medieval Review 15.11.18 https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/Mittelalterliche_Geschichte/Dokumente/RezensionKlugeDiss.pdf

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      ABKÜRZUNGEN TABELLEN UND ABBILDUNGEN VORWORT I. EINLEITUNG 1. Forschungsgeschichte 2. Schriftgebrauch, Überlieferungswandel und zeitgenössisches Denken 3. Methodisches Vorgehen: Stadtgeschichte und Überlieferung II. GEBURT: ADAPTION UND ASSIMILATION (1234-1304) 1. Im Zeichen des Siegels 2. Die Entstehung des Stadtrechtsbuchs 2.1 Kodifikation 2.2 Verwendung 2.3 Keine Stadt ohne Recht: Bürger, Bischof, König 3. Von der Liste zum Buch: Die Anfänge kommunaler Buchführung 3.1 Adaption 3.2 Verwendung 3.3 Überlieferung 4. Kompetenzimport: Die Anfänge der Stadtschreiber 5. Zwischenergebnisse III. REIFE: LEGITIMITÄT IM POLITISCHEN ORGANISMUS (1304-1368) 1. Buchführung und Legitimation 1.2 Fortpflanzungsfähigkeit: Die Arbeit der kommunalen Kanzlei 1.3 Buchführung im politischen Alltag 1.4 Nördlingen: Metropole und Kleinstadt im Vergleich 2. Das Rote Buch 3. Der Zunftbrief: Transfer und Visualisierung hierarchischer Distinktion 4. Der Privilegienschatz: Gezeigt, gehütet, geraubt und zerstört 5. Zwischenergebnisse IV. MACHT: VERSCHRIFTLICHUNG UND KONTROLLE DES ALLTAGSLEBENS (1368-1450) 1. Schriftgedächtnis auf Papier: Von der Apotheke zur Mühle 2. Oculus civitatis: Überlieferung, Stadtschreiber und Kanzlei 3. Briefregister: Schriftliche Bewahrung der Korrespondenz 4. Ratsprotokolle: Verschriftlichung des Regierungsalltags 5. Das städtische Nebensiegel: Der Alltag in der Urkunde 6. Neuordnung des Archivs: Systematisierung und Erschließung 7. Zwischenergebnisse V. ERGEBNISSE QUELLEN UND LITERATURVERZEICHNIS REGISTER

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