Description

Book Synopsis
Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Essay-Forschung wieder in Bewegung geraten. Während ältere Untersuchungen auf einen Überblick der Gattungsgeschichte fixiert waren, hat sich nunmehr das Postulat einer notwendigen Historisierung der Essayproduktion durchgesetzt. Zugleich ist die Einsicht in die besondere Bedeutung des Reflexionsmediums Essay für die gattungsauflösende literarische Moderne und die durch vielfältige Medieninnovationen geprägte Postmoderne gewachsen. Daher begreift der Sammelband, der sich bewusst von gängigen literaturgeschichtlichen Epochengliederungen abgrenzt, den bis heute in fast unüberschaubarer Vielfältigkeit auftretenden Essay als Universalgattung des Zeitalters. Präsentiert werden neben bereits bekannte(re)n Autoren auch solche, deren einschlägiges Werk bislang kaum Aufmerksamkeit erregt hat. Die behandelten Essays werden unter vier systematischen Fragestellungen diskutiert: Gattung und Form, kognitive Aspekte, Themenspektrum und institutionelle Verortung sowie Medialität.

Table of Contents
Michael Ansel, Jürgen Egyptien und Hans-Edwin Friedrich: Essayistik der Moderne (1918–1950). Forschung, Probleme, Perspektiven ESSAY ALS GATTUNG UND FORM Sven Hanuschek: “Der Morgen-Waller breitet weit seine Armeˮ. John Henry Mackays autobiographische Essay-Romane (1891/1920) Birgit Nübel: Essayismus als Metatext Tim Mehigan: Musils Essayistik Gabriele Sander: “Raum für Reflektionˮ – Alfred Döblin als Essayist Carola Hilmes: Essay zwischen Kunst und Kritik. Zu Albrecht Fabri KOGNITIVE ASPEKTE Simon Jander: “Entdeckerische Spontaneitätˮ? Zu Rudolf Kassners Essayistik Tina Winzen: Rudolf Borchardts Sappho. Schöpferische Restauration im Essay Elisabeth Kampmann: Essay und Dilettantismus: Egon Friedell Hans-Edwin Friedrich: Physiognomik des essayistischen Ich. Zum Perspektivismus in Gottfried Benns Essayistik der 1930er Jahre Michael Ansel: Nachkriegsperspektiven auf Gottfried Benn: Rychner, Muschg und Bense John A. McCarthy: Der Essay als Sprengstoff: Zur Frage nach dem Verhältnis von Energie und Materie am Beispiel von Friedrich Dürrenmatts Essays FRAGESTELLUNGEN UND THEMEN Jutta Heinz: Der moderne Essay als Imaginations- und Erfahrungsraum bei Virginia Woolf Hermann Dorowin: Der Essay als Kraftstation. Walter Benjamins Karl Kraus Marijan Bobinac: Das essayistische Werk Miroslav Krležas Bernhard Fetz: Zwischen Heidegger, Kafka und der Atombombe – Zur veröffentlichten und unveröffentlichten Essayistik des Schriftstellers und Philosophen Günther Anders Jürgen Egyptien: Der frühe Albrecht Fabri als Essayist und Theoretiker des Essays INSTITUTIONEN UND MEDIALITÄT Georg Stanitzek: Geist und Essay um 1900. Typografische Beobachtungen Adrian Widmann: Ernst Jüngers Lob der Vokale. Essayistische Positionierungshilfe auf dem Autorenmarkt seit 1934 Frieder von Ammon: Performative Essayistik. Der Essay zwischen Aufführung und Schrift Ulrich Fröschle: Max Bense zum Beispiel. Zur Essaykultur und Essaytheorie in der frühen Bundesrepublik Kai Kauffmann: Rhetorische Materialmontage und regieführendes Autorsubjekt. Zur Kritik der Essayistik Alexander Kluges am Beispiel der Fernsehnachschriften Facts & Fakes

Der Essay als Universalgattung des Zeitalters: Diskurse, Themen und Positionen zwischen Jahrhundertwende und Nachkriegszeit

