Description
Book SynopsisMetaphysik ist kein Phantom. Sie bewohnt kein Wolkenschloss, sondern hat ihren Platz mitten im Alltag der Menschen und ist zu einer unverzichtbaren Lebensnotwendigkeit geworden. Denn nachdem der Mensch das Projekt der Moderne in die Tat umgesetzt und sein Geschick selbst in die Hand genommen hat, kann er frei entscheiden, zu sein – oder auch nicht zu sein: Die Entscheidung über Fortbestand oder Auslöschung der Menschheit liegt in seinen Händen. Damit aber stellt sich unausweichlich die Frage nach der Rechtmäßigkeit unseres Daseins. Es genügt nicht, das Leben immer angenehmer zu machen für diejenigen, die schon auf der Welt sind – das zu tun stellt niemand in Abrede. Die Frage heute lautet sehr viel grundsätzlicher: Ist menschliches Leben ein so großes Gut, dass man selbst das Recht hat, andere in dieses Leben zu rufen? Wer behauptet, das Sein sei mehr wert als das Nichts, trifft eine metaphysische Entscheidung.
Man braucht eine starke Metaphysik, um die Frage zu beantworten, ob es rechtmäßig ist, dass der Mensch auch zukünftig die Erde bevölkert.
Der AutorDr. Rémi Brague ist Professor em. für Philosophie an der Paris I Panthéon-Sorbonne und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Bücher sind in 18 Sprachen übersetzt.
Der HerausgeberDr. Christoph Böhr ist ao. Professor am Institut für Philosophie der Hochschule Heiligenkreuz/Wien.
Table of ContentsVorwort des Herausgebers
Vorwort des Verfassers
Vorwort des Verfassers zur deutschen Ausgabe
Kapitel 1Die Metaphysik als Wissen und Lebenserfahrung1.1 Von einem Buch zu einem Substantiv, dann zu einem Adjektiv1.2 Eine philosophische Fachwissenschaft1.3 Eine Dimension des Menschlichen1.4 Eine Lücke, die es zu füllen gilt
Kapitel 2Die Metaphysik an ihrem richtigen Platz>2.1 Die moderne Zerstörung der Metaphysik2.2 Die Metaphysik als Überbietung der Physik2.3 Der kantische Exodus
Kapitel 3Die nihilistische Ablehnung der Metaphysik als Pessimismus3.1 Der Aufstieg des Nihilismus"">if">3.2 Nihilismus und Pessimismus3.3 Die Austauschbarkeit der Transzendentalien3.4 Das Verlangen nach dem Guten
Kapitel 4Das Sein als bloße Existenz und die Zufälligkeit des Lebens4.1 Die Reduktion des Seins auf die Existenziv> 14px;">4.2 Die voluntaristische Entgleisung4.3 Die Zufälligkeit des Lebens4.4 Der Neid gegenüber sich selbst
Kapitel 5Mit im Boot, Autonomie und Abgeschlossenheit5.1 Alle in einem Boot5.2 Die AutonomieHelvetica, Arial, sans-seri5.3 Die selbstbezügliche Gesellschaft5.4 Die Leichtigkeit des Nichts
Kapitel 6Der Selbstmord und die Liebe zum Leben6.1 Vom Selbstmord6.2 Selbstmord und Unsterblichkeit6.3 Zu leben lieben und das Leben lieben
Kapitel 7Die Selbstzerstörung der Menschheit7.1 Schluss (machen) mit dem „metaphysischen Lebewesen“ 7.2 Die Waffen zum Selbstmord7.3 Das Gewicht jeder Generation"">
Kapitel 8Das Leben, mit welcher Berechtigung ?8.1 Sterblichkeit und Geboren werden8.2 Das Recht auf Fortpflanzung8.3 Das Ende der Zufälligkeit8.4 Die Erzeugung des Menschen;
Kapitel 9Diesseits von Gut und Böse9.1 Das Zeitalter des Seins9.2 Die vor-moralische Grundlage der Moral9.3 Der Atheismus, unfähig, Leben zu schaffen9.4 Der missbrauchte Bus
serif">4.0px;">Kapitel 10Die Metaphysik als Objekt der Freiheit10.1 Rückkehr zu Platon10.2 Die Freiheit bis zum Ende10.3 Die Freiheit und das Gute10.4 Das Opfer10.5 Der Glaube oder der Tod
ont face="Helvetica, Arial, sans-serif">Kapitel 11Abschließende Folgerung