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Book Synopsis
Diese Untersuchung wendet sich gegen die verbreitete Interpretationstendenz, Platons Anamnesislehre als Lehre von einer Art gelingender Identifikation auszulegen. Dabei wird behauptet, Platon habe geglaubt, der Mensch besitze auf eine mythisch unerklärliche Weise die Begriffe aller Dinge apriori in sich und brauche sich beim Anblick eines konkreten Einzeldings nur an diesen vorgeburtlichen Besitz zu erinnern, um dieses Ding begrifflich richtig zu identifizieren. Durch eine sorgfältige, dem Wortlaut im einzelnen folgende Interpretation zeigt Lee, daß der Mensch nach Platon lediglich in der Lage ist, die allgemeinen Kriterien und Prinzipien des Denkens analytisch aufzudecken. Erst die methodische Erschließung und Anwendung dieser apriorischen, d.h. in jeder Erfahrung vorausgesetzten Kriterien ermöglicht ein Fortschreiten des Erkennens auch in Bezug auf Einzeldinge. Die Anamnesislehre erweist sich dadurch als eine immer noch bedenkenswerte kritische Reflexion auf die Bedingungen der Sicherheit des Erkennens.

Anamnesis im Menon: Platons Ueberlegungen zu

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      Publisher: Peter Lang AG
      Publication Date: Publication Date: 19/12/2000
      ISBN13: 9783631373767, 978-3631373767
      ISBN10: 3631373767

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      Book Synopsis
      Diese Untersuchung wendet sich gegen die verbreitete Interpretationstendenz, Platons Anamnesislehre als Lehre von einer Art gelingender Identifikation auszulegen. Dabei wird behauptet, Platon habe geglaubt, der Mensch besitze auf eine mythisch unerklärliche Weise die Begriffe aller Dinge apriori in sich und brauche sich beim Anblick eines konkreten Einzeldings nur an diesen vorgeburtlichen Besitz zu erinnern, um dieses Ding begrifflich richtig zu identifizieren. Durch eine sorgfältige, dem Wortlaut im einzelnen folgende Interpretation zeigt Lee, daß der Mensch nach Platon lediglich in der Lage ist, die allgemeinen Kriterien und Prinzipien des Denkens analytisch aufzudecken. Erst die methodische Erschließung und Anwendung dieser apriorischen, d.h. in jeder Erfahrung vorausgesetzten Kriterien ermöglicht ein Fortschreiten des Erkennens auch in Bezug auf Einzeldinge. Die Anamnesislehre erweist sich dadurch als eine immer noch bedenkenswerte kritische Reflexion auf die Bedingungen der Sicherheit des Erkennens.

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