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      Publisher: Brill
      Publication Date: 23/09/2016
      ISBN13: 9789004324046, 978-9004324046
      ISBN10:

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      Book Synopsis
      Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Essay-Forschung wieder in Bewegung geraten. Während ältere Untersuchungen auf einen Überblick der Gattungsgeschichte fixiert waren, hat sich nunmehr das Postulat einer notwendigen Historisierung der Essayproduktion durchgesetzt. Zugleich ist die Einsicht in die besondere Bedeutung des Reflexionsmediums Essay für die gattungsauflösende literarische Moderne und die durch vielfältige Medieninnovationen geprägte Postmoderne gewachsen. Daher begreift der Sammelband, der sich bewusst von gängigen literaturgeschichtlichen Epochengliederungen abgrenzt, den bis heute in fast unüberschaubarer Vielfältigkeit auftretenden Essay als Universalgattung des Zeitalters. Präsentiert werden neben bereits bekannte(re)n Autoren auch solche, deren einschlägiges Werk bislang kaum Aufmerksamkeit erregt hat. Die behandelten Essays werden unter vier systematischen Fragestellungen diskutiert: Gattung und Form, kognitive Aspekte, Themenspektrum und institutionelle Verortung sowie Medialität.

      Table of Contents
      Michael Ansel, Jürgen Egyptien und Hans-Edwin Friedrich: Essayistik der Moderne (1918–1950). Forschung, Probleme, Perspektiven ESSAY ALS GATTUNG UND FORM Sven Hanuschek: “Der Morgen-Waller breitet weit seine Armeˮ. John Henry Mackays autobiographische Essay-Romane (1891/1920) Birgit Nübel: Essayismus als Metatext Tim Mehigan: Musils Essayistik Gabriele Sander: “Raum für Reflektionˮ – Alfred Döblin als Essayist Carola Hilmes: Essay zwischen Kunst und Kritik. Zu Albrecht Fabri KOGNITIVE ASPEKTE Simon Jander: “Entdeckerische Spontaneitätˮ? Zu Rudolf Kassners Essayistik Tina Winzen: Rudolf Borchardts Sappho. Schöpferische Restauration im Essay Elisabeth Kampmann: Essay und Dilettantismus: Egon Friedell Hans-Edwin Friedrich: Physiognomik des essayistischen Ich. Zum Perspektivismus in Gottfried Benns Essayistik der 1930er Jahre Michael Ansel: Nachkriegsperspektiven auf Gottfried Benn: Rychner, Muschg und Bense John A. McCarthy: Der Essay als Sprengstoff: Zur Frage nach dem Verhältnis von Energie und Materie am Beispiel von Friedrich Dürrenmatts Essays FRAGESTELLUNGEN UND THEMEN Jutta Heinz: Der moderne Essay als Imaginations- und Erfahrungsraum bei Virginia Woolf Hermann Dorowin: Der Essay als Kraftstation. Walter Benjamins Karl Kraus Marijan Bobinac: Das essayistische Werk Miroslav Krležas Bernhard Fetz: Zwischen Heidegger, Kafka und der Atombombe – Zur veröffentlichten und unveröffentlichten Essayistik des Schriftstellers und Philosophen Günther Anders Jürgen Egyptien: Der frühe Albrecht Fabri als Essayist und Theoretiker des Essays INSTITUTIONEN UND MEDIALITÄT Georg Stanitzek: Geist und Essay um 1900. Typografische Beobachtungen Adrian Widmann: Ernst Jüngers Lob der Vokale. Essayistische Positionierungshilfe auf dem Autorenmarkt seit 1934 Frieder von Ammon: Performative Essayistik. Der Essay zwischen Aufführung und Schrift Ulrich Fröschle: Max Bense zum Beispiel. Zur Essaykultur und Essaytheorie in der frühen Bundesrepublik Kai Kauffmann: Rhetorische Materialmontage und regieführendes Autorsubjekt. Zur Kritik der Essayistik Alexander Kluges am Beispiel der Fernsehnachschriften Facts & Fakes

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